Ich hatte die Ehre beim Technologie & Innovationsprogramm einer hier nicht namentlichen erwähnten Partei mitzuarbeiten (von der ich auch gelernt habe, wie man Statuten so schreiben kann, dass sie effektiv jedes Engagement der Mitglieder unterbinden). Eines der depremierenden Erkenntnisse bei der Mitarbeit war: Es gibt für Freie Software und Freie Infrastruktur in Österreich und Wien keinerlei Fördertöpfe. Die einzige Möglichkeit die man hat ist sich entweder als Künstler auszugeben und Kulturförderung zu beziehen, oder eine kommerzielle Firma zu gründen und um Wirtschafts bzw. Forschungsförderung anzusuchen. Für alles andere ist Stand jetzt, keinerlei Förderung vorgesehen. Wenn man Förderung möchte, muss man daher entweder tricksen indem man auf z.B. Netzkünstler macht. Oder den entsprechenden politischen Druck aufbauen, wozu es Metalab aber an Profil und Beziehungen mangelt. Rein gefühlsmässig wurde ich daher sagen, wir hätten am ehesten noch Chancen auf EU-Förderung, wenn wir uns den Lisabon Zielen verschreiben und mithelfen wollen Europa zu einer wissensbasierenden Gesellschaft zu machen. Eine Idee wäre vielleicht noch uns gezielt dem Thema Frauen und Technik anzunehmen und dafür Gelder zu aquirieren (war kurz am überlegen, ob ich nicht die strenge paritätische Besetzung aller Gremien in die Statuten hinein nehmen sollte um zu sehen, ob es jemanden auffällt). Wenn wir in Wien um Förderung ansuchen, müssen wir damit rechnen, dass irgendein Politiker sich unsere Arbeit, als seinen Erfolg an den Hut heftet, wenn wir uns auf EU-Ebene bemühen müssten wir lernen entsprechend bürokratisch zu agieren. cu andreas ----- Original Message ----- From: metalab-bounces Sent: 02.12.2005 21:44 To: Karin Kosina <kyrah@gnu.org> Subject: Re: [Metalab] kultur vs kunst On Fri, Dec 02, 2005 at 05:51:58PM +0100, aaron wrote:
On Fri, Dec 02, 2005 at 02:07:28PM +0100, Karin Kosina wrote:
| ja franz wir unterstuetzen dich in deinem tun JA [ ] | nein ich will hier [*] keine politik machen NEIN [x]
| ja franz wir unterstuetzen dich in deinem tun JA [ X ] | nein ich will hier [*] keine politik machen NEIN [ ] Naja, leute was ich noch umbedingt zu der netzkultur diskussion loswerden will (und ich glaube das ist ausnahmsweise echt wichtig :) .... Auch wenn die techies/freaks/nerds, die ich so aus dem metalab umkreis so kenne lieber apolitisch bleiben (und ich zaehle mich dazu)....... gilt es trotzdem 2 faktoren zu erkennen: 1) nur mit politischem druck kann man auch $$$ von den politikern fuer OSS development/labs/etc bekommen. Schenken wird uns niemand was und schon gar nicht die politik. 2) Ihr / wir lieben Open Source leute gebt total viel her. Wenn ihr euch mal ausrechnet, wie viel das in Geld waere, was ihr da an open source entwickelt (OS HW und OSS), dann waere es unbezahlbar. ABER das produkt wird ja der allgemeinheit geschenkt (gut!) Insoferne verstehe ich den ansatz, dass die allgemeinheit (der staat, die stadt) etwas in form von $$$ _zurueckgeben_ soll oder zumindest solche altruistischen trends durchaus foerdern sollte. Schliesslich profitiert ja auch die ganze Wirtschaft wirklich von Open Source, Linux etc. Ich mag nicht wissen, wie viele consulting unternehmen oder sysadmins alleine wegen Linux und Open Source entstanden sind. Ich find ein MetaLab oder so dinge wie funkfeuer gehoeren gefoerdert. Ansuchen mag ich auch nicht. Aber wenn niemand ansucht dann kommt auch nix daher. It is as simple as that. In den staaten funktioniert das mit foerderungen halt anders (da sind die firmen auch eher bereit, etwas zu unterstuetzen und weniger der staat), nichtsdestotrotz erhaelt eine erfolgreiche OSS organisation zB die EFF gar nicht so wenig geld. just my humble opinion + bin gespannt auf meinungen, a. _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at http://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
On Dec 2, 2005, at 10:39 PM, Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
Wenn man Förderung möchte, muss man daher entweder tricksen indem man auf z.B. Netzkünstler macht. Oder den entsprechenden politischen Druck aufbauen, wozu es Metalab aber an Profil und Beziehungen mangelt.
_das_ glaub ich nicht :) sonst: voll d'accord mit deiner mail. und: _falls_ man foerderungen beantragt und mit genuegend druck/ ueberzeugsarbeit/whatever erhaelt, sollte man sich _vorher_ genau ueberlegen, was man damit machen will. Ich glaube da lag das problem an netznetz. Man hat ploetzlich foerderungen, die stadt wien gibt die kohle in einen raum und dann knipst sie das licht ab und schaut 10 min spaeter nach, wer noch am leben ist :)) Wenn wir uns _vorher_ darueber gedanken machen (und abstimmen), fuer was wie viel (zB in %) abfallen soll, dann hat man wenigstens vorher klarheit geschafft. Sorgsam und richtig und zukunftsorientiert als gemeinschaft mit geld umzugehen wird wohl die schwierigere aufgabe. again, just my humble opinion, natuerlich kann man auch sagen "keine kohle - keine sorgen" :) lg, a.
Fri 02 Dec 2005 22:57, Aaron Kaplan wrote:
On Dec 2, 2005, at 10:39 PM, Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
Wenn man Förderung möchte, muss man daher entweder tricksen indem man auf z.B. Netzkünstler macht. Oder den entsprechenden politischen Druck aufbauen, wozu es Metalab aber an Profil und Beziehungen mangelt.
