vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden. jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined. ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren? sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus? danke im voraus für jede einschätzung. grs prg
Hallo Peter, On Apr 12, 2013, at 12:24 PM, peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at> wrote:
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
Mir fallen mehrere Antworten/Fragen auf deine interessante Frage ein :) 1. Es haengt davon ab, *wie* gemined wird. Derzeit ist es aeusserst spannend, gemeinsam mit fetten (ASIC!) mining-rigs etwas zu machen. http://launch.avalon-asics.com/ und http://www.butterflylabs.com/ sind derzeit zwei Firmen, die sich auf die Produktion von ASIC minern konzentriert haben. Butterflylabs hat enorme Verzoegerungen und Produktionsschwierigkeiten. Du findest eine sehr gute Vergleichstabelle an minig-Verfahren hier: https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison Wenn du zusammenzaehlen kannst, wie viele GPUs bzw. CPU cycles die Studenten aufbringen koennen, kannst du dir ausrechnen, wie viele BTCs ihr derzeit minen koenntet. 2. Ertrag: es haengt sehr vom Verkaufswert zum Zeitpunkt des Verkaufs ab (eh klar). Wir haben ja eine Kursschwankung von 5 USD bis ~ 240 USD erlebt. Es ist und bleibt Spekulation. 3. Physik: Mein gesundes Verstaendnis von Physik sagt mir, dass wir mehr Entropie erzeugen muessen, um ein paar virtuelle Gueter zu erzeugen, die eh nur ein Spekulationsobjekt sind. Mit anderen Worten: ja, du kannst wahrscheinlich "Geld" erzeugen, indem viele Studenten ihre GPUs poolen, aber - zu welchen Kosten? Wer traegt die Stromkosten der Studenten? Wenn die Studenten nicht eigenes Equipment verwenden, rechnet sich das bei einem professionellen Mining-pool? Ist auf alle Faelle eine Spekulation, denn siehe Punkt 2. Was fuer Umwelt-Auswirkungen hat das? Ich denke, das sind alles interessante Fragen, die man vorher (zB von den Studenten ) bearbeiten (lassen) sollte. lg, Aaron. PS: Persoenlich finde ich ja weiterhin, dass mining eher fad ist, aber SHA-1 cracking mit ASICs spannender waere. Wenn ihr was in die Richtung machen wollt, waere ich dabei.
alles sehr interessante punkte die aaron da anspricht..
PS: Persoenlich finde ich ja weiterhin, dass mining eher fad ist, aber SHA-1 cracking mit ASICs spannender waere. Wenn ihr was in die Richtung machen wollt, waere ich dabei.
oft werden ASIC und FPGA durcheinandergebracht. fuer einen ASIC (application specific IC) brauchts VIEL meher als fuer das synthetisieren eines FPGAs. clifford hat mir da mal spannende geschichten erzaehlt wie ASICs gemacht werden. von kleinserien (einige tausend stueck) ueber pooling agreements, initialkosten und wartezeiten.. das klingt alles machbar ist aber mit unglaublichen kosten verbunden und einem aufwand der sich erst in extrem hohen stueckzahlen rechnet.. just saying.. bin selber kein experte auf dem gebiet (mehr so eine art semi-intelligenter papagei) aber wenns hier leute gibt die mit ASIC erfahrung haben wuerd mich das auch sehr interessieren da know-how zu bekommen. :* -flo
2013/4/12 Florian Bittner <flo@tekstix.com>:
fuer einen ASIC (application specific IC) brauchts VIEL meher als fuer das synthetisieren eines FPGAs.
Jep, das alleine füllt garantiert mindestens ein ganze Semestervorlesung. Bislang gibt es nur eine Firma weltweit die ASICs explizit für bitcoin mining ausgeliefert haben. (also, so weit ichs jetzt weiß) story+foto: https://bitcoinfoundation.org/blog/?p=112 Sind aber sowieso ausverkauft … H
Hi!
