hi an alle schwitzenden Daheimgebliebenen gerade eben ist mein Ventilator gestorben, ganze 3 Tage nach Ablauf der einjährigen Gewährleistungsfrist. Hat phuaaaaa gemacht und ist runtergefahren - mausetot. Oder doch nicht ? Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ... Hat jemand von euch da einschlägiges Wissen? Auch wenns dem Ventilator jetzt sicher nicht hilft, aber interessant wäre es auf alle Fälle. Diesem Kaufen für den Müll muß ein Ende gemacht werden und das wird man nicht mit Jammern, sondern mit Handeln .. Wünsche euch allen frohes Schwitzen Grüße Britta
Enthält so ein Ventilator überhaupt Elektronik oder gar Software? Alle, die ich bisher gesehen habe waren nur Stufenschalter+Elektromotor; ganz primitiv also. Am Donnerstag, den 23.07.2015, 11:51 +0200 schrieb BDuN@gmx.net:
hi an alle schwitzenden Daheimgebliebenen
gerade eben ist mein Ventilator gestorben, ganze 3 Tage nach Ablauf der einjährigen Gewährleistungsfrist. Hat phuaaaaa gemacht und ist runtergefahren - mausetot. Oder doch nicht ?
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Hat jemand von euch da einschlägiges Wissen? Auch wenns dem Ventilator jetzt sicher nicht hilft, aber interessant wäre es auf alle Fälle. Diesem Kaufen für den Müll muß ein Ende gemacht werden und das wird man nicht mit Jammern, sondern mit Handeln ..
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-- Skulker <post@skulker.net>
vielleicht hat sie so einen fliegenden Lüter gemeint. https://youtu.be/PQ6YtWQgaB0 (lols at 0:30) aber auch klassische ventilatoren kann man unnötig kompliziert mahcen http://www.wired.com/2008/01/air-shadow-is-n/
Am 23.07.2015 um 11:58 schrieb Skulker <post@skulker.net>:
Enthält so ein Ventilator überhaupt Elektronik oder gar Software? Alle, die ich bisher gesehen habe waren nur Stufenschalter+Elektromotor; ganz primitiv also.
Am Donnerstag, den 23.07.2015, 11:51 +0200 schrieb BDuN@gmx.net:
hi an alle schwitzenden Daheimgebliebenen
gerade eben ist mein Ventilator gestorben, ganze 3 Tage nach Ablauf der einjährigen Gewährleistungsfrist. Hat phuaaaaa gemacht und ist runtergefahren - mausetot. Oder doch nicht ?
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Hat jemand von euch da einschlägiges Wissen? Auch wenns dem Ventilator jetzt sicher nicht hilft, aber interessant wäre es auf alle Fälle. Diesem Kaufen für den Müll muß ein Ende gemacht werden und das wird man nicht mit Jammern, sondern mit Handeln ..
