On Fri, Sep 06, 2013 at 19:31:01 +0200, Ralf Schlatterbeck wrote:
Diese Ergebnisse muss man heute ergänzen, weil man natürlich solche Bugs auch direkt in der Hardware unterbringen kann. Vor ein paar Jahren haben ein paar Studenten ein Paper publiziert wo sie eine Hintertür direkt im Prozessor untergebracht hatten.
Interessant fand ich dazu auch http://spritesmods.com/?art=hddhack Den dazugehörigen Vortrag haben vielleicht einige von euch auf der OHM gesehen. Mit dieser Methode kann man jedenfalls direkt die von der Festplatte gelesenen Daten (und damit Programme) verändern. Im Fall von Festplattenfirmware und CPUs mit updatebarem Microcode verschwimmt auch die Grenze zwischen Hard- und Software, sodass es teilweise eben garnicht nötig ist, spezielle Hardware mit schwer auffindbaren Sicherheitslücken zu designen, sondern Hardware von der Stange entsprechend zu preparieren. Rein softwareseitig sind auch von der NSA finanzierte oder initiierte Projekte ganz interessant, z.B. SELinux. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die so etwas nicht aus reiner Nächstenliebe schreiben, sondern mit dem Hintergedanken "wer ein sicheres System möchte, hat auch etwas vor uns zu verbergen" und dann unbemerkt Hintertüren in solche Projekte einbauen. Dazu ist außerdem auch interessant, wie sich die NSA angeblich in Standardkommitees einschleicht und dort wichtige Entscheidungen sabotiert (siehe dazu http://www.mail-archive.com/cryptography@metzdowd.com/msg12325.html ) Grüße, Moritz