Lieber B. Ich finde es nicht korrekt, wenn in einer Diskussion über eine sehr wichtige und unterstützenswerte Sache wie die EU Daten- schutzdirektive Vorschläge kommen die genau diesen Forderungen widersprechen. On 13/02/19/ 12:34, BDuN@gmx.net wrote:
.. das alles steht zB auch auf Facebook - hat nichts mit Straftaten zu tun, wenn man es sammelt.
"Datenschutzkommision (http://www.dsk.gv.at/site/6295/default.aspx): Nach den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes 2000 (DSG 2000), BGBl. I Nr. 165/1999 idgF., hat jeder Auftraggeber vor Aufnahme einer Datenanwendung eine Meldung an das Datenverarbeitungsregister bei der Datenschutzkommission zu erstatten. Die Meldepflicht betrifft nur personenbezogene Daten. Das sind Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar ist (die exakte Definition finden Sie in § 4 Z 1 DSG 2000)." Just sayin'... Die preisgabe persönlicher Daten z.B. auf Social Networks kann nicht als Zustimmung für eine weitere Verwendung der Daten gewertet werden. Genau daran arbeiten wir und es kommen Vorschläge, die unserem Ziel widersprechen. Oder soll das Einverständnis eingeholt werden, um die persönlichen Daten zu verarbeiten und zu publizieren? Selbst in Anon-Kreisen wird "Doxing" oft verurteilt, besonders wenn Informationen über Unbeteiligte wie Verwandte oder Lebens- partner veröffentlicht werden. BTW Datenschutz ist, soweit ich mich erinnere, Strafrecht. Ich bitte um Korrektur falls ich mich irre.
Ich empfinde es als äußerst ungerecht, daß kein Politiker bei uns öffentlich aufgelistet wird, anonym wohnen kann, in keinem Telefonbuch oder wo immer zu finden ist (schau mal nach Norwegen, da stehen - fast - alle in einem "Bürgerregister", mit Wohnort, Einkommen und jährlicher Steuerzahlung" und es ist keine Straftat),
Bitte entführe nicht die Diskussion, es geht nicht um eine nationale Veröffentlichungspflicht in Norwegen sondern um die EU-Direktive zu Datenschutz.
während von uns wirklich alles gesammelt und verwendet werden kann. Ich kenne einen Medienanwalt, ich weiß, an welche Daten der kommen kann und wie einfach das für ihn ist.
Wenn er illegale Methoden verwendet dann erstatte bitte Anzeige! Wir haben engagierte Menschen in der Datenschutzkommission, wir haben Volksanwälte, investigative Presse, Ombuds(wie heisst das Gender-neutral?)Frauen/Männer etc.
Nein, den Hack kenne ich nicht, aber die sms.at oder FB-Seiten einiger Kinder und die halte sogar ich für bedenklich.
Just FYI: "Aktivisten" hatten den Server einer Schule in Niederösterreich geplündert und die Daten ins Netz gestellt. Bewusstsein über Privatsphäre im Internet ist besonders für Kinder wichtig. Hier sollten wir aufklären. Die Informationen ohne Zustimmung weiter zu verwenden ist gegen unsere Ziele.
Und da so gut wie jeder - auch Private - für ein paar Zerquetschte deine gesamten Haushaltsdaten abfragen kann, deine Kreditwürdigkeit, sehr wohl auch, wer deine Kinder sind und wo sie zur Schule gehen, sollte das auch für Politiker gelten müssen. Versuch es mal, auf offiziellem Weg, du wirst scheitern. Hast du dir schon mal die Werbezusendungen im Briefkasten genauer angesschaut ? Die kommen teilweise schon "personenbezogen" - fragt sich, woher die diese Daten haben!
Wenn ungesetzliche Methoden verwendet werden dann noch einmal: Bitte erstatte Anzeige. Bei Werbesendungen sollte Absender, DVR-Nummer etc. genannt werden. [... snip some stuff not related to EU-Direktive ...]
Man muß durchaus nicht gleich hinter jedem Vorschlag eine potentielle Straftat vermuten,
Wenn der Inhalt und die Formulierung darauf schliessen lassen? Siehe oben.
aber man wird mit herkömmlichen Mitteln gegen das System vermutlich nicht mehr viel ausrichten können. Zumal sowieso der überwiegende Teil der Bevölkerung immer noch im Glauben lebt, ohnehin nichts zu verbergen zu haben.
Das rechtfertigt nicht, selber gegen die eigenen Ziele und geltende Rechtsnormen zu verstossen. Ich bin gegen "Offensive Security". Fehl- verhalten, Pflichtverletzungen oder Unfähigkeit anderer ist keine Rechtfertigung für eigenes Fehlverhalten.
Aber hinter jedem Ansatz von Querdenken gleich kriminelle Energie zu vermuten, halte ich für übertrieben.
Ich vermute keine kriminelle Energie hinter "Querdenken" sondern kritisiere die Aufforderung private Daten zu veröffentlichen.
B
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir in dieser Diskussion positiv, kreativ und konstruktiv zusammenarbeiten. Das ist zu wichtig, um uns unnötig Feinde zu schaffen oder selber als "Die Bösen" dazustehen. Für alle anderen Ansätze gibt es, wie schon erwähnt, einschlägige Twitter-Kanäle. Liebe Grüße, MiKa
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Tue, 19 Feb 2013 11:41:39 +0100 Von: Michael Kafka <m.kafka@aon.at> An: Metalab General Discussion List <metalab@lists.metalab.at> Betreff: Re: [Metalab] Setzt euch für Datenschutz ein
D´accord wegen "Zuspammen bringt nix"
Aber dieser Vorschlag:
On 13/02/19/ 11:15, BDuN@gmx.net wrote:
Heilsamer könnte es sein, die persönlichen Daten von Politikern ins Netz zu stellen, ihre Adressen, Verwandten, wo ihre Kinder zur Schule gehen, ihr Einkommen, ihre Sozialversicherungsnummern und Teile ihrer privaten Onlinekorrespondenz bzw ihr Surfverhalten (gibt sicher ein paar talentierte Buben, die das herausfinden können - zumal jeder in der richtigen Position auch unsere gesamten Daten abfragen lassen kann, auch ohne richterliche Anordnung und einfach deshalb, weil sie da sind....)
Empfehle, das auf eine anonym gehostet Website zu packen, denn das würde einiges an Aufruhr auslösen. Aber vielleicht beim einen oder anderen die Augen öffnen.
Gruß B.
WTF? Really? Verwandte, Kinder blosstellen? hast du den "Hack" vor ein paar Jahren vergessen, als Namen, Fotos, Adressen von Grundschulkindern und Details über deren Schulweg im Netz veröffentlicht wurden?
Ich würde mich freuen, wenn solche Vorschläge nicht im Metalab oder aus dem Metalab heraus entstehen. Abgesehen davon, dass es eine Aufforderung zu einer Straftat ist.
Ich glaube es gibt einschlägige Twitter-Kanäle, wo man so etwas erwarten kann, aber bitte nicht im Metalab.
MiKa
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