Hi! On Thu, Jul 23, 2015 at 11:51:11AM +0200, BDuN@gmx.net wrote:
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Also ich bezweifel mal ganz massive, dass (d)ein Ventilator eine elektronische Steuerung hat, von Software ganz zu schweigen. Oder hat du ein wirklich fancy Ding mit Internetanschluss? Und eine elektische Steuerung kann man mit keiner Software resetten. Da ist vielleicht ein Kabel durchgeschmort / rausgerutscht. Ein Ventilator ist ja nur ein E-Motor mit Schalter... Schoene Gruesse, domm -- #!/usr/bin/perl http://domm.plix.at for(ref bless{},just'another'perl'hacker){s-:+-$"-g&&print$_.$/} __END__ Jeden Tag ein Foto: http://domm.plix.at/potd.html
hi, erstmal Entschuldigung für das T - es heißt Obsoleszenz - bei dem Wort dersteß ich mich immer irgendwo, keine Ahnung warum .. nein, mein Ventilator ist aus Plastik bzw Kunststoff und ein "Wegwerfprodukt" für 30 Euro, was immerhin 420,- Schilling gewesen wären. An den komm ich nicht mal mit dem Schraubenzieher ran, weil er geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert. Mir gehts allgemein um das Sterben für die Müllhalde - habe mir den Film Midway angeschaut, die Insel der Albatrosse, die ihre Küken mit dem Plastik füttern und vor der Kamera elendiglich verrecken - Der 7. Kontinent, Midwayfilm.com wen es interessiert und ich möchte nicht nur im eigenen, sondern im allgemeinen Interesse gerne was tun .. schön, wenn beides zusammenpaßt. Für Staubsauger hat angeblich ein Russe eine Software geschrieben, mittels derer man ein Zählwerk der Betriebsstunden einfach zurückstellen kann .. finde ich aber nirgends. Und dann würde ich gerne eine Liste anlegen mit geplanten Bruchstellen ... es gibt schon die Seite "Murks Nein Danke" und Stefan Schridde ist sehr bemüht, aber es wirkt sich nicht wirklich auf die Masse aus - also machen die weiter. Ich stamme halt noch aus einer Generation, in der man ein kaputt gegangenes Gerät einfach repariert hat oder hat reparieren lassen, was sehr selten vorkam, denn Geräte, die kaputt gingen, hatten schnell einen schlechten Ruf. Ich weigere mich einfach, diese Wegwerfwirtschaft länger hinzunehmen - auch im eigenen Interesse, denn wenn ein neuer Schlauch des Staubsaugers teurer ist als ein neues Gerät, nur weil ein Plastikgewinde am Schlauch gesprungen ist, das vielleicht 5 Euro kostet und man daher ein an sich gutes Gerät wegwirft und ein neues kauft - was kostet das an Resourcen, Wasser, Rohstoffen, Transport, Verschmutzung - und zusätzlichem Abfall - ich mag nicht mehr Ich geh jetzt einen neuen Ventilator kaufen, weil es ohne hier nicht auszuhalten ist - und genau das ist das Problem -- was kann ein Einzelner schon tun und wir alle machen die Menge, die diese Wegwerfwirtschaft nährt. Eine solche Liste mit Software ins Netz zu stellen oder Reparaturanleitungen abseits der offiziellen wäre vielleicht ein Anfang. Wer bessere Ideen hat - ich bin zu jeder Schandtat bereit. Und jetzt geh ich halt zwangsläufig und unterstütze die Wegwerfindustrie mit einem neuen Gebläse Danke und Grüße B.
Gesendet: Donnerstag, 23. Juli 2015 um 12:10 Uhr Von: "Thomas Klausner" <domm@cpan.org> An: metalab@lists.metalab.at Betreff: Re: [Metalab] geplante Obsoleszent
Hi!
On Thu, Jul 23, 2015 at 11:51:11AM +0200, BDuN@gmx.net wrote:
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Also ich bezweifel mal ganz massive, dass (d)ein Ventilator eine elektronische Steuerung hat, von Software ganz zu schweigen. Oder hat du ein wirklich fancy Ding mit Internetanschluss?
Und eine elektische Steuerung kann man mit keiner Software resetten. Da ist vielleicht ein Kabel durchgeschmort / rausgerutscht. Ein Ventilator ist ja nur ein E-Motor mit Schalter...