PS: Persoenlich finde ich ja weiterhin, dass mining eher fad ist, aber SHA-1 cracking mit ASICs spannender waere. Wenn ihr was in die Richtung machen wollt, waere ich dabei.
oft werden ASIC und FPGA durcheinandergebracht. fuer einen ASIC (application specific IC) brauchts VIEL meher als fuer das synthetisieren eines FPGAs.
Mich würd vor allem interessieren, was mit den ganzen FPGA-Boards und -boxen passiert, wenn die Bitcoin-User auf ASIC umsteigen. Wirds die (relativ) günstig gebraucht geben? Ich hätte da ein paar Anwendungsfälle dafür... LG Rene
On Fre, 2013-04-12 at 13:01 +0200, Florian Bittner wrote: [...]
oft werden ASIC und FPGA durcheinandergebracht. fuer einen ASIC (application specific IC) brauchts VIEL meher als fuer das synthetisieren eines FPGAs.
In der ASIC-Ecke werden diese (idR komplett in Verilog bzw. VHDL designten Dinger) als "full-custom ASICs" bezeichnet, (auch) um sie von FPGAs, PLDs u.ä. zu unterscheiden. "ASIC" ist dort (auch) der Oberbegriff über das alles (das nicht eine "general purpose CPU" wie Intel, AMD, Arm, PPC, .... CPUs sind).
clifford hat mir da mal spannende geschichten erzaehlt wie ASICs gemacht werden. von kleinserien (einige tausend stueck) ueber pooling agreements, initialkosten und wartezeiten..
Alles nur eine Frage des Geldes;-)
das klingt alles machbar ist aber mit unglaublichen kosten verbunden. und einem aufwand der sich erst in extrem hohen stueckzahlen
Naja, idR mind. 5-6-stellig halt oder der einzelne "Die" (vulgo: Chip) kostet halt relativ viel. Bei Intel, AMD u.ä. dividieren sich die Kosten natürlich besser;-)
rechnet..
Beim ASIC-Design ist das allerwichtigste Kostenargument die Stückzahl. Irgendwann weit dahinter kommt die Fläche des "Die"s (das ist das goldene Ding, daß im CPU-Gehäuse drinsteckt), weil wenn die Fläche klein ist. bekommt man mehr auf eine Wafer (die goldene Scheibe, wo man die "Die"s rausschneidet) und die Fehlerwahrscheinlichkeit eines einzelnen "Die"s ist kleiner, wenn man mehr drauf hat. Und dann kommt lange nix. Die anderen Gründe für full-custom ASICs: Platz: Handys haben auch relativ hohe Stückzahlen, aber v.a. auch ein Platzproblem. Gewicht: Typisches Beispiel ist die Raumfahrt - jedes Gramm, daß die Nutzlast weniger wiegt, spart einen großen Haufen Treibstoff, sodaß sich der full-custom ASIC im Großen wieder rechnet. Performance: eh scho wissen - brute-force Attacken auf Schlüssel/Security-Zeugs gehen mit Spezialhardware besser/ sparsamer wie mit einem "Rechenzentrum" an general-purpose CPUs ... Bernd -- Bernd Petrovitsch Email : bernd@petrovitsch.priv.at LUGA : http://www.luga.at
Hi!
Platz: Handys haben auch relativ hohe Stückzahlen, aber v.a. auch ein Platzproblem. Gewicht: Typisches Beispiel ist die Raumfahrt - jedes Gramm, daß die Nutzlast weniger wiegt, spart einen großen Haufen Treibstoff, sodaß sich der full-custom ASIC im Großen wieder rechnet. Performance: eh scho wissen - brute-force Attacken auf Schlüssel/Security-Zeugs gehen mit Spezialhardware besser/ sparsamer wie mit einem "Rechenzentrum" an general-purpose CPUs ...