_das_ glaub ich nicht :)
/me neither. an profil & beziehung (disclaimer: nein, kryah hier meine ich nicht ein tupel das aus 2 personen besteht, die dann wann,wie,wo &c. entscheiden wollen&tun) wird es bei metalab nur manglen wenn alles "nur ein positives gruppengefuehl" erzeugen soll, bzw. "alle nxten schritte klar sind", es nur eine meinung gibt etc.. ..solange wir aber offen sind fuer genrell alles, aber uns klar zu hackivism bekennen, sehe ich wenig probleme. denn, der ganze bullshit auf dilledanten niveau, wie er sich z.b. bei netznetz.net akkumuliert hat, wird dann kaum uns squatten koennen - die werden uns nie verstehen.. ..auch konrad becker wird uns nicht kapieren. genrell finde ich wir sind IMO vorallem dank der beitraege von Clemens & Andreas auf zieml. guten kurs. anderseits, verstehe ich maches nicht ganz, zb. # die Beträge derEinzahlenden klein, dafür aber # die Anzahl der Einzahlenden gross zu halten. (http://metalab.at/wiki/Finanzierung) ist IMO vollkommen richtig gedacht, aber dann muessten wir dies auch richtig "codieren" (geld ist ja nur abstrakter, diskreter indiktor - mehr nicht) und auch einen mitglied beitragsbetrag finden, der einerseits sehr klein ist, damit metalab auch _gezwungen_ offen zu sein (weil, sonst finden sich kaum > 300 mitglieder die beitraege zahlen wollen.) (aber das nur my cents, das thema fianzierung ist eh eine schoene wiese fuer spieltheoretische ueberlegungen.)
Ich glaube da lag das problem an netznetz. Man hat ploetzlich foerderungen, die stadt wien gibt die kohle in einen raum und dann knipst sie das licht ab und schaut 10 min spaeter nach, wer noch am leben ist :)) ja, aber das was IMO voll zu erwarten schon ganz am anfang von dieser idioten-partie. die wollten nicht politisch sein (was IMO _nie_ moeglich ist, weil wenn du nicht politisch sein willst ist auch das wieder ein politisches statement.) und landen in ihrer totalen navivitaet im dreckigsten politischen lock: in der partei & foerderungspolitik.
wichtig ist auch nach aussen, hin hast du immer eine politische richtung, wenn du dich selbst un-politisch gibt's dann werden dir einfach andere ein "label" verpassen. u.a. deshlan war mir von anfang an chancengleicheit & nichtdiskriminierung auf grund von biologischen "features" so wichtig.
Wenn wir uns _vorher_ darueber gedanken machen (und abstimmen), fuer was wie viel (zB in %) abfallen soll, dann hat man wenigstens vorher klarheit geschafft. Sorgsam und richtig und zukunftsorientiert als gemeinschaft mit geld umzugehen wird wohl die schwierigere aufgabe. ACK, und spaetesten beim geld wird wichtig das es wenige, und fuer alle akzeptable aber klare regeln gibt: http://metalab.at/wiki/Coding_Social_Structures (danke Andreas fuer diesen beitrag)
again, just my humble opinion, natuerlich kann man auch sagen "keine kohle - keine sorgen" :) sehe ich aehnlich, deshalb waere bin ich strikt dagegen eine/n graphikerIn zu bezahlen. wenn es momentan kein/n gibt np, habenwir eben noch kein logo.. ..haben aber gleichzeitig das feedback, ev. sind wir noch zu geschlossen, deshalb will kein/e graphikerIn mit machen.
[bei netznetz.net war's IMO genau umgekehrt: da waren & sind jetz noch verstaerkt solche vollidioten, da will kein hacker & haeckse sein.] lg s. ps: ad finanzierung: interessant und momentan unterbelichtet ist da auch mihi's beitrag: http://metalab.at/wiki/GiftCulture pps: hat wer einen pointer bezuegl. finanzierung der c-base? -- "populationen leben den stil der zitate, derer sie maechtig sind." - oswald wiener
On Fri, 2 Dec 2005 Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote: -> -> Ich hatte die Ehre beim Technologie & Innovationsprogramm einer hier nicht namentlichen erwähnten Partei mitzuarbeiten (von der ich auch gelernt habe, wie man Statuten so schreiben kann, dass sie effektiv jedes Engagement der Mitglieder unterbinden). -> -> Eines der depremierenden Erkenntnisse bei der Mitarbeit war: Es gibt für Freie Software und Freie Infrastruktur in Österreich und Wien keinerlei Fördertöpfe. -> -> Die einzige Möglichkeit die man hat ist sich entweder als Künstler auszugeben und Kulturförderung zu beziehen, oder eine kommerzielle Firma zu gründen und um Wirtschafts bzw. Forschungsförderung anzusuchen. Für alles andere ist Stand jetzt, keinerlei Förderung vorgesehen. -> -> Wenn man Förderung möchte, muss man daher entweder tricksen indem man auf z.B. Netzkünstler macht. Oder den entsprechenden politischen Druck aufbauen, wozu es Metalab aber an Profil und Beziehungen mangelt. -> -> Rein gefühlsmässig wurde ich daher sagen, wir hätten am ehesten noch Chancen auf EU-Förderung, wenn wir uns den Lisabon Zielen verschreiben und mithelfen wollen Europa zu einer wissensbasierenden Gesellschaft zu machen. -> -> Eine Idee wäre vielleicht noch uns gezielt dem Thema Frauen und Technik anzunehmen und dafür Gelder zu aquirieren (war kurz am überlegen, ob ich nicht die strenge paritätische Besetzung aller Gremien in die Statuten hinein nehmen sollte um zu sehen, ob es jemanden auffällt). -> -> Wenn wir in Wien um Förderung ansuchen, müssen wir damit rechnen, dass irgendein Politiker sich unsere Arbeit, als seinen Erfolg an den Hut heftet, wenn wir uns auf EU-Ebene bemühen müssten wir lernen entsprechend bürokratisch zu agieren. ok ich woll nichts mehr schreiben, aber eins muss ich jetzt anmerken. ich hab nie gesagt das ihr(wir) um foerderungen ansuchen sollt. das waere der falsche weg. dann begibts du dich auf die ebene von allen anderen. ich will eine