Schoene Gruesse, domm
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nja, kauf dir halt einen der potentiell länger hält und den man im zweifelsfall auch irgendwie wieder reparieren kann (dh. aufschraubbar). so punkto "(..) nicht mit Jammern, sondern mit Handeln" my 2 cents. Am 23. Juli 2015 um 12:49 schrieb <BDuN@gmx.net>:
hi, erstmal Entschuldigung für das T - es heißt Obsoleszenz - bei dem Wort dersteß ich mich immer irgendwo, keine Ahnung warum ..
nein, mein Ventilator ist aus Plastik bzw Kunststoff und ein "Wegwerfprodukt" für 30 Euro, was immerhin 420,- Schilling gewesen wären. An den komm ich nicht mal mit dem Schraubenzieher ran, weil er geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
Mir gehts allgemein um das Sterben für die Müllhalde - habe mir den Film Midway angeschaut, die Insel der Albatrosse, die ihre Küken mit dem Plastik füttern und vor der Kamera elendiglich verrecken - Der 7. Kontinent, Midwayfilm.com wen es interessiert und ich möchte nicht nur im eigenen, sondern im allgemeinen Interesse gerne was tun .. schön, wenn beides zusammenpaßt.
Für Staubsauger hat angeblich ein Russe eine Software geschrieben, mittels derer man ein Zählwerk der Betriebsstunden einfach zurückstellen kann .. finde ich aber nirgends.
Und dann würde ich gerne eine Liste anlegen mit geplanten Bruchstellen ... es gibt schon die Seite "Murks Nein Danke" und Stefan Schridde ist sehr bemüht, aber es wirkt sich nicht wirklich auf die Masse aus - also machen die weiter.
Ich stamme halt noch aus einer Generation, in der man ein kaputt gegangenes Gerät einfach repariert hat oder hat reparieren lassen, was sehr selten vorkam, denn Geräte, die kaputt gingen, hatten schnell einen schlechten Ruf. Ich weigere mich einfach, diese Wegwerfwirtschaft länger hinzunehmen - auch im eigenen Interesse, denn wenn ein neuer Schlauch des Staubsaugers teurer ist als ein neues Gerät, nur weil ein Plastikgewinde am Schlauch gesprungen ist, das vielleicht 5 Euro kostet und man daher ein an sich gutes Gerät wegwirft und ein neues kauft - was kostet das an Resourcen, Wasser, Rohstoffen, Transport, Verschmutzung - und zusätzlichem Abfall - ich mag nicht mehr
Ich geh jetzt einen neuen Ventilator kaufen, weil es ohne hier nicht auszuhalten ist - und genau das ist das Problem -- was kann ein Einzelner schon tun und wir alle machen die Menge, die diese Wegwerfwirtschaft nährt.
Eine solche Liste mit Software ins Netz zu stellen oder Reparaturanleitungen abseits der offiziellen wäre vielleicht ein Anfang. Wer bessere Ideen hat - ich bin zu jeder Schandtat bereit.
Und jetzt geh ich halt zwangsläufig und unterstütze die Wegwerfindustrie mit einem neuen Gebläse
Danke und Grüße B.
Gesendet: Donnerstag, 23. Juli 2015 um 12:10 Uhr Von: "Thomas Klausner" <domm@cpan.org> An: metalab@lists.metalab.at Betreff: Re: [Metalab] geplante Obsoleszent
Hi!
On Thu, Jul 23, 2015 at 11:51:11AM +0200, BDuN@gmx.net wrote:
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Also ich bezweifel mal ganz massive, dass (d)ein Ventilator eine elektronische Steuerung hat, von Software ganz zu schweigen. Oder hat du ein wirklich fancy Ding mit Internetanschluss?
Und eine elektische Steuerung kann man mit keiner Software resetten. Da ist vielleicht ein Kabel durchgeschmort / rausgerutscht. Ein Ventilator ist ja nur ein E-Motor mit Schalter...
