Expertensuche: geschützte Musik / offenes Archiv / freies Radio
Bin auf der Suche nach einem Wissenden (oder jemandem, der jemanden kennt... :-) ) hinsichtlich folgender Problemstellung: Die Sendungsmacher von sogenannten "freien Radios" haben grundsᅵtzlich Interesse, ihre Sendungen zu archivieren und auch als Archivdatei zum Download oder Stream anzubieten. Dies geschieht in ᅵsterreich recht gut und vielgenutzt ᅵber das CBA (Cultural Broadcast Archive). Die freien Radios haben einen Rahmenvertrag mit der AKM hinsichtlich der Nutzung geschᅵtzter Musikwerke bei der Live-Ausstrahlung. Die Nutzung fᅵr spᅵtere Downloads ist allerdings finanziell nicht gedeckt und vertraglich nicht geregelt. Hier stellt sich folgende Problematik: Gibt es einen juristisch einwandfreien Weg, Musikstᅵcke (insbesondere solche die in Musiksendungen gesendet wurden) "unbrauchbar" zu machen, sodass eine weitere Lizensierung nicht notwendig ist? Eine unverbindliche Aussage seitens der freien Radios besagt, dass ein teilweises "ᅵbersprechen" der Musik durch den Moderator ausreichend wᅵre. Andere Meinungen sind dahingehend, dass die Musiktitel zusᅵtzlich nach einer gewissen Lᅵnge abgeschnitten werden sollten. Die drastischste Meinung wᅵre, dass eine komplette Entfernung der Musiktitel nᅵtig sind, um rechtlich unbedenklich zu agieren. Was bei der Archivierung von Musiksendungen relativ absurd erscheint ;-) Vielleich kann mir ja jemand weiterhelfen oder einen Kontakt nennen? Liebe Grᅵᅵe Florian Machl P.S.: Wie siehts eigentlich mit einem Metalab Radioprojekt aus?
Jay Vaughan schrieb:
P.S.: Wie siehts eigentlich mit einem Metalab Radioprojekt aus?
We're building up the gear this week .. had to get the room a bit cleaned up first, and now that scripty has that done, we'll get everything set up and working this week ..
not fully done yet. needs a new version of this green floor/carpet thingy from baumarkt and one last cleaning run. 2h will do the trick muzzak ole! scripty
Hi
Von: scriptythekid <dr.knox@gmx.at> An: Metalab General Discussion List <metalab@lists.metalab.at> Betreff: Re: [Metalab] Expertensuche: gesch�tzte Musik / offenes Archiv / freies Radio
Jay Vaughan schrieb:
P.S.: Wie siehts eigentlich mit einem Metalab Radioprojekt aus?
We're building up the gear this week .. had to get the room a bit cleaned up first, and now that scripty has that done, we'll get everything set up and working this week ..
not fully done yet. needs a new version of this green floor/carpet thingy from baumarkt and one last cleaning run. 2h will do the trick
muzzak ole! scripty
could we get rid of the green carpet altogether? i mean it looks awful and is the worst type of floor we have in the lab. maybe we could buy some decent looking carpet which is even easier to clean? kind regards, m68k -- Psssst! Schon vom neuen GMX MultiMessenger geh�rt? Der kann`s mit allen: http://www.gmx.net/de/go/multimessenger
Servus Florian! Florian Machl schrieb:
Bin auf der Suche nach einem Wissenden (oder jemandem, der jemanden kennt... :-) ) hinsichtlich folgender Problemstellung:
mal sehen ob ich helfen kann, mache Radio in div. Freien Radios
Die Sendungsmacher von sogenannten "freien Radios" haben grundsätzlich Interesse, ihre Sendungen zu archivieren und auch als Archivdatei zum Download oder Stream anzubieten. Dies geschieht in Österreich recht gut und vielgenutzt über das CBA (Cultural Broadcast Archive).
nicht nur, es gibt dann noch Das Sendungsarchiv von Radio ORANGE 94.0 sendungsarchiv.o94.at u. für Deutschland, Schweiz u. Österreich www.freie-radios.net alles im Verbund der Freien Radios, die CBA ist in der Wartung der Linzer, Radio Fro In jedem Fall hast Du recht, wer ein interessantes Angebot via Äther macht, kann damit österreichweit u. über die Grenzen hinweg sein Zielpublikum erreichen.
Die freien Radios haben einen Rahmenvertrag mit der AKM hinsichtlich der Nutzung geschützter Musikwerke bei der Live-Ausstrahlung. Die Nutzung für spätere Downloads ist allerdings finanziell nicht gedeckt und vertraglich nicht geregelt.
