Im Metalab gibts Probleme die sich mit einem simplen, schwer zu exekutierendem "be excellent to each other" leider nicht "von selbst" lösen. Die Einführung eines Code of Conducts und der Anlaufstelle hat das alles etwas greifbarer gemacht. Aber nach ca 12 Jahren Metalab gibt's trotzdem einen gefühlten Männeranteil von 95%. Als ein (für alle) offener Raum sollte man sich Gedanken machen warum das so ist und wie man das realistisch ändern kann. Tatsächlich hat das Metalab bei einigen Frauen aufgrund von persönlichen Erfahrungen oder dem generellen Umgang schon einen sehr miesen Ruf. Das liefert schon mal eine schlechte Ausgangsposition wenn das Ziel ist, eine diversere Community zu schaffen. Es fängt schon damit an, dass man als Frau wie ein Alien angestarrt wird wenn man ins Lab kommt ... weils im Lab einfach so untypisch ist eine Frau zu sehen. (... das wurde mir mal aus erster Hand berichtet) Das Problem ist auch, dass es nicht "die perfekte Lösung" gibt um Sexismus im Lab abzuschaffen. Dafür sind Situationen oft zu unklar, zu verzwickt, Menschen zu voreingenommen, zu selbstsicher, zu unsicher, etc. Situationen & Menschen halt. Dazu kommt eben, dass der Ruf die Situation wie eine selbsterfüllende Prophezeiung noch schwieriger macht. Der CoC gibt schon mal einen Anhaltspunkt um Probleme zu begreifen und zu exekutieren, ist aber kein Garant um Sexismus zu verhindern ... am Ende muss die Community mitspielen. Der MetaInvasionDay ist auch nur ein Puzzleteil und soll auch kein dauerhaftes Ding sein. Hier meine Gedanken zum Antrag damals (vor ein paar Monaten): https://i.notice.at/temp/womans-only-day/ Wenn du realistische Vorschläge zur Verbesserung der Situation hast, kannst du die auch gerne liefern. Aber nachdem solche Diskussionen auf riesigen Mailinglisten bekanntlich zu rage-quits und Nervenverlusten führen. Die Anlaufstelle gibt dir auch dbzgl gerne Feedback und kann dich ggf auch bei der Umsetzung beraten oder unterstützen: anlaufstelle@metalab.at Anträge zur GV 2019: https://metalab.at/wiki/2019-07-21_Generalversammlung#Antr.C3.A4ge Protokoll: https://metalab.at/wiki/2019-07-21_Generalversammlung/Protokoll Code of Conduct: https://metalab.at/wiki/Code_of_Conduct lg andi On 02.11.19 15:29, Simon Hofer wrote:
Ok, dann mal etwas länger
Tatsächlich teile ich diese Sichtweise/Vorgehensweise eine sozial gerechte Gesellschaft zu erreichen nicht. Meiner Meinung nach werden damit superfizielle Unterschiede wie Sexualität oder Geschlechtsidentität zu einem von außen zugewiesenen Label, das darüber entscheidet, wie man sich zu verhalten hat und was man tun darf und was nicht. Ich sehe den Weg eher in einer Vorgehensweise die diese Unterschiede so weit als gerecht zurückzudrängen und den individuellen Menschen zu erschaffen, jemand der nach seiner unmittelbaren Persönlichkeit, seinem Sein, mit dem ihm zustehenden Respekt behandelt wird. Etwas das durch Trennung nach Labels meiner Meinung nach nicht erreicht werden kann. Das ist der Grund weshalb ich darauf regiert habe, nicht weil ich ein weißer Hetromann der Angst um seine ungerechtfertigten Privilegien /sein könnte/ btw.
Ich bin nicht viel unter Leuten oder im Internet in solchen Kreisen unterwegs. Von dem her dachte ich halt das dieser Ansatz irgendwie normal ist, deshalb habe ich verwundert reagiert.
Ich möchte daran erinnern dass die Metalab Generalversammlung 2019 diese Initiative mit großer Mehrheit beschlossen hat.
Ich bin neu und weiß nichts von dieser Generalversammlung oder seinen Entscheiden. Das es so Protokolle gibt und man eine gewisse Pflicht hat sich mit diesen zu beschäftigen ist mir auch unbekannt (gewesen?). Ohne jetzt pampig oder besserwisserisch werden zu wollen, dass wäre etwas das das einem durchaus einfallen könnte wenn man sich fragt was für eine Person das gegenüber ist, anstelle sofort zur WHM-conclusion zu springen.
Seit exzellent zu einander und so.
Am Sa., 2. Nov. 2019 um 14:05 Uhr schrieb Andreas Demmelbauer <andreas.demmelbauer@netzfreiheit.org <mailto:andreas.demmelbauer@netzfreiheit.org>>:
On 02.11.19 01:32, Bernhard Kuemel wrote:
> Beginnt da am 16. 11. 0h eine Sperre des ganzen Metalab fuer cis-Maenner > und Buben und endet um 24h?
Tatsächlich habe ich mir beim Schreiben des Antrags darüber Gedanken gemacht und habe am Ende von einer genauen zeitlichen Spezifikation abgesehen um die Regeln schlank zu halten.
Nach Gefühl würde ich sagen, dass ein Metalab-tag irgendwann Vormittags anfängt. Es wird dich niemand um Punkt Mitternacht rausjagen und es wäre nur passend wenn du im Gegenzug nicht um Mitternacht des Folgetages da stehst und das Lab demonstrativ besetzt. Danke.
Wenn du dir nicht sicher bist aber ein starkes Bedürfnis nach Metalab-Hardware hast ... kannst ja die Telefonzelle anrufen und nachfragen.
On 02.11.19 14:30, overflo wrote:
> wenn du dich selbst als kompatibel/wertschätzend wahrnimmst wird dich > doch sicher niemand wegschicken. Nein, nur wenn du dich als FNTI Person (Frauen*, Non-binary, Trans und Inter) wahrnimmst. https://metalab.at/wiki/MetaInvasionDay
> kann ja auch keiner kontrollieren wo du wem was reinsteckst und > interssiert auch keinen.
Darum geht's auch nicht.
On 02.11.19 14:46, Simon Hofer wrote:
> Wait, what? Am 16 ist das Metalab zu für cis-Männer? Vertrauensbildung > durch strikte Segregation oder was?
Ich möchte daran erinnern dass die Metalab Generalversammlung 2019 diese Initiative mit großer Mehrheit beschlossen hat.
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Generell: Sry, aber muss bei jedem Thread in diese Richtung getrollt, gemotschgert und sich gegenseitig angefuckt werden?
Irgendwie bestätigt das (leider) nur, dass es einen solchen Tag braucht wenn nur zu genau diesem Thema so ein Mitteiungsbedürfnis hochkommt.
lg andi
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at <mailto:Metalab@lists.metalab.at> https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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