johannes lerch wrote:
Menschliche Gesellschaften und Konstrukte bewegen sich meiner Meinung nach aber auch innerhalb der Naturgesetze. Aber ich gebe dir in dem Punkt Recht das 'Naturgesetze' (bzw. traditionen und gewohnheiten die blos aufgrund ihres alters in den Rang eines Naturgesetzes erhoben werden) viel zu oft als Ausrede hergehalten werden. So denken ja viele es ist eine Art Naturgesetz das es in einer Organisation immer eine F�hrungsschicht geben muss sonst ist alles zum scheitern verurteil. so ala das war scho immer so und des wird immer so bleiben, und wenn der Knecht ein Herr sein will wirds a Ungl�ck geben
Hier bin ich grunds�tzlich deiner Meinung, allerdings bedingen Naturgesetze dass sich Hierachien als Konsequenz der ersten Konfliktl�sungsstrategie (Unterwerfung), die zusammenleben und �berleben beider Parteien erm�glicht, entwickelt haben. Nachdem in jeder Gruppe irgendwann Konflikte auftreten werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch irgendwann Konflikte geben wird, die nicht mehr mittels Konsens oder Kompromiss bew�ltigt werden k�nnen. Der n�chste logische Schritt w�re dann die Delegation, wenn diese Instanz aufgrund mangelnder Hierachie aber fehlt, wird die Gruppe versuchen, eine derartige Instanz zu schaffen. Schl�gt das auch fehl, ist ein Kampf um die Vorherrschaft, und letztendlich die Aufl�sung (bzw. die Flucht einzelner aus) der Gruppe unvermeidlich. Insofern beg�nstigt die Konflikttheorie, welche ich durchaus im Bereich der Naturgesetze sehe, die Entwicklung von Hierachien, weswegen sich dieses Prinzip auch �berall auf der Erde (bei allen Lebewesen) durchgesetzt hat. Eine Gruppe ohne Hierachien muss in der Lage sein, jegliches Problem zumindest im Kompromiss zu l�sen. Jeder, der schon einen oder mehrere Menschen in der Kategorie "mein(e) Ex" stehen hat, wei� dass das nicht ganz so einfach ist. Die Scheidungsraten zeigen auch ein deutliches Bild, seit es in Zweierbeziehungen immer weniger Hierachien gibt. lg, Stephan