Stimmt genau, alle Freien Radios legen zusammen u. zahlen einen Pauschalbeitrag, wobei die 2 grössten Radios, das ist Linz u. Wien, den Löwenanteil davon berappen. Gedeckt ist damit alles was on AIR geht. Der Download nach Ausstrahlung dient in erster Linie zum Programmaustausch unter den Sendern. Natürlich sind wir Radiomacherinnen natürlich froh über jedes interesse unserer Sendungen, no na Nur versehen wir alle unsere Sendungen zum Download mit genauen Lizenzbestimmungen. zb. CC by ... xy. Dh. wenn Du die Datei runter lädst, musst Du Dich an die Lizenz halten. Das hat aber nichts mit GEMA in DE u. AKM in AT zu tun. Wenn Du ein File wieder aufführst, dann musst Du Dich selbst darum kümmern. Der Download selbst ist derzeit in einer Grauzone. In Deutschland hat das dazu geführt, dass man auf www.freie-radios.net den Nutzerkreis eingeschränkt hat u. man muss einen Account haben. Das könnte im Zweifel auch mit der CBA oder dem Sendungsarchiv passieren, wenn man anders keine Einigung erzielt u. man sich juristisch absicher möchte.
Hier stellt sich folgende Problematik: Gibt es einen juristisch einwandfreien Weg, Musikstücke (insbesondere solche die in Musiksendungen gesendet wurden) "unbrauchbar" zu machen, sodass eine weitere Lizensierung nicht notwendig ist? nein, warum auch jeder der im Kreis der Freien Radios ist, hat ja ein Agreement u. alle anderen die dies als Podcast beziehen, hmmm deklarieren wir das mal für den Privatgebrauch.
Sag bitte lieber, was Du vor hast u. warum so einen Aufwand treiben?
Eine unverbindliche Aussage seitens der freien Radios besagt, dass ein teilweises "übersprechen" der Musik durch den Moderator ausreichend wäre. sorry, dass ist nicht richtig Der einzige Unterschied zu Freien u. kommerziellen Radios ist, dass die kommerziellen oder öffentlich-rechtlich genau buchführen müssen, ob u. wie lange ein Titel gespielt wurde. Ob dies als Hintergrundsound (Soundbett) oder ob darüber moderiert wurde.
Bei uns Freien Radios ist das egal, wir zahlen ja nur eine Pauschale. Daher müssen wir auch nichts .... oder bis jetzt nichts dokumentieren. Jedoch müssen alle Mitschnitte die 24/7 aufgezeichnet wurden bis zu 7 Jahren aufgehoben werden. Wir müssen auf Urheberrecht u. Medienrecht penibel aufpassen u. an die Geetze halten. Es kann ein Gericht sogar 3 Jahre rückwirkend wegen einer Sendung aktiv werden. Daher ist eine genaue Kenntnis der Gesetze als Radiomacher unverzichtbar.
Andere Meinungen sind dahingehend, dass die Musiktitel zusätzlich nach einer gewissen Länge abgeschnitten werden sollten. Die drastischste Meinung wäre, dass eine komplette Entfernung der Musiktitel nötig sind, um rechtlich unbedenklich zu agieren. Was bei der Archivierung von Musiksendungen relativ absurd erscheint ;-)
alles Legendbildung!
Vielleich kann mir ja jemand weiterhelfen oder einen Kontakt nennen?
hiermit selbst geoutet, Kontaktdaten stehen in der Signature
P.S.: Wie siehts eigentlich mit einem Metalab Radioprojekt aus?
*hüstel* also eh nie ;-) *Insiderjoke* lg. manfred -- Manfred Krejcik, freier Journalist Redaktion Netwatcher - www.netwatcher.at // Sende- und Redaktionsleitung // ORANGE 94,0 - das Freie Radio in Wien Wien UKW 94.0 / Wr. Kabel UKW 92.7 presse@netwatcher.at / manfred.krejcik@netwatcher.at Kontakt: Postfach 39, A-1037 Wien Handy: +43 0676 500 65 91 | Skype: mdoser --------------------------------------------------- stellvtr.Obmann Redaktionsverein.at v. ORANGE 94.0 ZVR: 430379315
Servus Manfred, Danke fᅵr Deine ausfᅵhrliche Antwort. Die juristischen Bedenken kommen derzeit hauptsᅵchlich aus dem Haus von FRO bzw. auch B-138 selbst. Ich betreibe eine monatliche Sendung auf B-138 die im CBA zum Download angeboten wird. Laut Auskunft der genannten freien Radios ist es rechtlich nur dann unbedenklich, wenn die Musik komplett entfernt wurde. Eine schwammige Lᅵsung wᅵre das erwᅵhnte ᅵbersprechen der Titel, was wir derzeit auch tun. In jedes Musikstᅵck werden vor dem Angebot als Podcast ein bis zwei kurze Moderationstexte eingeschnitten. Eine zeitsparende Lᅵsung ist das natᅵrlich nicht und die Hᅵrer sind darᅵber auch sehr unglᅵcklich. Wie funktioniert das derzeit im Orange Archiv? Wer trᅵgt die Haftung, falls doch "Schadenersatzansprᅵche" im Sinne von nachgeforderten Lizenzgebᅵhren gestellt wᅵrden? LG Florian
Florian Machl schrieb:
Servus Manfred,
Danke für Deine ausführliche Antwort. Die juristischen Bedenken kommen derzeit hauptsächlich aus dem Haus von FRO bzw. auch B-138 selbst.
