Eines der Hauptprobleme in selbstorganisierten Gruppen ist, das beteiligte Personen anfangen diese zu sabotieren, wenn sie das Gefühl haben an der Entscheidungsfindung innerhalb der Gruppe nicht wirklich beteiligt zu sein bzw. das Gefühl haben dies nicht wirklich tun zu können.
ACK, wenn einem der eigene "Einfluß" wichtiger als eine gute Lösung des akuten Problems ist.
Die große Herrausforderung lautet: Punktuelle Beteiligungmöglichkeiten. Es geht nicht darum möglichst viel Einfluss auf alle Entscheidungen zu haben. Sondern darum Personen, die sich in einem Bereich besonders gut auskennen, oder denen einzelne Bereiche besonders wichtig sind die Möglichkeit zu geben, sich in diesem Bereich gezielt und punktuell zu engagieren. Im Softwarebereich freut sich jeder über einen 5 Zeilen Patch, der einen blöden versteckten Fehler behebt. Wenn es aber um Entscheidungen geht, sind die Entscheidungsträger meistens nachhaltig beleidigt, wenn irgend jemand daher kommt, der ihnen erzählt, das Punkt 5a auf der ToDo Liste ein einziger Blödsinn ist. Leider besteht bei den meisten Gruppierungen, die an sich selbst den Anspruch haben partizipativ zu sein, die einzige Partizipationsmöglichkeit darin, ständig bei ALLEN Treffen anwesend zu sein. Dementsprechend groß ist die Gefahr aus dem Entscheidungsfindungsprozess hinauszufliegen, wenn einen nur einzelne Bereiche interessieren und man daher keinen Grund hat ständig bei allen Treffen anwesend zu sein, oder man für die Treffen schlichtweg keine Zeit hat (schule gerade eine 9jährige auf Edubunto ein :-)) cu andreas