Schoene Gruesse, domm
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a) Motoren beinhalten ein Verbrauchsmaterial, naemlich die sog. Buersten, also Graphitstifte die den Strom auf die rotierende Spule uebertragen und nicht boeswilliger, sondern notwendigerweise aus einem sich abnutzendem Material gemacht sind. Viele Motortodesfaelle sind auf abgenutzte Buersten zurueckzufuehren. Todesfaelle durch abgenutzte Buersten sind oft auch endgueltig (etwa weil das Metall dann die Kontakte ruiniert oder sogar damit verschweisst). Deshalb - hast Du ein Motorbetriebenes Geraet, pruefe die Buersten. Hast Du eines dass das nicht zulaesst, ist es ein Wegwerfprodukt. Amazon zeigt einem zudem ob ein Hersteller seine Ersatzteilverfuegbarkeit ernst nimmt: http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_c_0_12?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3... b) Wenn man Einwegramsch kauft, unterstuetzt man die Wegwerfgesellschaft a priori - ich moecht Dich hier aber nicht geisseln, mir blaest auch gerade ein Billigventilator in den Nacken. Natuerlich macht es Sinn dann auch die Billigware zu reparieren versuchen - das ist aber eben oft aufgrund der billigen Herstellungsmethoden (verklebte Chassis) vergebene Liebesmueh bzw nicht proaktiv (wie es etwa bei Motoren wichtig ist) moeglich. Deshalb: Rechne Deinen Stundenpreis einfach auf die Kosten des Billigventilators drauf und kauf Dir dann einen dessen Hersteller dir erklaert wie man den wartet. Warum Wartung? Weil sobald "Wartung" vom Hersteller dokumentiert wird, ist es nicht nur ein guter Hinweis darauf, dass der Hersteller sich beim Produktdesign mehr gedacht hat als "billigbilligbillig" und Ersatzteile verfuegbar sein sollten, sondern auch dass die Wartung an sich Teil der Garantie ist - es gibt dann also keine gebrochenen Siegel die Dich davon ausschliessen obwohl Du etwas fuer das Weiterleben der Maschine notwendiges tust, wie etwa Kohlebuersten tauschen. c) wenn Du den Ventilator jetzt dennoch reparieren versuchen moechtest, kannst Du ihn mit einem Stanleymesser oder einer Bastelsaege aufschneiden, das Typenschild des Motors drin erhaschen und versuchen (und vermutlich sogar erfolgreich sein) auf ebay einen Ersatz zu kaufen. Ich bezweifel dass bei den Billigteilen die Buersten zugaenglich sind. Ich hab grad geguckt, mein 25EUR-Standventilator ist sogar aufschraubbar - wenn man vorher Rotor und Kaefig abnimmt. hth, Philip Am 23. Juli 2015 um 12:49 schrieb <BDuN@gmx.net>:
hi, erstmal Entschuldigung für das T - es heißt Obsoleszenz - bei dem Wort dersteß ich mich immer irgendwo, keine Ahnung warum ..
nein, mein Ventilator ist aus Plastik bzw Kunststoff und ein "Wegwerfprodukt" für 30 Euro, was immerhin 420,- Schilling gewesen wären. An den komm ich nicht mal mit dem Schraubenzieher ran, weil er geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
Mir gehts allgemein um das Sterben für die Müllhalde - habe mir den Film Midway angeschaut, die Insel der Albatrosse, die ihre Küken mit dem Plastik füttern und vor der Kamera elendiglich verrecken - Der 7. Kontinent, Midwayfilm.com wen es interessiert und ich möchte nicht nur im eigenen, sondern im allgemeinen Interesse gerne was tun .. schön, wenn beides zusammenpaßt.
Für Staubsauger hat angeblich ein Russe eine Software geschrieben, mittels derer man ein Zählwerk der Betriebsstunden einfach zurückstellen kann .. finde ich aber nirgends.
Und dann würde ich gerne eine Liste anlegen mit geplanten Bruchstellen ... es gibt schon die Seite "Murks Nein Danke" und Stefan Schridde ist sehr bemüht, aber es wirkt sich nicht wirklich auf die Masse aus - also machen die weiter.