politische veraenderung herbeifuehren, eine andere sichtweise der kultur. das hab ich klar deutlich ausgesprochen. von foerderansuchen von von funkfeuer/metalab in den bestehenden strukturen(kunst und kulturfoerdertoepfen) halte ich gar nichts. eine aenderung geht auch nicht von heute auf morgen. ich wollte mich aber fuer diese aenderung einsetzen. punkt, over and out xav -> -> cu andreas -> -> -> -> -> -> ----- Original Message ----- -> From: metalab-bounces -> Sent: 02.12.2005 21:44 -> To: Karin Kosina <kyrah@gnu.org> -> Subject: Re: [Metalab] kultur vs kunst -> -> On Fri, Dec 02, 2005 at 05:51:58PM +0100, aaron wrote: -> > On Fri, Dec 02, 2005 at 02:07:28PM +0100, Karin Kosina wrote: -> > > | ja franz wir unterstuetzen dich in deinem tun JA [ ] -> > > | nein ich will hier [*] keine politik machen NEIN [x] -> > > -> -> | ja franz wir unterstuetzen dich in deinem tun JA [ X ] -> | nein ich will hier [*] keine politik machen NEIN [ ] -> -> Naja, leute was ich noch umbedingt zu der netzkultur diskussion loswerden -> will (und ich glaube das ist ausnahmsweise echt wichtig :) .... -> -> Auch wenn die techies/freaks/nerds, die ich so aus dem metalab umkreis so kenne -> lieber apolitisch bleiben (und ich zaehle mich dazu)....... gilt es trotzdem -> 2 faktoren zu erkennen: -> -> 1) nur mit politischem druck kann man auch $$$ von den politikern fuer -> OSS development/labs/etc bekommen. Schenken wird uns niemand was und -> schon gar nicht die politik. -> -> 2) Ihr / wir lieben Open Source leute gebt total viel her. Wenn ihr -> euch mal ausrechnet, wie viel das in Geld waere, was ihr da an open -> source entwickelt (OS HW und OSS), dann waere es unbezahlbar. -> -> ABER das produkt wird ja der allgemeinheit geschenkt (gut!) -> Insoferne verstehe ich den ansatz, dass die allgemeinheit -> (der staat, die stadt) etwas in form von $$$ _zurueckgeben_ -> soll oder zumindest solche altruistischen trends -> durchaus foerdern sollte. Schliesslich profitiert ja auch die ganze -> Wirtschaft wirklich von Open Source, Linux etc. Ich mag nicht -> wissen, wie viele consulting unternehmen oder sysadmins -> alleine wegen Linux und Open Source entstanden sind. -> -> Ich find ein MetaLab oder so dinge wie funkfeuer gehoeren gefoerdert. -> Ansuchen mag ich auch nicht. Aber wenn niemand ansucht dann kommt -> auch nix daher. It is as simple as that. -> -> In den staaten funktioniert das mit foerderungen halt anders (da sind die -> firmen auch eher bereit, etwas zu unterstuetzen und weniger der staat), -> nichtsdestotrotz erhaelt eine erfolgreiche OSS organisation zB die EFF -> gar nicht so wenig geld. -> -> just my humble opinion + bin gespannt auf meinungen, -> a. -> -> _______________________________________________ -> Metalab mailing list -> Metalab@lists.metalab.at -> http://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab -> -> _______________________________________________ -> Metalab mailing list -> Metalab@lists.metalab.at -> http://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab -> .......................................... o . : Livesignale: Radioteleskop Eferding `. .': : http://siedl.ung.at:5800/h2.ogg '*o,.,o*' : :......................................................: : Latitude: 48:18:22.3 N, Longitude: 014:00.46.5 E : : Elevation: 90 degrees : :......................................................:
Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
Rein gefᅵhlsmᅵssig wurde ich daher sagen, wir hᅵtten am ehesten noch Chancen auf EU-Fᅵrderung, wenn wir uns den Lisabon Zielen verschreiben und mithelfen wollen Europa zu einer wissensbasierenden Gesellschaft zu machen.
oh ja machen wir uns zur hure (europas) noch bevor ᅵberhaupt irgendwas passiert ist. ich weiss nicht wies euch geht aber ich will 1. europa nicht zur 'wissensbassierten gesellschaft' machen, 2. ist es fᅵr mich moralisch nicht vertretbar einerseits auf staat (bzw. regierung) und eu zu schimpfen andererseits gelder von eben jenen zu empfangen, viele 'linken' gruppierungen haben ja damit keine probleme, ich aber schon. 3. jede form der fᅵrderung schafft eine art von abhᅵngigkeit so heroisch auch die ansᅵtze sein mᅵgen und im endeffekt muss man dann immer ᅵberlegen was man machen und sagen darf um diese gelder nicht zu verlieren. 4. ich finde sowieso die ganze subventions und fᅵrderungspolitik verachtenswᅵrdig. und ᅵberhaupt denk ich ist kaum jemand wegen finanziellen anreizen in der oss/hacker 'szene' unterwegs. tschuldigens die drastischen worte aber das musste mal gesagt werden. schᅵnen tag noch, johannes
On Mon, 2005-12-05 at 09:59 +0100, johannes lerch wrote:
Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
Rein gefühlsmässig wurde ich daher sagen, wir hätten am ehesten noch Chancen auf EU-Förderung, wenn wir uns den Lisabon Zielen verschreiben und mithelfen wollen Europa zu einer wissensbasierenden Gesellschaft zu machen.
oh ja machen wir uns zur hure (europas) noch bevor überhaupt irgendwas passiert ist. ich weiss nicht wies euch geht aber ich will 1. europa nicht zur 'wissensbassierten gesellschaft' machen,
Das Problem an der "wissensbasierten Gesellschaft EU" ist der Ansatz der Konzerne (lobbyierender Weise direkt in Brüssel und indirekt über die US-Administration nachdem schon seit Jahren in Washington lobbyiert wird bzw. Wahlk(r)ämpfe finanziert werden), die ganze "Intellectual Property" Sache in den kommerziellen Bereich auszudehnen, um da groß abcashen zu können (und nicht "wissenbasiert" im akademischen Sinne).
