frank@lynix.net wrote:
Ein Markt verh�lt sich immer gleich (nach Naturgesetzen), also wie kann er ein Problem sein, wenn man an seinen Grundfesten nichts �ndern kann?
Hossa!
Ein Markt ist ein von Menschen ersonnenes Konstrukt. Das hat rein gar nichts mit Natur oder "Naturgesetzen". "Naturgesetzt" ist ein sehr schlechter Begriff: Dabei handelt es sich schlie�lich in keinster Weise um eine Vorschrift oder sonstwie kodifizierte Regeln.
Nunja, genau in diesem Punkt bin ich eben anderer Meinung. M�rkte gibt es weit l�nger als den Menschen - im Grunde ist z.B. jede Nahrungskette samt ihrem pseudostabilen Gleichgewicht ein Markt: Der L�we konsumiert Gazellen. Er muss aber Arbeiten (Jagen) um diese Ressource in Anspruch nehmen zu k�nnen. Je h�her das Angebot an Gazellen, de�to weniger Arbeit muss der L�we aufwenden.
Und "Arbeitsmarkt" ist ein schlechter Begriff, weil dann immer jemand daherkommt und behauptet, der unterliege "Naturgesetzen" ("Das liegt am Verh�ltnis von Angebot und Nachfrage, wei�t du. So ein Markt ist n�mlich ein sich selbst regulierendes System, wo besser keiner reinpfuscht."), und einem letztlich doch blo� einreden wollen, da� man weniger Lohn bekommen sollte.
Solange mehr Menschen Arbeit suchen als es Arbeit gibt, werden die L�hne sinken (weil sich salopp gesagt, immer ein trottel findet ders f�r weniger macht um an den job zu kommen) Oder dreh den Spie� um, und mach einen Job den nur wenige k�nnen, der aber gefragt ist, und schau gelassen zu wenn sich firmen mit Gehaltsangeboten gegenseitig �bertrumpfen. Selbst in regulierten (planwirtschaftlichen) Systemen kann man diese Effekte beobachten - dort ist es dann halt die Korruption, die markttypische Eigenschaften aufweist. Klar kann man (als Politische Instanz z.B.) reinpfuschen, allerdings darf man dabei nicht der Illusion erliegen, die Regeln brechen zu k�nnen. lg, Stephan