Ich stamme halt noch aus einer Generation, in der man ein kaputt gegangenes Gerät einfach repariert hat oder hat reparieren lassen, was sehr selten vorkam, denn Geräte, die kaputt gingen, hatten schnell einen schlechten Ruf. Ich weigere mich einfach, diese Wegwerfwirtschaft länger hinzunehmen - auch im eigenen Interesse, denn wenn ein neuer Schlauch des Staubsaugers teurer ist als ein neues Gerät, nur weil ein Plastikgewinde am Schlauch gesprungen ist, das vielleicht 5 Euro kostet und man daher ein an sich gutes Gerät wegwirft und ein neues kauft - was kostet das an Resourcen, Wasser, Rohstoffen, Transport, Verschmutzung - und zusätzlichem Abfall - ich mag nicht mehr
Ich geh jetzt einen neuen Ventilator kaufen, weil es ohne hier nicht auszuhalten ist - und genau das ist das Problem -- was kann ein Einzelner schon tun und wir alle machen die Menge, die diese Wegwerfwirtschaft nährt.
Eine solche Liste mit Software ins Netz zu stellen oder Reparaturanleitungen abseits der offiziellen wäre vielleicht ein Anfang. Wer bessere Ideen hat - ich bin zu jeder Schandtat bereit.
Und jetzt geh ich halt zwangsläufig und unterstütze die Wegwerfindustrie mit einem neuen Gebläse
Danke und Grüße B.
Gesendet: Donnerstag, 23. Juli 2015 um 12:10 Uhr Von: "Thomas Klausner" <domm@cpan.org> An: metalab@lists.metalab.at Betreff: Re: [Metalab] geplante Obsoleszent
Hi!
On Thu, Jul 23, 2015 at 11:51:11AM +0200, BDuN@gmx.net wrote:
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Also ich bezweifel mal ganz massive, dass (d)ein Ventilator eine elektronische Steuerung hat, von Software ganz zu schweigen. Oder hat du ein wirklich fancy Ding mit Internetanschluss?
Und eine elektische Steuerung kann man mit keiner Software resetten. Da ist vielleicht ein Kabel durchgeschmort / rausgerutscht. Ein Ventilator ist ja nur ein E-Motor mit Schalter...
Schoene Gruesse, domm
-- #!/usr/bin/perl http://domm.plix.at for(ref bless{},just'another'perl'hacker){s-:+-$"-g&&print$_.$/} __END__ Jeden Tag ein Foto: http://domm.plix.at/potd.html
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On Don, 2015-07-23 at 12:49 +0200, BDuN@gmx.net wrote: [...]
geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
In .at gekaufte Mobilien haben alle 2 Jahre Gewährleistung. Bernd -- "I dislike type abstraction if it has no real reason. And saving on typing is not a good reason - if your typing speed is the main issue when you're coding, you're doing something seriously wrong." - Linus Torvalds
On Don, 2015-07-23 at 12:49 +0200, BDuN@gmx.net wrote: [...]
geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
Am 2015-07-23 13:18, schrieb Bernd Petrovitsch:
In .at gekaufte Mobilien haben alle 2 Jahre Gewährleistung.
Genau. Du verwechselst naemlich 1. Garantie, das ist eine vom Hersteller _freiwillig_ gegebene Option das Geraet zu reparieren oder auszutauschen innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit 2. Gewaehrleistung, das ist das was gesetzlich vorgeschrieben ist und zwei Jahre gilt, unumstoesslich auf alles was beweglich ist (mobil, im Gegensatz zu Immobilien, also zB Gebaeuden). Die zwei Jahre sind aber leider so: im ersten halben Jahr muss der Hersteller beweisen dass Du den Schaden verursacht hast, ab dann musst Du beweisen dass der Schaden schon im Kaufzeitpunkt vorhanden bzw angelegt war. Jetzt ist halt die Frage: kann man beweisen dass es bereits angelegt war. Liebe Gruesse Astrid
On Don, 2015-07-23 at 14:46 +0200, astrid.gruber@nunmehr.at wrote:
On Don, 2015-07-23 at 12:49 +0200, BDuN@gmx.net wrote: [...]
geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
Am 2015-07-23 13:18, schrieb Bernd Petrovitsch:
In .at gekaufte Mobilien haben alle 2 Jahre Gewährleistung.