2. ist es für mich moralisch nicht vertretbar einerseits auf staat (bzw. regierung) und eu zu schimpfen andererseits gelder von eben jenen zu empfangen, viele 'linken' gruppierungen haben ja damit keine probleme, ich aber schon.
Geld stinkt ja nicht, oder?
3. jede form der förderung schafft eine art von abhängigkeit so heroisch auch die ansätze sein mögen und im endeffekt muss man dann immer überlegen was man machen und sagen darf um diese gelder nicht zu verlieren.
Naja, der "Förderer" will ja auch was davon haben, daß er irgendwo Geld reinpumpt. Er hat natürlich irgendwas vordergründiges, mit dem man die Förderung als solche verkauft (z.B. Umwegrentabilität, Beschäftigungstherapien, etc.), aber das ist natürlich auch ein Mittel der Machtausübung, weil ja irgendwer entscheidet, wer jetzt wieviel Geld bekommt (und der Einzelgesprächsnachweis aller Tele- und Mobilphone aller beteiligten "Entscheider" sowie deren Einladungen wären vermutlich ganz interessant ...).
4. ich finde sowieso die ganze subventions und förderungspolitik verachtenswürdig.
man "Parteipolitik" in Ö?
und überhaupt denk ich ist kaum jemand wegen finanziellen anreizen in der oss/hacker 'szene' unterwegs.
ACK (obwohl sich über die Schiene der eine oder andere interessante Job auftun kann und der eine oder andere damit sein Dasein fristet). Und vielleicht funktioniert sie genau deshalb so gut? Bernd -- Firmix Software GmbH http://www.firmix.at/ mobil: +43 664 4416156 fax: +43 1 7890849-55 Embedded Linux Development and Services
metalab-bounces@lists.metalab.at schrieb am 05.12.2005 09:59:42:
3. jede form der förderung schafft eine art von abhängigkeit so heroisch auch die ansätze sein mögen und im endeffekt muss man dann immer überlegen was man machen und sagen darf um diese gelder nicht zu verlieren. 4. ich finde sowieso die ganze subventions und förderungspolitik verachtenswürdig.
und überhaupt denk ich ist kaum jemand wegen finanziellen anreizen in der oss/hacker 'szene' unterwegs.
Das Problem hat einen simplen Namen: ZPrinter 310 Plus ( http://kybkreis.org/wiki/3D_Drucker) Ich halte es für richtig und Notwendig, dass wir den laufenden Betrieb (Mietkosten, etc.) rein privat aufbringen, damit unser langfristiges Überleben gesichert ist und wir in keinerlei Abhängigkeitverhältnisse kommen. Nur einer der Hauptideen von MetaLab ist es dort nicht nur Freie Software sondern auch Freie Hardware zu produzieren. Ein Computer zum Programmieren ist billig und lässt sich leicht auftreiben. Aber der oben erwähnte 3D Drucker um 20.000 Euro zum produzieren Freier Hardware ist es nicht und wird auf absehbare unsere finanziellen Ressourcen bei weiten überschreiten. Die einzige Möglichkeit diese zu finanzieren lautet Förderungen inkl. all der damit verbundenen Unfreiheiten und dem Zwang wohlformulierte theroretische Dokumente, die definieren in was für einen gesellschaftlichen und kulturellen Kontext wir uns bewegen und bürokratische Antragsformulare zu schreiben. Der Stichtag für all diese Entscheidungen lautet 10.1.2006, ansonsten haben wir kaum eine Chance den oben erwähnten ZPrinter 310 Plus vor dem 1.7.2007 auftreiben zu können. Siehe: http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/foerderung/jubilaeumsfonds/gutachter/an... cu andreas
hallo, ich klink mich hier jetzt mal ein, hab bisher nur mitgelesen... ich kann zu dem thema nur sagen, dass ich persoenlich bisher schlechte erfahrungen mit dem annehmen von foerderungen gemacht habe - der kreislauf der begehrlichkeiten, in dem man da sehr schnell hineinkommt, ist von seiner sogkraft nicht zu unterschaetzen. interessant war bei meinen erfahrungen, dass, sobald man einmal in dem foerderungswerkel drinnen ist, man einem druck ausgesetzt ist, immer mehr zu nehmen und sich vor allem immer mehr zu institutionalisieren - sich ein ding zahlen zu lassen, und sich dann wieder zu vertschuessen, spielts in den seltensten faellen. abrechnungen und aktivitaetsberichte wollen praesentiert werden, verantwortung uebernommen, versicherungen abgeschlossen etc. etc. ich sage jetzt nicht, dass das zwangslaeufig der fall ist, aber es ist nicht zu unterschaetzen und man ist umso anfaelliger dafuer, je "offener" und "undefinierter" man ist (siehe auch netznetz). wenn, dann sollte man diesen moeglichkeiten als gefestigte, selbstbewusste struktur gegenuebertreten, die genau weiss, was sie will und was nicht, und auch schon eine geschichte und dokumentation vorweisen kann, die diese ansprueche entsprechend untermauert. in der anfangsphase eines projekts ist das sicher nie der fall, egal wie kompetent und selbstbewusst die einzelnen mitspielerinnen sind. was den drucker betrifft: ja, ist sicher ein traum von vielen, ueber so eine ressource verfuegen zu koennen. aber