metalab-bounces@lists.metalab.at schrieb am 22.03.2006 15:55:31:
Hmm, 1 Seite A4, 2448x3441px, graustufen png, ~ 45 Kb 1 Buch ~ 300 Seiten: 13 MB 500 Bücher : 6,5 Gb
Es kommt darauf an, wozu ich den Scan benutzen möchte. Wenn ich nachher nur OCR machen möchte und ein niedrig aufgelöste bzw. stark komprimierte Verson zum Korrekturlesen brauche ist Storage kein Problem. Wenn ich die Bücher aber evt. einmal im Orignal nachdrucken möchte benötige ich einen verlustfrei komprimierten 600dpi Scan der Seite und komme man auf ca. 5000 x 7000px = 33 MB Rohdaten pro Seite
Für grosse billige garantiert immer redundante Storage kann ich CODA und InterMezzo auf Grund von nicht immer gegebenen Replicas nicht empfehlen. Coda ist eventuell interresant um bereits sicher gespeicherte Daten zu verteilen.
ClusterFS ist, soweit ich das verstanden habe, das meherere Computer schreibend auf einen Storage Bereich (dh. nicht redundant) zugreifen.
Software Raid Mirroring (vergesse immer ob das jetzt 0 oder 1 ist) wäre die erste Option für nicht "Mission Critical" daten,
High-availibility Storage könnte man mit DRBD und zwei bzw. drei Rechnern mit Gigabit Link dazwischen aufbauen.
Beides ersetzt natürlich nicht ein Backup, weil die Daten auch gleichzeitig überschrieben werden können.
Eventuell eine Kombination aus .) billigen Software Raid Mirroring (zumindest einplatten Crashes safe) .) drbd plus heardbeat mit zwei Rechnern und gigabit link (high-availability) .) und rdiff-backup der Daten auf einen dritten Rechner würde soetwas möglich machen.
Netto zu Brutto Verhältniss wäre ungefähr (schwankt je nach Datenänderungvorhaltung) eins zu fünf :-(
Was derzeit fehlt ist eine hohe Verfügbarkeit / niedrige Performance Lösung. Für eine High End Lösung ala NetApp komme ich dzt. auf Kosten von ca. 18.000 Euro/TB bei einem normalen PC + 4xSATA Platten a 500 GB liegen die Kosten bei ca. 900 Euro/TB. Die Plattenpreise sind mittlerweile so billig, das einem eine 'normale' Backuplösung wie Tapedrives teuerer kämen als die Platten selbst (weil ich aber einer gewissen Größe einen Bandroboter für das Tapehandling brauche). Jedes System mit einem anderen zu spiegeln wäre eine Möglichkeit. Es wäre nur schwierig Spare Nodes zu konfigurieren die bei Ausfall eines Systems automatisch einspringen können. Was einmal einen Versuch wert wäre ist sich das Thema iSCSI einmal näher anzusehen. Man könnte eine Reihe von Rechner rein als iSCSI Targets konfigurieren deren einzige Aufgabe darin besteht per TCP/IP Diskspace zur Verfügung stellen. Aus diese iSCSI Target Disk könnte man entweder ein Software RAID konfigurieren, oder ein Clusterfilesystem wie RedHat GFS aufsetzen. Es wäre spannend zu testen was für eine Performance ein solches System liefert (er würde viel Performace durch den TCP/IP Overhead drauf gehen, dafür wäre aber die Last über viele Systeme verteilt). Vor allem aber liesen sich alle RAID Features wie Parity + Spare Disks (welche in dem Fall aus Spare Nodes bestehen würden) ausnutzen. Für ein solches System würde man kein lokales Backup mehr brauchen, würde es aber sinnvollerweise regelmässig mittels rsync auf einen zweiten Standort spiegeln. Man müsste es austesten bzw. genau durchrechnen, aber ein lokales 10 TB System um 15 - 20.000 Euro könnte sich ausgehen (je nach verwendetem Equipment). cu andreas