Genau. Du verwechselst naemlich 1. Garantie, das ist eine vom Hersteller _freiwillig_ gegebene Option das Geraet zu reparieren oder auszutauschen innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit Und es muß explizit im Kaufvertrag (oder sonstwo) drin stehen, was alles Garantiebedingungen etc. sind - da gibt es nix im Gesetz. 2. Gewaehrleistung, das ist das was gesetzlich vorgeschrieben ist und zwei Jahre gilt, unumstoesslich auf alles was beweglich ist (mobil, im Gegensatz zu Immobilien, also zB Gebaeuden). Die zwei Jahre sind aber Außer Du hast das Gerät am Flohmarkt oder privat gekauft (oder B2B) - dann *kann* man die Gewährleistung auch ganz anders regeln. Im B2C muß die mind. 2 Jahre sein .... leider so: im ersten halben Jahr muss der Hersteller beweisen dass Du den Schaden verursacht hast, ab dann musst Du beweisen dass der Schaden schon im Kaufzeitpunkt vorhanden bzw angelegt war.
Der Schaden muß bei der Gewährleistung immer schon zum Kaufzeitpunkt vorhanden gewesen sein (deshalb zieht die Gewährleistung bei Verschleißteilen wie Bremsbelägen idR - so nach Tag 3;-) - nicht wirklich). Klarerweise kann der Händler nach 6 Monaten steif und fest behaupten, daß er nicht glaubt, daß man nichts falsches gemacht hat und man möge es bitte "beweisen" (und ja, das ist mbMn ein Fehler im Gesetz und zeigt nur die wahre Macht zwischen Händler und Konsumentenseite). aber wie beweise ich, was ich alles schlechte nicht gemacht hab? Oder will mir der unterstellen, daß ich das Gerät nur deshalb künstlich schrottte, daß ich dann Probleme mit dem Ersatz provoziere? Naja, und wenn Händler so reagieren, wird man das dann auch weitererzählen ...
Jetzt ist halt die Frage: kann man beweisen dass es bereits angelegt war.
Der erste Versuch wird schlauerweise sein, dort mal nett und freundlich zu fragen, wie dann das passieren kann etc. - zumindest größere HiFi-Ketten, wo man obiges kaufen kann, tauschen kaputtes unkompliziert bzw. schicken zur Reparatur ein (weil sonst mühsam und vllt. schlechter Ruf ....). Ansonsten indirekt: die gesetzliche Gewährleistung gilt 2 Jahre, also wird das Gerät so gebaut sein, daß es locker so lange hält - eher 3-5 Jahre, oder? Wenn dann das Gerät schon nach einem Jahr (statt 3 Jahren) kaputt geht (und keine offensichliche Beschädigung etc.), dann muß es zum Kaufzeitpunkt schon einen Schaden gehabt haben - wie sollte es sonst kaputt gehen? MfG, Bernd -- "I dislike type abstraction if it has no real reason. And saving on typing is not a good reason - if your typing speed is the main issue when you're coding, you're doing something seriously wrong." - Linus Torvalds
Nur so als Info: wenn bei Amazon etwas kauft, wo Amazon als Händler auftritt, kann man sich wegen der Gewährleistung (nicht nur Garantie) an Amazon wenden. Dazu muss man die Bestellung aufrufen, dann einen Rücksendeschein drucken und das Gerät formlos an Amazon senden. Da wurde bei mir bisher nie nachgefragt oder irgendwas von wegen "Fehlerquelle muss als vom Hersteller-kommend"-nachgewiesen werden.. Im FAQ von Amazon steht, dass nach Prüfung entweder die Reparatur oder Geld-zurück vom Käufer gewählt werden kann - bei mir wurde jedoch beide Male (einmal ein Verstärker 500€++ und einmal ein Rasierer < 30€) sofort das Geld überwiesen. Liebe Grüße, Constantin PS: kann mir bitte kurz jemand ein <ACK/> schicken damit ich weiß das meine Mails auch auf der Mailingliste ankommen? Bin mir da vom Handy nicht sicher .. Danke! PPS: Scheint so als ob die Mails vom Handy nicht ankommen :(