ueberlegt euch einmal, was der besitz eines solchen dings fuer das aufkeimende projekt bedeutet. auch an den raum werden ploetzlich ganz andere anforderungen gestellt: sauberkeit (ich nehm mal an dass so ein teil tendenziell staubanfaellig ist; ich betreibe selber ein atelier in einem souterrain-lager und weiss, was da an dreck von den waenden faellt, und was das fuer technische gereaete bedeutet), diebstahlsicherheit, versicherung? etc. etc. waere es nicht klueger, diesen "traum" erstmal traum sein zu lassen, und sich nach moeglichkeiten umzusehen, sich diesem traum schrittweise anzunaehern? ich weiss z.b., dass auf der tu zumindest zwei aehnliche gereaete rumstehen, die stundenweise von studenten benutzt werden koennen ( http://www.gbl.tuwien.ac.at/_docs/institut/3dplotter/ , http://info.wkmp.tuwien.ac.at/wkmp/index.php?id=29&equip_id=6 ). ausserdem gibt es hier die (vielleicht gar nicht so unkonkrete) vision, einen pool aus solchen geraeten anzuschaffen, mit unterschiedlichen eigenschaften etc. zur benutzung durch die institute. wenn man versucht, diese kanaele zu oeffnen, spart man sich das gruebeln und diskutieren ueber kohle, mit dem angenehmen seiteneffekt dass man mehr kommuniziert, mit interessanten leuten die auf dem bereich evtl. schon erfahrungen haben etc. etc. - womit wir dann wieder bei "netzkultur" sind, so wie ich den begriff lesen wuerde ;) also, diese warnung von meiner seite, resultierend aus konkreten erfahrungen... kann ich bei interesse auch mal im persoenlichen gespraech ausfuehren... uebrigens bin ich sehr dafuer (hallo FX) *politisch* sehr wohl fuer eine adaequate honorierung (sozial, finanziell) von netzkultur im FX'schen sinne einzutreten. aber straight und so wie man ist, und nicht ueber das vorgaukeln foerderungswuerdiger aktivitaeten betreffend des jeweiligen topes ("wohlformulierte theroretische Dokumente"). my EUR 0,02 f/0 p.s. abgesehen kann ich mir nicht vorstellen, das wir aus dem von dir angesprochenen topf die kohle lukrieren koennen - da muessten wir uns schon sehr verbiegen *und* das wer-kennt-wen spielchen spielen. wollen wir das? Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
metalab-bounces@lists.metalab.at schrieb am 05.12.2005 09:59:42:
3. jede form der f�rderung schafft eine art von abh�ngigkeit so heroisch auch die ans�tze sein m�gen und im endeffekt muss man dann immer �berlegen was man machen und sagen darf um diese gelder nicht zu
verlieren.
4. ich finde sowieso die ganze subventions und f�rderungspolitik verachtensw�rdig.
und �berhaupt denk ich ist kaum jemand wegen finanziellen anreizen in der oss/hacker 'szene' unterwegs.
Das Problem hat einen simplen Namen: ZPrinter 310 Plus ( http://kybkreis.org/wiki/3D_Drucker)
Ich halte es f�r richtig und Notwendig, dass wir den laufenden Betrieb (Mietkosten, etc.) rein privat aufbringen, damit unser langfristiges �berleben gesichert ist und wir in keinerlei Abh�ngigkeitverh�ltnisse kommen.
Nur einer der Hauptideen von MetaLab ist es dort nicht nur Freie Software sondern auch Freie Hardware zu produzieren. Ein Computer zum Programmieren ist billig und l�sst sich leicht auftreiben. Aber der oben erw�hnte 3D Drucker um 20.000 Euro zum produzieren Freier Hardware ist es nicht und wird auf absehbare unsere finanziellen Ressourcen bei weiten �berschreiten.
Die einzige M�glichkeit diese zu finanzieren lautet F�rderungen inkl. all der damit verbundenen Unfreiheiten und dem Zwang wohlformulierte theroretische Dokumente, die definieren in was f�r einen gesellschaftlichen und kulturellen Kontext wir uns bewegen und b�rokratische Antragsformulare zu schreiben.
Der Stichtag f�r all diese Entscheidungen lautet 10.1.2006, ansonsten haben wir kaum eine Chance den oben erw�hnten ZPrinter 310 Plus vor dem 1.7.2007 auftreiben zu k�nnen. Siehe: http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/foerderung/jubilaeumsfonds/gutachter/an...
cu andreas
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at http://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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Hallo! metalab-bounces@lists.metalab.at schrieb am 05.12.2005 11:49:46:
ich sage jetzt nicht, dass das zwangslaeufig der fall ist, aber es ist nicht zu unterschaetzen und man ist umso anfaelliger dafuer, je "offener" und "undefinierter" man ist (siehe auch netznetz). wenn, dann sollte man diesen moeglichkeiten als gefestigte, selbstbewusste struktur gegenuebertreten, die genau weiss, was sie will und was nicht, und auch schon eine geschichte und dokumentation vorweisen kann, die diese ansprueche entsprechend untermauert. in der anfangsphase eines projekts ist das sicher nie der fall, egal wie kompetent und selbstbewusst die einzelnen mitspielerinnen sind.
