Am 11.04.2014, 17:13 Uhr, schrieb G <der.gabriel@gmail.com>:
Ja, das ist korrekt, bzw. muss man AFAIK nicht mal explizit darauf verweisen. Wenn alle Einzelteile eine CE-Kennzeichnung haben, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das gesamte Teil die CE-Bedingungen erfüllen.
Wüsste nicht welche Normen das durchgehen lassen. Elektrotechnik eher keine... kenne aber nicht alle.
Habe das von einem Menschen erfahren, der angeblich CE-Konformitätserklärungen macht. Ein Beispiel aus der Praxis wären z.B. die vielen Computer-Schrauber, die nach Specs der Kunden einen PC mit bestimmten Bauteilen zusammenbauen. Da kann man ja auch nicht jede neue Kombination aus den Komponenten prüfen lassen.
Was ich von anderen kleinen Hardware-Herstellern gehört hab wird mit der CE-Kennzeichnung auch eher locker umgegangen, d.h. die kleben das mal einfach drauf und gehen davon aus dass schon alles passen wird. Ist normalerweise bei Geräten mit Niederspannung auch kein Problem. Ausnahmen sind z.B. selbst entworfenen Schaltungen mit hohen Frequenzen. Da kanns leicht passieren, dass man irgendwo am PCB eine Antenne gebaut hat, die dann ordentlich abstrahlt. Da ist eine EMV-Prüfung schon sinnvoll.
Die Hersteller die sowas machen würde ich meiden... :-)
Siehe oben, Beispiel PC-Schrauber. Oder eben viele diese Shops für Modellbau, Hacker, etc. Wenn z.B. irgend ein Modul für die Modelleisenbahn 5€ kostet und man höchstens ein paar hundert davon verkauft, kann man sich halt eine Prüfung um EUR 3500.- nicht leisten. Aber ja: Einen Ethernet-Switch, der dann vielleicht in kritischen Umgebungen zum Einsatz kommt würd ich auf jeden Fall auch im Labor prüfen lassen. @Overflo: IMHO sieht die Wahrheit so aus: Solange nix passiert, schert's keinen. Wenn was passiert, hast Du ein ernstes Problem. Wenn was passiert und Du hast eine Prüfung machen lassen, kannst Du zumindest einen Teil der Verantwortung auf den Prüfer abwälzen. Grüße! Georg