Hallo, Erstens: ich bin auch auf dieser liste. Und lese sie mit grosse Begeisterung, weil der Enthusiamus und das vorhandene Wissen sp�rbar ist. M�chte mich derzeit auch nicht allzu sehr einmischen, weil ich denke dass gerade dieser Prozess auch f�r Euch � aber auch f�r netznetz - zur Profilfindung beitragen wird. Ich wollte eigentlich nur zur (jetzt Euch bei Euch kursierenden Kunst vs. Kultur �Debatte ) schon deponieren, dass netznetz zwar wohl aus dem F�rdertopf f�r Kunst- und Kulturarbeit kommt, aber durchaus angedacht war � und ist- , dass auch Netzaktivismus und Netzkultur (as derzeit opposed to: Netzkunst) davon Kohle holen soll. Hierzu hab ich schon mal was an FX gepostet: http://listen.esel.at/pipermail/liste/2005-November/002142.html Das soll Euch aber nicht davon abhalten, eigenst�ndig zu �berlegen, wie Metalab a) F�rderung egen�ber steht und b) wie Euch F�rderungen und deren T�pfe f�r Metalab prinzipiell regeln werdet. <neid> Jedenfalls geht Ihr � weitaus koordinierter vor als �wir� damals und auch noch heute bei netznetz. </neid> -- Ich bitte Euch nur - bei aller Euphorie - darum, nicht in den Reflex des �Die-K�nstler-wollen-uns was wegnehmen und tun dann unsere Ideen vermarkten� zu verfallen. Auch wenn das beim Sich-seiner-eigenen-Identit�t-Versichern hilft, erinnert mich derlei Argumentation leider irgendwie an Herrn Strache. Ich glaube, NUR �ber einen wie-auch-immer-gearteten Kommunikationsprozess k�nnen zB die Bedingungen dieser �Multi-Kunst-Kulti�-Koexistenz ausgehandelt werden, ohne dass die Netzk�nstler Euch Eure Ideen nur abkupfern (falls sie das wirklich tun bzw. wenn sie das �berhaupt k�nnen), und wir eben NICHT dr�ber reden, wie das kohletechnisch und attributionm�ssig zu handeln w�re. Oder noch besser: wie gemeinsame projekte auss�hen. Die vielpunzierten k�nstlerInnen (zumindest ich, und ich stamme eher aus dieser k�...-ecke, auch wenn ich den meine arbeit echt nicht in repr�sentations-verwertung sehe) versuchen eigentlich beim Zusammenarbeiten - trotz akuter Wissens- und Sozialisationsdefizite !!!- FAIR miteinander umzugehen. ganz simpel: weils viel zu lernen gibt. Und weil man eigentlich weiter von einander lernen, bzw. gemeinsam weiterkommen will, statt es sich deppat zu verscherzen. (superplattes beispiel: ich verwende creative commons erst seit ich sie bei netznetz festival kennen gelernt hab - und trage es weiter. - ich glaube das betrifft sehr wohl den "Freies Wissen"-thread der derzeit bei Euch l�uft) Ja, in den Augen vieler Programmierer sind diese eigenartig, chaotischen Wesen, die ohne allzu viel Struktur eigenwillige, komische Dinge tun und mitunter hervorbringen, offensichtlich leicht als unbrauchbare �Vollidioten� zu brandmarken - wie ich es hier schon mal lesen musste. Wenn Euch deren Gefilde total wurscht sind, kann ich das verstehen, wenn irgendwer dorthin nicht verbreitern will auch, aber warum dann von aussen hinkl�ffen? das versteh ich dann doch nicht. Ihr k�nnt den "K�nstlern" ruhig zutrauen, dass die sich bem�hen, "the right thing" zu machen, und die �berlappen sich mit Euren Idealen mitunter sehr. lasst Euch da von einem umstrittenen F�rdertopf nicht blenden, schon gar nicht, wenn ausgerechnet an dem die Grenzen der kompetenzen der k�nstlerInnen sichtbar werden. wenn ich Euch von K�nstlerInnen schreiben lese, und dabei schmerzlich bemerke, wie geschickt und pragmatisch zB Programmierer/innen in der Koordination und Organisation von Arbeits- und Entscheidungsprozessen sind, und netznetz TROTZDEM nicht davon profitieren konnte, so frage ich mich, ob Ihr Euch genauso f�hlt, wenn Ihr den Netzk�nstlern beim "viel Schwafeln" oder vermeintlich so geschickten Geldaufstellen nur zuschaut, und glaubt nix davon zu haben. (Do you get my point?!??!!) -- Die K�nstlerInnen (wieder so ne falsche Festschreibung von einem vermeintlichen Allgemeinbegriff) bem�hen sich halt mit Ihrem Wissen, Tr�umereien und ja auch Kompetenzen zu �berleben und das Richtige zu tun (und mitunter ist das halt das Gestalten von Repr�sentationsschemata, die zB in oben geschilderten Kunstm�rkten funktionieren, aber mitunter halt auch andere Gesellschaftsteile erreichen als zB die Coding Communities) Ja, ich glaube auch, dass Idealismusm�ssig in den Netzkulturen die dem Aktivismus oder �Coding� (keine ahnung wie man das richtig bezeichnen soll) echt viel los ist, mitunter mehr als in festgefahrenen Kunstfunktion�rsbahnen (ich komme urspr. aus dem Bereich der Bildenden Kunst � und da ist wirklich alles erstarrt). Aber ein generellese Gut/schlecht-Schema sehe ich nicht, schon gar nicht angesichts einer Generation, die gerade erst dabei ist, sich ihre Bahnen erst zu erschaffen!!!!!!!!!!!!!! Ich sehe eher ein Nebenher und (unvermeidlich) wachsendes Miteinander mit �berlappungen und Schnittstellen, das jedeR produktiv f�r sich und zunehmend gemeinsame Ziele nutzt. Ob Du da bei einem Projektpartner an ein Arschloch ger�tst, der Dich ausbeutet oder ein inkompetenter Trottel ist, kann Dir mE unabh�ngig von dessen Feld-Zuweisung passieren � und mit dem / der wirst Du Dich doch h�ten, je wieder ein Projekt zu machen! - - Bin jedenfalls froh, dass zB Andreas Traw�ger bei netznetz zB zu Voting und Entscheidungsfindung immer wieder einbringt� oder auch: dass via quintessenz leichter tue leute was fragen zu k�nnen, ohne gleich in Grund und Boden zu versinken. - und ich habe mir gerade in diesen Organisations-Belangen Inputs immer gew�nscht � Ich hoffe, dass Ihr bei den Workshops vom Symposium dabei sein werdet � wo ich auch versuche, die bisherigen organisatorischen Vers�umnisse von netznetz zu strukturieren. Workshop �berblick: http://listen.esel.at/pipermail/liste/2005-December/002306.html Meine fragen zu meinem workshop: http://netznetz.net/wiki/index.php/NNOrganisation !!!! Gerade Vorschl�ge f�r einen Modus zur Entscheidungsfindung t�te ich bitter brauchen!, h�tte da jemand Lust beim Workshop einen Vortrag zu halten bzw. mitzuwirken??? lg eSeL