Daraus ergibt sich für einige Anwendungen: Stromverbrauch: Es sind nur die Halbleiter drauf, die für die spezielle Aufgabe gebraucht werden, und (hoffentlich) für diese eine Aufgabe optimiert. D. h. man hat weniger Elemente (weniger Stromverbrauch) und braucht weniger Taktzyklen als bei einer generellen CPU, kann also viel niedriger Takten (noch weniger Stromverbrauch). Schöne Beispiele dazu wären ältere, simple RFID-Chip Oder die "Blobs" in analogen DCF-77 Funkuhren - für 60 Bit in ein Shiftregister pumpen, eine Checksumme zu bilden und dann einen Steppermotor sooft betätigen bis der Stepcount mit 4 Bytes im Shiftregister zusammenpasst braucht man nicht unbedingt eine volle CPU. Auch wenn heute wegen der Entwicklunskosten oft so gemacht wird.. Auch ein recht bekannter ASIC ist der "MOS Technology 6581", auch bekannt als der C64 SID Soundchip. Um 1981 herum brauchte man für einen Computer mit 64KB Speicher (Ram+Rom) einen 3-kanaligen Sound-Output. Also hatte Robert "Bob" Yannes Wellenformgeneratoren, Ringmodulatoren, Hüllkurvengeneratoren und Filter auf einen - aus heutiger Sicht - einfachen Chip packen lassen. Mit reiner CPU-Leistung von damals (< 1Mhz) und keinem Speicherplatz, um Samples abzulegen, wär "brauchbarer" Game-Sound damals praktisch unmöglich gewesen. Im Prinzip wurden der 6581 und Konsorten aus ziemlich dem gleichen Grund gebaut wie heute die ASIC-Miner: 1xCPU alleine war zu schwach, genug davon in eine Spielekonsole reinzupacken wär zu teuer gewesen. Also Spezial-Chips basteln, und soweit wie möglich asyncron zur CPU laufen lassen. Rentiert sich meist halt nur, wenn man mehrere Millionen davon auch an den Kunden bringen kann. Da fällt mir noch ein: Auch Deep Blue (der Schach-Computer von IBM) hatte da 480 Spezial-Chips um Schach-Probleme zu lösen ;-) LG Rene _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
hi, sagen wir mal ihr habt 100 leute mit 6950er radeon GPUs, dann hättet ihr bei der aktuellen difficulty (und pooled mining) eine leistung von (theoretischen) 1-2 BTC pro tag (0,01BTC/person). die tatsächlichen stromkosten sind allerdings wesentlich höher, ausserdem wäre das der optimalfall (bei aktueller difficulty und 24h pro tag laufenden rechnern, keine netzwerkausfälle). wenn ihr allerdings die 100 leute nicht je 200€ (gpu) und stromkosten zahlen lässt, sondern direkt an euch die kohle überweisen, hättet ihr 200*100=20.000€ :) gruß matthias http://bitcoincloud.at 2013/4/12 L. Aaron Kaplan <aaron@lo-res.org>
Hallo Peter,
On Apr 12, 2013, at 12:24 PM, peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at> wrote:
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
Mir fallen mehrere Antworten/Fragen auf deine interessante Frage ein :)
1. Es haengt davon ab, *wie* gemined wird.
Derzeit ist es aeusserst spannend, gemeinsam mit fetten (ASIC!) mining-rigs etwas zu machen.
http://launch.avalon-asics.com/ und http://www.butterflylabs.com/
sind derzeit zwei Firmen, die sich auf die Produktion von ASIC minern konzentriert haben. Butterflylabs hat enorme Verzoegerungen und Produktionsschwierigkeiten.
Du findest eine sehr gute Vergleichstabelle an minig-Verfahren hier: https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison
Wenn du zusammenzaehlen kannst, wie viele GPUs bzw. CPU cycles die Studenten aufbringen koennen, kannst du dir ausrechnen, wie viele BTCs ihr derzeit minen koenntet.
2. Ertrag: es haengt sehr vom Verkaufswert zum Zeitpunkt des Verkaufs ab (eh klar). Wir haben ja eine Kursschwankung von 5 USD bis ~ 240 USD erlebt. Es ist und bleibt Spekulation.