Ich finde es immer wieder depremierend, wie schlecht bei in erster Linie auf Freiwilligkeit basierender Gruppen, das Mit und Untereinander geregelt ist. Dadurch wird Geld zur permanenten Sprengfalle, welche dazu führt, dass als die latenten Konflikte, die immer schon da waren auf einmal hochgehen. Die Gefahr bei Förderungen sehe ich daher weniger, darin gegenüber den Förderungsgeben als selbstbewusste Gruppe oder Struktur aufzutreten (das schafft selbst NetzNetz), sondern darin das wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen, sobald wir wirklich Geld bekommen haben. Wir brauchen schon für die simple Anmietung eines Raumes die Gründung eines Vereins. Wenn wir irgendwann Förderungen haben wollen, werden wir nicht herumkommen uns im Vereins / Netzkultur / Forschungsbereich irgendwo zu positionieren und Stellung zu beziehen. Mir wäre es nur wichtig, dass wir mit dieser Diskussion möglicht frühzeitig anfangen und nicht erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist bzw. wir schon mitten im Streiten sind. Wir werden für den Anfang sicherlich ohne Förderung auskommen und es wird für uns gut sein, wenn wir fürs erste keine bekommen. Aber wollen wir auf Dauer als MetaLab wirklich keinerlei Förderung bekommen bzw. keine kommerzielle Sponsoren haben? Wenn nein, dann hat sich die Diskussion erledigt, wenn ja sollten wir jetzt anfangen zu diskutieren, von wem wir gerne unter welchen Punkt Förderung bekommen wollen und nicht erst warten bis es soweit ist, oder wir zufällig von irgendwo her Geld bekommen?
uebrigens bin ich sehr dafuer (hallo FX) *politisch* sehr wohl fuer eine adaequate honorierung (sozial, finanziell) von netzkultur im FX'schen sinne einzutreten. aber straight und so wie man ist, und nicht ueber das vorgaukeln foerderungswuerdiger aktivitaeten betreffend des jeweiligen topes ("wohlformulierte theroretische Dokumente").
Einer der Merkwürdigkeiten der Wiener bzw. Österreichischen Förderkultur ist es, dass durchaus einiges an Fördergeld da ist, aber niemand wirklich weiß, wer dieses Geld weshalb erhalten soll. Dadurch hat es im Laufe der letzten Jahre einen enormen Schwenk in Richtung Wirtschaft und kommerzielle Verwertbarkeit gegeben (siehe z.B. http://www.departure.at) und es gibt kaum noch Förderungen für Dinge die nicht gewinnorientiert sind (die Museen oder Theater argumentieren z.B. mit dem indirekten Gewinn durch die Tourismusbranche). Die enorme Herausforderung für die Netzkunst bzw. MetaLab lautet daher zu definieren, worin eigentlich der durch uns generierte imaterielle Gewinn für unsere Gesellschaft besteht, der entsprechend honorierungswürdig ist und das auf eine Art und Weise, die wir selbst auch wirklich wollen und die nicht nur aus viel Geschwafel besteht, um irgend einen Förderungsgeber zufrieden zu stellen. cu andreas
Andreas Traw�ger schreibt:
Die enorme Herausforderung f�r die Netzkunst bzw. MetaLab lautet daher zu definieren, worin eigentlich der durch uns generierte imaterielle Gewinn f�r unsere Gesellschaft besteht, der entsprechend honorierungsw�rdig ist und das auf eine Art und Weise, die wir selbst auch wirklich wollen und die nicht nur aus viel Geschwafel besteht, um irgend einen F�rderungsgeber zufrieden zu stellen.
Das ist ja heutzutage eigentlich ziemlich klar: Wir alle verfolgen implizit einen Ansatz, in dem frei verf�gbares Wissen als "Infrastruktur f�r Selbstbestimmung" gesehen wird, also f�r Menschen die ihre je lokalen und pers�nlichen Zwecke verfolgen. Allgemeinwohl in diesem Sinne hei�t da� der Staat die Verpflichtung h�tte die allgemeinen Handlungsvoraussetzungen (und dazu geh�rt zunehmend die Technologie, das Wissen, die Standards) nach Kr�ften zu f�rdern. Wenn heute Technologie gef�rdert wird, dann als "Infrastruktur der Fremdbestimmung", n�mlich als die F�higkeit andere Menschen zu Zahlung von Tributen (Lizenzen) n�tigen zu k�nnen. Der Staat ist zum Helfershelfer der digitalen Raubgrafen geworden, das braucht man nicht lange auszuf�hren. Das Problem ist, da� der Eigenarbeitsraum so eng geworden ist, dass scheinbar kein Subjekt mehr da ist dem �berhaupt noch allgemein verf�gbare Ressourcen zu n�tzen scheinen. Das ist aber in rapidem Wandel begriffen, und es zeigt sich da� in kleinen und mittleren Unternehmen ein rapider Bewu�tseinswandel abl�uft, was den Wert freier Wissenresourcen betrifft. Das hat sich mittlerweile bis hin zur Zusammensatzung von Fachgruppen in der Wirtschaftskammer ausgewirkt, und mir scheint in diesem Zusammenhang da� die Gr�ne Wirtschaft teilweise eine progressivere Bewu�tseinslage aufweisen als die Gr�nen at large. Gezeigt werden mu� da� nur so Handwerk und kleine Produktionsbetriebe �berhaupt eine Perspektive haben, die �ber das verl�ngerte-Werkbank-spielen-und-unbegrenzt-erpressbar-sein hinausgeht, Es geht hier nicht um Geschwafel, sondern um die Gruppierung von Interessen. Der imaterielle Gewinn unserer Gesellschaft ist genau so gut wie die Subjekte, die die immateriellen Resourcen tats�chlich benutzen. Diese Subjekte sind wir selber, aber wir geben ein Beispiel f�r Verhaltensweisen die irgendwann/bald massenhaft und mainstream werden. Franz
Franz Nahrada wrote:
Das ist ja heutzutage eigentlich ziemlich klar: Wir alle verfolgen implizit einen Ansatz, in dem frei verf�gbares Wissen als "Infrastruktur f�r Selbstbestimmung" gesehen wird, also f�r Menschen die ihre je lokalen und pers�nlichen Zwecke verfolgen. Allgemeinwohl in diesem Sinne hei�t da� der Staat die Verpflichtung h�tte die allgemeinen Handlungsvoraussetzungen (und dazu geh�rt zunehmend die Technologie, das Wissen, die Standards) nach Kr�ften zu f�rdern.
