Am 07.03.19 um 22:47 schrieb Benjamin Oppermann:
..vor allem hat Britta ja nicht nur die Behauptung aufgestellt, die Firma willhaben könne auf unser Bankkonten zugreifen, sondern
Am Do, 7. Mär 2019, um 14:18, schrieb BDuN@gmx.net:
das seit Frühling 2018 wie **alle Firmen** unbeschränkten Zugriff auf Bankkonten hat .. **jede Firma** darf jetzt auf jedes Bankkonto zugreifen und nachsehen, welche Eingänge, Barbestände, Abbuchungen, Kredite etc darüber laufen ...
*Wie bitte???* Jede beliebige Firma soll nur deswegen, weil sie eine Firma ist, sich alle Bankkonten anschauen dürfen??? Bei diesem Satz habe ich schon begonnen, weitestgehend auf Durchzug zu schalten und meinen Hut aus Alufolie aufgesetzt...
Trotzdem nehm ich ihn jetzt kurz nochmal ab und frage, liebe Britta: Wie kommst du bitteschön auf solche Ideen?
Hi, falls das in Bezug zur Payment Service Directive 2 (psd2) steht, die übrigens erst am 14.9.2019 verpflichtend wird, dort ist keinesfalls geregelt, dass Banken "anderen Firmen" Zugriff auf die Konten gewähren müssen, sondern "nur", dass akkreditierte Kontoinformationsdienstleister Zugriff bekommen müssen wenn der Kunde seine Bank _ausdrücklich_ dazu beauftragt. Im Normalfall wird das so aussehen, dass der Kunde dazu z.B. einen elektronischen Auftrag per TAN o.ä. bei seiner Bank unterschreiben muss. Für jeden Dienstleister extra! Dort wird auch genau geregelt für welches Konto (also nicht blanko alle). Ein derartiges "Mandat" verfällt auch nach 90 Tagen und muss daher regelmäßig - aktiv durch den Kunden der Bank - erneuert werden. Also ganz sicher nix automatisch für alle Firmen, sondern nur auf ausdrücklichen Auftrag des Kunden für jede "Firma" extra. Der Bankkunde hat es also in der Hand wem er seine Bankdaten anvertraut. Ob das g'scheit ist und alle Kunden verstehen werden was sie da gerade unterschreiben steht auf einem anderen Blatt, aber der Grundgedanke der psd2 ist eine Öffnung der Konto- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen aber sicher nicht das Ende der "finanziellen" Privatsphäre... LG Wolfgang