3. Physik: Mein gesundes Verstaendnis von Physik sagt mir, dass wir mehr Entropie erzeugen muessen, um ein paar virtuelle Gueter zu erzeugen, die eh nur ein Spekulationsobjekt sind. Mit anderen Worten: ja, du kannst wahrscheinlich "Geld" erzeugen, indem viele Studenten ihre GPUs poolen, aber - zu welchen Kosten? Wer traegt die Stromkosten der Studenten? Wenn die Studenten nicht eigenes Equipment verwenden, rechnet sich das bei einem professionellen Mining-pool? Ist auf alle Faelle eine Spekulation, denn siehe Punkt 2. Was fuer Umwelt-Auswirkungen hat das?
Ich denke, das sind alles interessante Fragen, die man vorher (zB von den Studenten ) bearbeiten (lassen) sollte.
lg, Aaron.
PS: Persoenlich finde ich ja weiterhin, dass mining eher fad ist, aber SHA-1 cracking mit ASICs spannender waere. Wenn ihr was in die Richtung machen wollt, waere ich dabei.
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danke für die beiträge und einschätzung, die nicht nur informativ waren, sondern auch unterhaltsam zu lesen :) vielleicht machen wir ein übungsbeispiel daraus, verschiedene szenarien durchzurechnen :) grs prg
On Apr 12, 2013, at 1:57 PM, peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at> wrote:
danke für die beiträge und einschätzung, die nicht nur informativ waren, sondern auch unterhaltsam zu lesen :)
vielleicht machen wir ein übungsbeispiel daraus, verschiedene szenarien durchzurechnen :)
Peter, wir haben eine Variante vergessen zu erwaehnen: bitcoin-mining botnets. (ich erwaehne das jetzt nur der Vollstaendigkeit halber und mag das nicht als Aufruf gedeutet wissen ;-) Man sollte nicht unterschaetzen, wie viel CPU power 500k PCs (sogar ohne GPUs ) aufbringen koennen, vor allem , wenn man den Strom nicht selber zahlen muss. lg, a.
Hi all! On Fre, 2013-04-12 at 14:44 +0200, L. Aaron Kaplan wrote: [...]
wir haben eine Variante vergessen zu erwaehnen: bitcoin-mining botnets. (ich erwaehne das jetzt nur der Vollstaendigkeit halber und mag das nicht als Aufruf gedeutet wissen ;-)
Da rennt wohl grad was über Skype (we know, it is evil;-): https://www.securelist.com/en/blog/208194210/Skypemageddon_by_bitcoining und weiteres, wenn man "bitcoin botnet skype" googelt.
Man sollte nicht unterschaetzen, wie viel CPU power 500k PCs (sogar ohne GPUs ) aufbringen koennen, vor allem , wenn man den Strom nicht selber zahlen muss.
;-) Bernd -- Bernd Petrovitsch Email : bernd@petrovitsch.priv.at LUGA : http://www.luga.at
Gäb sicher einige Gamer, die eh schon eine flotte Grafikkarte hätten. Aber selbst dann: wenn mein Rechner plötzlich rund um die Uhr um 150 Watt mehr braucht (konservativ geschätzt, da man den ja sonst auch nicht unbedingt durchlaufen lassen würde), wären das 0,15*24=3,6 kWh pro Tag, und somit mehr als das doppelte des Stromverbrauchs in meinem kompletten (Single-)Haushalt. Die Idee find ich lustig, aber da könnt man gleich in der Vorlesung den Klingelbeutel herumgehen lassen. 2013/4/12 Matthias Tarasiewicz <parasew@gmail.com>
hi,
sagen wir mal ihr habt 100 leute mit 6950er radeon GPUs, dann hättet ihr bei der aktuellen difficulty (und pooled mining) eine leistung von (theoretischen) 1-2 BTC pro tag (0,01BTC/person). die tatsächlichen stromkosten sind allerdings wesentlich höher, ausserdem wäre das der optimalfall (bei aktueller difficulty und 24h pro tag laufenden rechnern, keine netzwerkausfälle).