Wenn heute Technologie gef�rdert wird, dann als "Infrastruktur der Fremdbestimmung", n�mlich als die F�higkeit andere Menschen zu Zahlung von Tributen (Lizenzen) n�tigen zu k�nnen. Der Staat ist zum Helfershelfer der digitalen Raubgrafen geworden, das braucht man nicht lange auszuf�hren.
1. seit wann geh�rt es zu den aufgaben des staates selbstbestimmung zu f�rdern? 2. du erkl�rst im zweiten absatz wieso absatz eins nicht passieren wird
Es geht hier nicht um Geschwafel
sicher ?
Metalab General Discussion List <metalab@lists.metalab.at> writes:
1. seit wann geh�rt es zu den aufgaben des staates selbstbestimmung zu f�rdern?
Das steht so ziemlich in jeder Verfassung.
2. du erkl�rst im zweiten absatz wieso absatz eins nicht passieren wird
Wer sich dar�ber nicht politisch auseinandersetzen will hat schon verloren. Noch mal: wenn schon nach Gesichtspunkten der F�rderung gesucht wird, die hinhauen, dann bin ich daf�r sich klipp und klar zu Open Source und allgemein brauchbaren und verf�gbaren Resultaten zu bekennen. Das wird �brigens auch in manchen Amtsstuben der EU bereits ganz gerne gesehen und gibt zunehmend einen positiven F�rderungsgrund ab. Im �brigen ist das mit den F�rderungen unter folgenden Umst�nden vielleicht doch machbar: die beste Verhinderung von internem Krieg (ich kann alle hier ge�u�erten Warnungen nur unterstreichen) ist F�rderungen in Mikropartikel aufzuteilen und dort einzusetzen wo beim besten Willen keine interne geldfreie Motivation oder Ressource zu haben ist. Am besten auch niemals als offizieller Projektpartner auftreten, sondern als Subcontractor - so lassen sich eigene Kriterien noch am besten realisieren. Aber das ist wirklich nicht der n�chste Schritt und ich hab selber eine andere Baustelle als das Metalab. Ich w�rde aber enorm gerne sehen da� das Projekt Erfolg hat und dann auch gemeinsame Projekte vorschlagen. Franz
Franz Nahrada wrote:
Metalab General Discussion List <metalab@lists.metalab.at> writes:
1. seit wann geh�rt es zu den aufgaben des staates selbstbestimmung zu f�rdern?
Das steht so ziemlich in jeder Verfassung.
aha. verfassungen werden ja gerne mystiziert, aber im endeffekt regelt es nur die staatlichen organe und die kompetenzaufteilung unter ihnen sowie so wichtige sachen das unsere landesfarben rot-weiss-rot sind und wir zur umfassenden landesverteidigung stehen. von freier selbstbestimmung ist jedenfalls nicht wirklich die rede http://www.verfassungen.de/at/verfassungheute.htm wenn �berhaupt (in der �sterreichischen zum beispiel garnicht) von selbstbestimmung geredet wird, dann von der 'selbstbestimmung des volkes' (was auch immer das bedeuten mag) und nicht des einzelnen. so genug der anti staatlichen propaganda von meiner seite, immerhin solls hier ja um konkrete vorhaben gehen und nicht um grundsatzdiskussionen. sl jl
Andreas Traw�ger writes:
Nur einer der Hauptideen von MetaLab ist es dort nicht nur Freie Software sondern auch Freie Hardware zu produzieren. Ein Computer zum Programmieren ist billig und l�sst sich leicht auftreiben. Aber der oben erw�hnte 3D Drucker um 20.000 Euro zum produzieren Freier Hardware ist es nicht und wird auf absehbare unsere finanziellen Ressourcen bei weiten �berschreiten.
Hallo Andreas, hallo alle! jetzt schalt ich mich auch kurz mal ein und begr��e zun�chst mal die Absicht sich der Freien Hardware zuzuwenden. Wir haben auf der 3. Oekonux Konferenz in Wien eine ziemliche Runde zusammengebracht, die sich f�r dieses Thema interessiert, und es zieht sich seither auch wie ein roter Faden durch Projektans�tze wie New Work, House Of Tools etc. Zur Klarheit: Freie Hardhare verstehe ich hier im Sinn von "materielle Produkte insgesamt" und keineswegs nur oder prim�r Computerhardware. Ich glaube nur da� der Ansatz Freier Hardware weit �ber die Dimension von Metalab hinausgeht. Gerade weil ich so sehr an dem Thema interessiert bin sehe ich auch die Schwierigkeiten, einen Zugang zu "n�tzlichen Dingen" zu finden, die mehr sind als prototypische Plastikmodelle. Ich denke da� ein universeller 3D Drucker zur Zeit auch nicht viel mehr hervorbringt als Ramsch und daher eher f�r Netzk�nstler interessant ist die sich damit schr�ge bunte Artefakte bauen k�nnen. Da halt ichs immer noch mit spezialisierten flexiblen Werkzeugmaschinen, aber die Entwicklung ist tats�chlich rasend schnell. Vielleicht w�rs erstmal gescheiter, wenn das Metalab hier zur Informationsdrehscheibe werden k�nnte und wir gemeinsam in Meetings und Exkursionen diesem hei�en Thema nachjagen k�nnten. Da gibts so Leute die tr�umen tats�chlich davon Fablabs in �sterreich aufzubauen (einen Plan im Burgenland kenne ich zumindest ein wenig), und es w�re spannend mit diesen Leuten von vorneherein abzukl�ren da� "open Hardware" langfristig nichts anderes ist als "Customer Driven Hardware", daher ein gro�es Interesse an Experimenten und Kooperationen bestehen m��te. Auch Frithjof Bergmann verfolgt derzeit das Projekt in �sterreich ein Fablab auf der Basis des Rohstoffs Holz zu initiieren. Die Frage der Nachhaltigkeit der Rohmaterialien und Abfallprodukte sowie der Produkte selbst ist nicht zu untersch�tzen, und ein Cradle To Cradle Ansatz (es darf keine Abf�lle geben) erscheint mir sehr wesentlich. Wenn sich Metalab hier einklinken k�nnte, dann als kreative Community die in Projekten die andere einreichen und durchziehen f�r die notwendige Offenheit und Perspektive sorgt. Das w�rde mir gefallen und meinen Enthusiasmus f�r die Sache mobilisieren. Franz
Aber der oben erw�hnte 3D Drucker um 20.000 Euro zum produzieren Freier Hardware ist es nicht und wird auf absehbare unsere finanziellen Ressourcen bei weiten �berschreiten.