nur zweng der vollständigkeit: das umrechnen von euro auf schilling nur dann sinnvoll, wenn man die inflation mitrechnet. wenn man die der einfachheit halber mal bei 3% ansetzt, dann hätte dein ventilator in 2002-schillingen irgendwo in der gegend von 300,— gekostet. sprich: ein emotionaler umrechnungskurs liegt in der gegend von 1:10. wer immer das genauer machen möchte - und es würde mich jetzt wundern, wenn hier in der liste niemand darauf anspringt - sei dazu eingeladen. grs ptr
On 23.07.2015, at 12:49, BDuN@gmx.net wrote:
hi, erstmal Entschuldigung für das T - es heißt Obsoleszenz - bei dem Wort dersteß ich mich immer irgendwo, keine Ahnung warum ..
nein, mein Ventilator ist aus Plastik bzw Kunststoff und ein "Wegwerfprodukt" für 30 Euro, was immerhin 420,- Schilling gewesen wären. An den komm ich nicht mal mit dem Schraubenzieher ran, weil er geklebt ist. Der teurere aus Metall hätte das Dreifache gekostet und hatte 2 Jahre Gewährleistung - also um ein Drittel teurer, weil man davon ausgehen kann, daß er nach den 2 Jahren auch krepiert.
Mir gehts allgemein um das Sterben für die Müllhalde - habe mir den Film Midway angeschaut, die Insel der Albatrosse, die ihre Küken mit dem Plastik füttern und vor der Kamera elendiglich verrecken - Der 7. Kontinent, Midwayfilm.com wen es interessiert und ich möchte nicht nur im eigenen, sondern im allgemeinen Interesse gerne was tun .. schön, wenn beides zusammenpaßt.
Für Staubsauger hat angeblich ein Russe eine Software geschrieben, mittels derer man ein Zählwerk der Betriebsstunden einfach zurückstellen kann .. finde ich aber nirgends.
Und dann würde ich gerne eine Liste anlegen mit geplanten Bruchstellen ... es gibt schon die Seite "Murks Nein Danke" und Stefan Schridde ist sehr bemüht, aber es wirkt sich nicht wirklich auf die Masse aus - also machen die weiter.
Ich stamme halt noch aus einer Generation, in der man ein kaputt gegangenes Gerät einfach repariert hat oder hat reparieren lassen, was sehr selten vorkam, denn Geräte, die kaputt gingen, hatten schnell einen schlechten Ruf. Ich weigere mich einfach, diese Wegwerfwirtschaft länger hinzunehmen - auch im eigenen Interesse, denn wenn ein neuer Schlauch des Staubsaugers teurer ist als ein neues Gerät, nur weil ein Plastikgewinde am Schlauch gesprungen ist, das vielleicht 5 Euro kostet und man daher ein an sich gutes Gerät wegwirft und ein neues kauft - was kostet das an Resourcen, Wasser, Rohstoffen, Transport, Verschmutzung - und zusätzlichem Abfall - ich mag nicht mehr
Ich geh jetzt einen neuen Ventilator kaufen, weil es ohne hier nicht auszuhalten ist - und genau das ist das Problem -- was kann ein Einzelner schon tun und wir alle machen die Menge, die diese Wegwerfwirtschaft nährt.
Eine solche Liste mit Software ins Netz zu stellen oder Reparaturanleitungen abseits der offiziellen wäre vielleicht ein Anfang. Wer bessere Ideen hat - ich bin zu jeder Schandtat bereit.