wenn ihr allerdings die 100 leute nicht je 200€ (gpu) und stromkosten zahlen lässt, sondern direkt an euch die kohle überweisen, hättet ihr 200*100=20.000€ :)
gruß matthias
2013/4/12 L. Aaron Kaplan <aaron@lo-res.org>
Hallo Peter,
On Apr 12, 2013, at 12:24 PM, peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at> wrote:
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
Mir fallen mehrere Antworten/Fragen auf deine interessante Frage ein :)
1. Es haengt davon ab, *wie* gemined wird.
Derzeit ist es aeusserst spannend, gemeinsam mit fetten (ASIC!) mining-rigs etwas zu machen.
http://launch.avalon-asics.com/ und http://www.butterflylabs.com/
sind derzeit zwei Firmen, die sich auf die Produktion von ASIC minern konzentriert haben. Butterflylabs hat enorme Verzoegerungen und Produktionsschwierigkeiten.
Du findest eine sehr gute Vergleichstabelle an minig-Verfahren hier: https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison
Wenn du zusammenzaehlen kannst, wie viele GPUs bzw. CPU cycles die Studenten aufbringen koennen, kannst du dir ausrechnen, wie viele BTCs ihr derzeit minen koenntet.
2. Ertrag: es haengt sehr vom Verkaufswert zum Zeitpunkt des Verkaufs ab (eh klar). Wir haben ja eine Kursschwankung von 5 USD bis ~ 240 USD erlebt. Es ist und bleibt Spekulation.
3. Physik: Mein gesundes Verstaendnis von Physik sagt mir, dass wir mehr Entropie erzeugen muessen, um ein paar virtuelle Gueter zu erzeugen, die eh nur ein Spekulationsobjekt sind. Mit anderen Worten: ja, du kannst wahrscheinlich "Geld" erzeugen, indem viele Studenten ihre GPUs poolen, aber - zu welchen Kosten? Wer traegt die Stromkosten der Studenten? Wenn die Studenten nicht eigenes Equipment verwenden, rechnet sich das bei einem professionellen Mining-pool? Ist auf alle Faelle eine Spekulation, denn siehe Punkt 2. Was fuer Umwelt-Auswirkungen hat das?
Ich denke, das sind alles interessante Fragen, die man vorher (zB von den Studenten ) bearbeiten (lassen) sollte.
lg, Aaron.
PS: Persoenlich finde ich ja weiterhin, dass mining eher fad ist, aber SHA-1 cracking mit ASICs spannender waere. Wenn ihr was in die Richtung machen wollt, waere ich dabei.
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>:
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
Hallo, ich verstehe nicht ganz wozu ihr das machen wollt, also die Motivation dahinter. Macht ihr das auf der Uni direkt? Also, insbesondere ist ja die erste Frage die, wer die Stromkosten zahlt. Wenns der Steuerzahler ist, eventuell moralisch das mal kurz hinterfragen… Abgesehen davon, die Seite ist ganz hilfreich: http://www.bitcoinx.com/profit/ Hier muss man vorallem die "difficulty" und die "hash rate" angeben. Ersteres steigt (fast) immer höher [diff], zweiteres hängt daovn ab, wieviele mit welcher Hardware tatsächlich rechnen [hr]. Nur CPU könnt ihr euch schenken, gute Grafikkarten die mit Ganzzahlen umgehen können sind absolutes Minimum. Was man nicht vorhersehen kann, ist der zukünftige Kurs. Der kann alles zwischen 5 und 500 € pro Bitcoin sein (die Zahlen hab ich mir jetzt aus dem Popo gezogen, 95% konfidenzintervall) Auch sollte ich da anmerken, dass es egal ist ob nur 5 oder alle 800 da mitmachen – das was rauskommt ist nur proportional zur gemeinsamen "Hash Rate". [diff] http://bitcoin.sipa.be/ <- achtung, mega und giga hashes/s nicht vertauschen. [hr] https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison lg Harald PS: Ich könnt mir vorstellen, dass es ganz lustig ist so lange gemeinsam zu Rechnen bis ihr eingen Bitcoin zusammengekratzt habt. Dass es wirklich was bringt bezweifle ich. Eventuell sind ja in euren Reihen eh einige professionelle Miner mit FPGAs, die müsst ihr an Board holen ;-)
o_O Hättet ihr Geld für Presseaussendungen wäre es definitiv eine wert hier eine draus zu machen um darauf hinzuweisen, zu welchen Strohhalmen die TU greift um ihren Ausbildungsauftrag zu erfüllen. Ihr tut mir Leid. So langsam könnt man Notunterkünfte und Suppenküchen für TU-Lehrpersonal und Studierende andenken. Vielleicht öffentlich...zum Aufmerksamkeit erregen. 2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
danke im voraus für jede einschätzung.