Da halt ichs immer noch mit spezialisierten flexiblen Werkzeugmaschinen, aber die Entwicklung ist tats�chlich rasend schnell.
egal ob 3d printer, werkzeuge oder tng replikator: nicht alles wird selbstfinanziert sein k�nnen. wir sollten uns nat�rlich �berlegen wie wir mit privatger�ten, �ffentlichen zuwendungen aber auch privaten sponsoren umgehen wollen. jeder wird irgendeine art von forderungen/gegenleistungen/bestimmungen/einschr�nkungen/vorgaben daran kn�pfen - manche mehr, manche weniger. vieles produziert ausserdem laufende kosten (und wenn es nur sowas profanes wie toner f�r den laserdrucker ist) �berlegen wir doch lieber, was wir bereit w�ren zu erf�llen, und was nicht bevor wir kategorisch alles ablehnen. adrian
hallo, ich hab eine Freundin befragt, die sich in der kulturlandschaft des 16. bezirk gut auskennt (Soho, Mitgr�nderin des "Schaukasten"), nach Rat & Raum gefragt. Sie hatte spontan mal zwei Ideen:
Jetti wrote: mir ist neulich aufgefallen, dass in der neulerchenfelderstr. ein raum leer steht, wo fr�her ein internetcafe drin war. genauer: vom g�rtel kommend, auf der linken seite �ber dem "plus" (ehemals "zielpunkt") im ersten stock - noch bevor die brunnengasse kreuzt (d�rfte ca. hausnr. 15 sein?). das scheint recht gross zu sein. ich war da aber nie drinnen. dann ist ausserdem die post gerade �bersiedelt. da weiss ich aber auch nicht, ob schon was reinkommt und das k�nnte nat�rlich teuer sein: menzelgasse // hofferplatz. ist auf strassenebene und gross. falls mir in der n�chsten zeit noch was unter kommt, meld ich mich. ansonsten viel gl�ck bei der suche...
die post w�r nat�rlich genial... naja: wunschdenken ;-) vielleicht w�re auch eine tempor�re Nutzung eines Geb�udes interessant auf diesem weg bekommt man gr��ere Sachen sehr g�nstig und wenn zB. ein Jahr vereinbart wird sehen wir, wie sich das metalab in dieser zeit entwickelt und wir k�nnen uns besser f�r einen l�ngerfristigen raum entscheiden. wenn nat�rlich gleich was gutes daherkommt, bin ich auch daf�r.. f�r tempor�re aktivit�ten (hard- und softwaretechnischer natur) bzw. auch f�r treffen ev. mit anschliessender Party k�nnten wir sicherlich das VEKKS (Verein zur Erweiterung des K�nsterlischen und Kulturellen Spektrums) in der Zentagasse 26, 1050 nutzen. Ich m��te die Termin nur mit Georgy abkl�ren. Der Vorschlag: das n�chste Treffen dort machen und Bilder von ev. Raum-Safaris mitnehmen (Beamer w�r vorhanden) cu, chris
On Dec 5, 2005, at 9:59 AM, johannes lerch wrote:
Andreas.Trawoeger@wgkk.at wrote:
Rein gefühlsmässig wurde ich daher sagen, wir hätten am ehesten noch Chancen auf EU-Förderung, wenn wir uns den Lisabon Zielen verschreiben und mithelfen wollen Europa zu einer wissensbasierenden Gesellschaft zu machen.
oh ja machen wir uns zur hure (europas) noch bevor überhaupt irgendwas passiert ist. ich weiss nicht wies euch geht aber ich will 1. europa nicht zur 'wissensbassierten gesellschaft' machen, mir persoenlich egal, mich persoenlich freut Wissen und eine experimentierstube Das Wissen ist sowieso in meinem kopf und nicht in Europa (so seh ich das)
2. ist es für mich moralisch nicht vertretbar einerseits auf staat (bzw. regierung) und eu zu schimpfen andererseits gelder von eben jenen zu empfangen, viele 'linken' gruppierungen haben ja damit keine probleme, ich aber schon.
ok... gut, akkzeptiert. Aber dann bitte sei konsequent und zahl auch keine Steuern. (und kauf nichts, weil da zahlst du auch 20% an den Staat)
3. jede form der förderung schafft eine art von abhängigkeit so heroisch auch die ansätze sein mögen und im endeffekt muss man dann immer überlegen was man machen und sagen darf um diese gelder nicht zu verlieren.
das stimmt potentiell und deswegen haette ich auch dafuer plaediert, _vorher_ zu definieren, fuer was das verwendet werden soll. So kann man auch abschaetzen , was passiert wenn der betrag aufgebraucht ist. Man kann auf diese art, wunderbar gleich das existszenario mitplanen.
4. ich finde sowieso die ganze subventions und förderungspolitik verachtenswürdig.
ACK ich finde auch steuern unangehem
und überhaupt denk ich ist kaum jemand wegen finanziellen anreizen in der oss/hacker 'szene' unterwegs.
stimmt
tschuldigens die drastischen worte aber das musste mal gesagt werden.
kein problem. lg, aaron.
schönen tag noch, johannes _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at http://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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