Hey, Es ist immer schön neue Leute mit interessanten Ideen kennen zu lernen, vielleicht läuft man sich im Metalab ja mal über den Weg. Der Begriff DRM hat nicht nur eine technische sondern leider auch politische Komponente. Die damit verbundenen substantiellen Eingriffe in die Grundrechte der Konsumenten/Anwender ist mit der Hacker-Ethik meiner Auffassung nach keinesfalls vereinbar. [1][2][3] Es wäre deutlich weniger verfänglich technische Begriffe wie z.B. obfuscation oder Kryptographie zu verwenden. Eine gute Herangehensweise wäre zum Beispiel die Projektidee in eine Richtung zu entwickeln, sodass obfuscation von der Spielmechanik her nicht mehr erforderlich ist. Vielleicht wäre es sogar pädagogisch sinnvoll dieses Projekt als Gelegenheit zu nutzen Medienkompetenzen zu fördern. lg. uniq [1] http://www.catb.org/jargon/html/H/hacker-ethic.html [2] https://www.defectivebydesign.org/what_is_drm_digital_restrictions_managemen... [3] https://en.wikipedia.org/wiki/Digital_rights_management#Opposition On 14.04.2017 16:38, Benjamin Oppermann wrote:
Hallo, Ich war unlängst erstmals im Metalab anlässlich des Mediawiki-Workshops, es hat mir alles sehr gut gefallen und jetzt wollte ich mich mal listenmäßig bei euch einklinken! :-) Kleine Frage vorab zu dieser Liste: Auf der Anmeldeseite steht, die Liste wird öffentlich indexiert - die E-Mailadressen sind aber nicht sichtbar, oder? Wenn ich mich ein wenig vorstellen möchte, aber nicht dem ganzen Internetz, sondern nur dem Publikum von Metalab, dann nicht hier...?
Mein aktuelles Thema: Ich habe eine momentan noch sehr vage Idee für eine kleines Deutschlernprojekt für Jugendliche, gemischt mit Geocaching, Openstreetmaps, mobile Apps... Kurz erklärt, man soll eine Audiodatei, die z.B. eine Deutschlektion enthält von einem Geocache irgendwo in Wien abholen. Dort spielt man sie per NFC/Bluetooth aufs Telefon. Der Geocache macht nix anderes, als diese Audiofiles auszuspucken (manchmal hats schon im öffentlichen Raum schon Plakatwände gegeben, die sowas gemacht haben). Das Problem dabei ist, jeder, der an der Sache teilnimmt, soll sich persönlich dorthin begeben um seine Datei abzuholen. Ich möchte verhindern, dass einfach einer der Schüler dorthin fährt und die Datei dann an den Rest der Gruppe weiterverteilt. Die Datei soll also auf dem Gerät bleiben, mit dem man sie geholt hat bzw. nur dort abspielbar sein.
In anderen Worten, wie baue ich mir mein eigenes Mini-DRM?
Ich habe quasi keine Programmierfähigkeiten - mein Kollege, der vielleicht mitbasteln wird, kann einige Basics - ich arbeite, soweit es geht, auf Linuxgeräten und kann mit guter Dokumentation einfachere CLI-Programme bedienen.
Ich habe kein Geld für teure kommerzielle Lösungen (obwohl habe etwas gefunden mit einer gratis 90-Tage-Testversion:http://3.drm-x.com/Register.aspx).
Es macht nichts, wenn es leicht zu hacken ist. Mein Publikum hat da tendenziell sehr beschränkte Fähigkeiten (diese zu erweitern ist auch Ziel des Projekts) und kann zudem schlecht Deutsch und nur selten gutes Englisch. Alle können ein Smartphone bedienen, einen PC eher selten. Es gibt Ausnahmen, die problemlos eine Lösung ergooglen und umsetzen könnten. Wenn die sich lieber die Mühe machen möchten, das DRM zu hacken statt mit der Straßenbahn zu dem Geocache zu fahren, dann soll es so sein (dann haben sie auch etwas gelernt) :-) Es soll einfach nur die allerbequemste Art, sich um eine Öffi-Fahrt/einen Spaziergang zu drücken, verhindern.
Das DRM sollte also die erlaubten Kopiervorgänge auf 0 reduzieren. Soweit ich weiß, sollte es nicht schwierig sein, die Files zu verschlüsseln - aber wo tue ich den privaten Schlüssel hin? Mir scheint, Musikdownloaddienste (nicht Streaming) wie iTunes liefern den gleich mit - aber was verhindert, dass der zusammen mit der Datei weiterverteilt wird? Wird bei jeder Ausgabe ein neuer Schlüssel generiert?
Während ich dies schreibe, kommt mir die Idee, dass es einfacher sein könnte, wenn es sich um lauter verschiedene Audiofiles handelt (was genau deren Inhalt sein soll und wie damit weiter verfahren wird, ist noch eine andere Frage)... naja, so weit reicht mein Latein einfach noch nicht. Wer hat Ideen oder etwas möglichst konzises zum Nachlesen?
Vielen Dank fürs Lesen und liebe Grüße, Benjamin
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