Und jetzt geh ich halt zwangsläufig und unterstütze die Wegwerfindustrie mit einem neuen Gebläse
Danke und Grüße B.
Gesendet: Donnerstag, 23. Juli 2015 um 12:10 Uhr Von: "Thomas Klausner" <domm@cpan.org> An: metalab@lists.metalab.at Betreff: Re: [Metalab] geplante Obsoleszent
Hi!
On Thu, Jul 23, 2015 at 11:51:11AM +0200, BDuN@gmx.net wrote:
Habe gelesen, daß es irgendwo eine Liste geben soll mit Software, mittels derer man die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Geräte einfach wieder auf Anfang stellen kann . nur habe ich bislang nichts gefunden ...
Also ich bezweifel mal ganz massive, dass (d)ein Ventilator eine elektronische Steuerung hat, von Software ganz zu schweigen. Oder hat du ein wirklich fancy Ding mit Internetanschluss?
Und eine elektische Steuerung kann man mit keiner Software resetten. Da ist vielleicht ein Kabel durchgeschmort / rausgerutscht. Ein Ventilator ist ja nur ein E-Motor mit Schalter...
Schoene Gruesse, domm
-- #!/usr/bin/perl http://domm.plix.at for(ref bless{},just'another'perl'hacker){s-:+-$"-g&&print$_.$/} __END__ Jeden Tag ein Foto: http://domm.plix.at/potd.html
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::DVR 0005886:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: any sufficiently advanced statistic is indistinguishable from magic. [arthur c. clarke]
hi Peter WENN schon, dann gründlich - da mußt du auch die Einkommensverluste berücksichtigen! Nur ein Beispiel ich habe Ende der 70er Jahre einen - zugegeben - sehr gutbezahlten Job gehabt, bei dem ich etwa 25.000 Schilling brutto hatte - das wären gute 1.800,- Euro heutzutage dazu hatte ich eine Wohnung am Praterstern, 146 m2 um 1.600 Schilling Monatsmiete Mein Mustang hat als Vorführwagen mit 3.000 km drauf beim Hinteregger in Wiener Neudorf knapp 140.000 Schilling gekostet .. 1 l Benzin war aber höllisch teuer - um die 7,- Schilling, vor dem Ölpreisschock warens etwa 2,5 Schilling gewesen Mein Vater als Beamter hat damals etwa 12.000 Schilling verdient, meine Mutter etwas weniger, um die 10,000 Die Gemeindewohnung meiner Großmutter mit ca 55 m2 hat monatlich 170,- Schilling gekostet .. Wenn du das alles umrechnest, wirst du merken, daß die Inflation seit dem Euro unser kleinster Problem ist ! Viel Spaß und gute Nacht ;-) Britta
Gesendet: Samstag, 25. Juli 2015 um 22:21 Uhr Von: "peter purgathofer" <purg@igw.tuwien.ac.at> An: "Metalab General Discussion List" <metalab@lists.metalab.at> Betreff: Re: [Metalab] geplante Obsoleszent
nur zweng der vollständigkeit: das umrechnen von euro auf schilling nur dann sinnvoll, wenn man die inflation mitrechnet. wenn man die der einfachheit halber mal bei 3% ansetzt, dann hätte dein ventilator in 2002-schillingen irgendwo in der gegend von 300,— gekostet.
sprich: ein emotionaler umrechnungskurs liegt in der gegend von 1:10.
wer immer das genauer machen möchte - und es würde mich jetzt wundern, wenn hier in der liste niemand darauf anspringt - sei dazu eingeladen.
grs ptr
etalab
Teilnehmer (10)
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astrid.gruber@nunmehr.at -
BDuN@gmx.net -
Bernd Petrovitsch -
Constantin Hofstetter -
Johannes Lerch -
peter purgathofer -
Philip Poten -
Skulker -
Thomas Klausner -
Thomas R. Koll