Interessant, es gab im Dezember ein Treffen namens Civilmedia 08 in Salzburg, da waren auch einige von FRO dabei. Über diesen Punkt hab ich keinen Schwerpunkt gefunden worüber wir gesprochen hätten.
Ich betreibe eine monatliche Sendung auf B-138 die im CBA zum Download angeboten wird. Gratuliere! Fro mag unsere Sendung, B-138 überlegt noch, will öfter mal von cba übernehmen Laut Auskunft der genannten freien Radios ist es rechtlich nur dann unbedenklich, wenn die Musik komplett entfernt wurde.
ja stimmt, aber wer macht das? Das zieht dem ganzen die Zähne, ohne Musik. Aber man kann Lizenfreie Musik verwenden. zb. Open Music Conest.org
Eine schwammige Lösung wäre das erwähnte Übersprechen der Titel, was wir derzeit auch tun. das kann ich mir nicht vorstellen, wenn es jemand darauf anlegt, dass er das übersprechen akzeptiert
also entweder sind daraus Rechte abzuleiten, egal ob man drüber spricht oder nicht. Genauso gut könnte man ja darauf verzichten.
In jedes Musikstück werden vor dem Angebot als Podcast ein bis zwei kurze Moderationstexte eingeschnitten. Eine zeitsparende Lösung ist das natürlich nicht und die Hörer sind darüber auch sehr unglücklich. halte ich auch nix davon, es zielt am Problem vorbei
Wie funktioniert das derzeit im Orange Archiv? Wer trägt die Haftung, falls doch "Schadenersatzansprüche" im Sinne von nachgeforderten Lizenzgebühren gestellt würden?
also mom. gilt, keine schlafenden Hunde wecken Haftung übernehmen wir Sendungsverantwortliche die jedes Jahr für 12 weitere Monate dafür unterschreiben u. grade stehen lgm.
[ Nachfolgendes hatte ich letztes getippt, aber dann nicht abgeschickt [ weil nicht fertig. Jetzt schick ichs dennoch hab. On Sun, 18 Jan 2009 13:19:22 +0100 Florian Machl wrote:
Bin auf der Suche nach einem Wissenden (oder jemandem, der jemanden kennt... :-) ) hinsichtlich folgender Problemstellung:
Die Sendungsmacher von sogenannten "freien Radios" haben grundsätzlich Interesse, ihre Sendungen zu archivieren und auch als Archivdatei zum Download oder Stream anzubieten. Dies geschieht in Österreich recht gut und vielgenutzt über das CBA (Cultural Broadcast Archive). Die freien Radios haben einen Rahmenvertrag mit der AKM hinsichtlich der Nutzung geschützter Musikwerke bei der Live-Ausstrahlung.
nur so aus Interesse: ist eigentlich der Livestream auch umfasst? s.a. http://www.internet4jurists.at/gesetze/bg_urhg1a.htm#%C2%A7_59a.
Die Nutzung für spätere Downloads ist allerdings finanziell nicht gedeckt und vertraglich nicht geregelt.
dann ist es riskant das anzubieten
Hier stellt sich folgende Problematik: Gibt es einen juristisch einwandfreien Weg, Musikstücke (insbesondere solche die in Musiksendungen gesendet wurden) "unbrauchbar" zu machen, sodass eine weitere Lizensierung nicht notwendig ist? Eine unverbindliche Aussage seitens der freien Radios besagt, dass ein teilweises "übersprechen" der Musik durch den Moderator ausreichend wäre.
wishful thinking, IMHO. Wird schon herumgestritten ob man paar Sekunden zitieren darf. http://www.internet4jurists.at/urh-marken/faq_urh1a.htm#sonstige
Andere Meinungen sind dahingehend, dass die Musiktitel zusätzlich nach einer gewissen Länge abgeschnitten werden sollten. Die drastischste Meinung wäre, dass eine komplette Entfernung der Musiktitel nötig sind, um rechtlich unbedenklich zu agieren. Was bei der Archivierung von Musiksendungen relativ absurd erscheint ;-)
Archivieren ist eine Sache, Zurverfuegungstellen eine andere
Vielleich kann mir ja jemand weiterhelfen oder einen Kontakt nennen?
naja, auf http://www.i4j.at gibts ein Forum. Fragen hinreichend abstrakt formulieren, damit es nicht als Rechtberatung gilt. Einen Freibrief a la "ein bissl reinreden und gut ists" wirds aber nicht geben. auf https://lizenzshop.akm.co.at/Lizenzshop/pages/common/home.jsf sind auch div. Online-Dienste erwaehnt aber oft wird am Ende des Dialogs auf persoenliche Ruecksprache verwiesen weils dafuer noch keine Lizenz- modell gibt. Aber auch fuer strictly non commercial ist das kaum erschwinglich wenn es insgesamt nicht nur ein paar Minuten sind. Ciao, Peter
Teilnehmer (6)
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Peter Kuhm -
scriptythekid