grs prg _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
Was mich (der ich selbst derzeit Informatik an der TU studiere) schon seit langem wundert: Warum stellt die TU nicht einfach komplett den Betrieb ein, bis sie vernünftig finanziert wird? Ja, sicher würde das für Unmut bei den Studenten sorgen. Ich glaube einfach nur zehntausende wütende Studenten die vor dem Parlament campieren sorgen wesentlich schneller für Änderungen als ein jährliches "wir gehen in ein paar Monaten bankrott"-Jammern. Letzteres wirkt einfach nur lächerlich und ist auch längst nicht mehr glaubwürdig. 2013/4/13 Corinna Riebe <mynnia@gmail.com>
o_O
Hättet ihr Geld für Presseaussendungen wäre es definitiv eine wert hier eine draus zu machen um darauf hinzuweisen, zu welchen Strohhalmen die TU greift um ihren Ausbildungsauftrag zu erfüllen. Ihr tut mir Leid.
So langsam könnt man Notunterkünfte und Suppenküchen für TU-Lehrpersonal und Studierende andenken. Vielleicht öffentlich...zum Aufmerksamkeit erregen.
2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
danke im voraus für jede einschätzung.
grs prg _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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Ja echt schlimm, dass sich wer engagiert und das Letzte zusammenkratzt und die paar guten Leute euch dann für wenig bis gar kein Geld trotzdem noch versuchen was beizubringen. Undankbares Pack. 2013/4/13 Julian Schrittwieser <j.schrittwieser@gmail.com>
Was mich (der ich selbst derzeit Informatik an der TU studiere) schon seit langem wundert: Warum stellt die TU nicht einfach komplett den Betrieb ein, bis sie vernünftig finanziert wird?
Ja, sicher würde das für Unmut bei den Studenten sorgen. Ich glaube einfach nur zehntausende wütende Studenten die vor dem Parlament campieren sorgen wesentlich schneller für Änderungen als ein jährliches "wir gehen in ein paar Monaten bankrott"-Jammern. Letzteres wirkt einfach nur lächerlich und ist auch längst nicht mehr glaubwürdig.
2013/4/13 Corinna Riebe <mynnia@gmail.com>
o_O
Hättet ihr Geld für Presseaussendungen wäre es definitiv eine wert hier eine draus zu machen um darauf hinzuweisen, zu welchen Strohhalmen die TU greift um ihren Ausbildungsauftrag zu erfüllen. Ihr tut mir Leid.
So langsam könnt man Notunterkünfte und Suppenküchen für TU-Lehrpersonal und Studierende andenken. Vielleicht öffentlich...zum Aufmerksamkeit erregen.
2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
danke im voraus für jede einschätzung.
grs prg _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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Das war nicht, was ich gemeint habe. Ja, es ist toll wie die Professoren trotzdem weiterunterrichten. Ich sage nur, dass das nicht unbedingt der effektiviste Weg ist, eine ausreichende Finanzierung der Unis (die dann auch zu besserer Qualitaet fuehrt) sicherzustellen. Von Sachen wie "nur die ersten X Leute die diese Uebung abgeben koennen die Lehrveranstaltung besuchen" will ich jetzt gar nicht anfangen. (betrifft mich zum Glueck nicht mehr). 2013/4/13 Corinna Riebe <mynnia@gmail.com>
Ja echt schlimm, dass sich wer engagiert und das Letzte zusammenkratzt und die paar guten Leute euch dann für wenig bis gar kein Geld trotzdem noch versuchen was beizubringen.
Undankbares Pack.
