Wahlkampf ist Wahlzuckerlzeit - was sind SPᅵ / ᅵVP / Grᅵne / FPᅵ unsere Bᅵrgerrechte wert? beim August q/talk stellt Georg Markus Kainz diese brisanten Fragen an: BM Fekter angefragt, ᅵVP Martin Prager, SPᅵ NR Peter Pilz, DieGrᅵnen NR Peter Fichtenbauer, FPᅵ Datum: 26. August 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00) Ort: Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55 Der Preis der Vollkaskogesellschaft Wann immer in einem Krimi die Polizei ihre Befugnisse ᅵberschreiten mᅵchte, wird diese mit den Worten legitimiert: "Sie haben ja nichts zu verbergen" - Jeder der auf seine Rechte besteht macht sich damit automatisch verdᅵchtig. Dieser laxe Umgang mit unseren Rechten erinnert fatal an Strategien nach dem Anschluss. Schrittweise werden immer mehr Bereiche unseres Lebens elektronisch ᅵberwacht. Neben Videoᅵberwachung ᅵffentlicher Plᅵtze und dem ᅵffentlichen Verkehr wird auch der Individual-Verkehr durch Section-Control, Autobahn-Maut und Nummerntafelerfassung immer lᅵckenloser ᅵberwacht. Durch Speicherung der Verbindungsdaten werden unsere Emails, unser Surf-Verhalten und unsere Telefonate ᅵberwacht. War im Biedermeier das private Wohnzimmer noch fᅵr die polizeiliche Bespitzelung tabu, so ist durch die elektronische Revolution diese Barriere lᅵngst gefallen. Nach der Videoᅵberwachung der Mᅵlltonnen sollen jetzt auch die Waschkᅵchen von Wiener Wohnen zentral ᅵberwacht werden - Mittels RFID wird das Waschverhalten der Mieter zentral kontrolliert. Die zentrale ᅵberwachung scheint ᅵberhaupt das liebste Kind eines modernen Bᅵrokraten zu sein: Zentrales Melde- und Vereinsregister, Arzneimittel Sicherheitsgurt, Lebenslange Gesundheitsakte (ELGA), Bildungsevidenz ... Diese schier unᅵberschaubare Masse an Daten ᅵber uns scheint die Untersuchungsrichter zu ᅵberfordern, da die Polizei statt mit einem richterlichen Beschluss lieber das SPG zur Hilfe nimmt - und damit jegliche richterliche Kontrolle ausschaltet. In das gleiche Horn stoᅵen Arbeitgeber und Industrie, die das Geschᅵft mit der Angst fᅵr die Mitarbeiterbespitzelung nᅵtzen, um Produktivitᅵt und Leistungsbereitschaft durch ᅵberwachungsdruck zu erzwingen. Die Bᅵrgerrechte scheinen so antiquiert, dass man sie gerne als Relikt des letzten Jahrtausends betrachten wᅵrde - und frei nach dem Motto der deutschen CSU, die rechts von ihr keinen Platz im politischen Spektrum zulassen will, ᅵberbieten sich die Parteien in neuen Ideen, wie der Bᅵrger ᅵberwacht und entmᅵndigt werden kann. Wahlkampf ist Wahlzuckerzeit und wir wollen wissen, wer unsere Bᅵrgerrechte mit entsprechendem Respekt betrachtet und auf Augenmaᅵ und Demokratie achtet. Auf unseren Datenschatten haben wir weder Einfluss, noch Mᅵglichkeit vor diesem zu entfliehen. Unser Preis ist ein transparentes Leben und der Verlust unserer persᅵnlichen Freiheit.