2013/4/13 Julian Schrittwieser <j.schrittwieser@gmail.com>
Was mich (der ich selbst derzeit Informatik an der TU studiere) schon seit langem wundert: Warum stellt die TU nicht einfach komplett den Betrieb ein, bis sie vernünftig finanziert wird?
Ja, sicher würde das für Unmut bei den Studenten sorgen. Ich glaube einfach nur zehntausende wütende Studenten die vor dem Parlament campieren sorgen wesentlich schneller für Änderungen als ein jährliches "wir gehen in ein paar Monaten bankrott"-Jammern. Letzteres wirkt einfach nur lächerlich und ist auch längst nicht mehr glaubwürdig.
2013/4/13 Corinna Riebe <mynnia@gmail.com>
o_O
Hättet ihr Geld für Presseaussendungen wäre es definitiv eine wert hier eine draus zu machen um darauf hinzuweisen, zu welchen Strohhalmen die TU greift um ihren Ausbildungsauftrag zu erfüllen. Ihr tut mir Leid.
So langsam könnt man Notunterkünfte und Suppenküchen für TU-Lehrpersonal und Studierende andenken. Vielleicht öffentlich...zum Aufmerksamkeit erregen.
2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
danke im voraus für jede einschätzung.
grs prg _______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
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2013/4/13 Julian Schrittwieser <j.schrittwieser@gmail.com>:
Warum stellt die TU nicht einfach komplett den Betrieb ein, bis sie vernünftig finanziert wird?
TU hat den Lehrbetrieb eh schon teilweise abgestellt, daher sind jetzt die Vorlesungen bei mir auf der UniWien überlastet und in der Zeit davor haben proportional mehr TU StudentInnen zB bei mir noch Prüfungen abgelegt damit sich ihr Studium noch irgendwie ausgeht … 1 Jahr alt: http://derstandard.at/1334796118350/Lehrerausbildung-TU-Wien-spart-Lehramtss... Manche Fakultäten an der UniWien wären also nach der Logik die nächsten die ihren Lehrbetrieb abdrehen müssten … es gibt allerdings etwas was sich "Zielvereinbarungen" nennt und damit ist das vorläufig noch abgedeckt. Spannend ists allemale, vorallem weil eine qualitativ gute Ausbildung von Lehrern ja wohl das um und auf für die Zukunft sein sollte. H
On 13.4.2013, at 14:32, Julian Schrittwieser <j.schrittwieser@gmail.com> wrote:
Was mich (der ich selbst derzeit Informatik an der TU studiere) schon seit langem wundert: Warum stellt die TU nicht einfach komplett den Betrieb ein, bis sie vernünftig finanziert wird?
die informatik hat das schon einmal getan - vor etwa 20 jahren, in kooperation mit den studierenden, und damit erreicht, dass tatsächlich etwas bewegt wurde. so ist u.a. das institut entstanden, an dem ich arbeite. im moment schauts aber nicht gut aus. ich würde sagen, dass diejenigen, die meinen wir haben eh genug, nur zuviele studierende, zur zeit zu stark sind, damit man konstruktiv über maßnahmen zur ausfinanzierung zu diskutieren. das ist aber nur so meine beobachtung.
http://news.slashdot.org/story/13/04/14/2234251/is-bitcoin-mining-a-real-wor... 2013/4/12 peter purgathofer <purg@igw.tuwien.ac.at>
vielleicht hab ihr das auch schon gehört, aber wir haben ein wenig ressourcenprobleme an der informatik. wir bräuchten im moment vor allem in der lehre mehr personenstunden.
jetzt ist auf anregung eines teilnehmers die idee entstanden, man könnte doch die große zahl an teilnehmer/innen (etwa 800) so nutzen, dass man gemeinsam bitcoins mined.
ich finde die idee faszinierend, aber so naheliegend, dass ich fürchte, es kann nicht viel dabei rauskommen. drum meine frage: kann jemand grob abschätzen, was dabei realistisch rausschauen kann, wenn wir sowas probieren?
sagen wir mal 100 studierende würden für den rest des semesters (11 wochen) gemeinsam minen - springt dabei irgendein bemerkenswerter betrag heraus?
danke im voraus für jede einschätzung.
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