Urban Commons Vienna
Hi! Nachdems glaub ich noch nicht über die Liste ging: platz.da?! hat im Rahmen der Wienwoche eine Karte der "Urban Commons" in Wien erstellt, wo natürlich auch das Metalab drauf ist.Ich finds recht beeindruckend, was es alles so gibt in der Stadt . http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/ lg mm *Karte der Urban Commons in Wien Was soll die Karte?! – Urban Commons für alle!* Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verstärkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet. Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegenüber. Während die Ursprünge dieser Gemeingüter in Form von gemeinschaftlich genutzten Wald- und Weidegründen (Allmende) im ländlichen Raum liegen, werden durch sogenannte Urban Commons auch zunehmend (wieder) Alternativen im städtischen Raum erschaffen. Hierbei handelt es sich um vielfältige Güter und Räume, wie Nahrungsmittel, Werkstätten oder KostNixLäden. Ziel der vorliegenden Kartierung ist es die konkreten solidarökonomischen Projekte und Strukturen in Wien aufzuzeigen, wobei wir hierzu Friederike Habermanns Metapher der „Halbinseln gegen den Strom“ aufgreifen. Hiermit verdeutlicht sich zum einen die konträre Ausrichtung der Commons „gegen den Strom“. Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerständigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: künstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben. Zum anderen bietet die Karte auch die Möglichkeit interne Konflikte und Widersprüche zu thematisieren und visualisieren, mit denen im Kontext der Commons umgegangen werden muss, da es kein widerspruchsfreies, „richtiges Leben im Falschen“ gibt. Somit soll diese Karte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen, bestehende Projekte aufzeigen und dazu einladen sich an diesen Experimentierlaboren einer Organisierung jenseits von Markt und Staat zu beteiligen. Die Karte ist im Rahmen der Wienwoche 2012 von einer Gruppe aus dem Kontext der Kampagne platz.da!? (www.platzda.net) erarbeitet worden. Sie ist das Ergebnis intensiver Diskussionsprozesse, einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie allerdings nicht, vielmehr ist sie Momentaufnahme einer Spurensuche. Ihr habt vielleicht noch andere Commons, Kategorien und (Zu)ordnungen im Sinn und das ist auch gut. Denn dies zeigt, dass die Schaffung von Commons lebendig, ihre Nutzung, indem sie vormals fragmentierte Lebensbereiche verknüpfen,vielfältig ist und verschiedene Perspektiven sich nicht ausschließen, sondern Antriebsfedern für Neues sind.
Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verstärkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet.
Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegenüber.
Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerständigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: künstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben.
Weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Hallo! On 10/04/2012 10:05 AM, Martin M wrote:
platz.da?! hat im Rahmen der Wienwoche eine Karte der "Urban Commons" in Wien erstellt, wo nat�rlich auch das Metalab drauf ist.Ich finds recht beeindruckend, was es alles so gibt in der Stadt . http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/ Find ich super, das jemand das alles zusammengetragen hat und auf eine "Karte" geschrieben hat! So sieht man auf einem Blick, was alles in dieser Stadt m�glich ist!
Aber ich finde den Begleittext ja schon sehr "gestelzt" geschrieben. Wenn man damit die gro�e Masse an Leuten erreichen will (und das vermute ich mal) dann muss man an der Pr�sentation noch feilen. Sind wir uns ehrlich, so wie der Text unten geschrieben ist, spricht doch kein Mensch! Otto-Normal-B�rger wei� wahrscheinlich nicht mal was Commons ist. (au�er er/sie hat vor 1-2 Monaten den echt guten Artikel �ber Commons im Augustin gelesen, was ich aber nicht voraussetzen w�rde) Commons mit einem Satz zu erkl�ren ist glaube ich zu wenig. Der Text ist auch recht kompliziert geschrieben. Sogar ich tu mir schwer beim lesen des Textes. W�re es nicht viel besser wenn es nur so eine Freude w�re den Text zur Karte zu lesen, damit man inspiriert und motiviert wird und sieht was es alles gibt! Optimalerweise sollte der Text so sein, dass der Leser sofort aufspringt und zB ins Metalab l�uft um mitzumachen! (oder zumindest auf die Webseiten geht und sich weiter informiert :) Beim Text g�be es noch Verbesserungspotential aber im Gro�en und Ganzen finde ich die Kartenidee wunderbar! Danke auf alle F�lle f�r den Link zur Karte! Es ist einiges drauf, was ich noch nicht kenne. Anton
*Karte der Urban Commons in Wien Was soll die Karte?! -- Urban Commons f�r alle!*
Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verst�rkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet. Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegen�ber. W�hrend die Urspr�nge dieser Gemeing�ter in Form von gemeinschaftlich genutzten Wald- und Weidegr�nden (Allmende) im l�ndlichen Raum liegen, werden durch sogenannte Urban Commons auch zunehmend (wieder) Alternativen im st�dtischen Raum erschaffen. Hierbei handelt es sich um vielf�ltige G�ter und R�ume, wie Nahrungsmittel, Werkst�tten oder KostNixL�den. Ziel der vorliegenden Kartierung ist es die konkreten solidar�konomischen Projekte und Strukturen in Wien aufzuzeigen, wobei wir hierzu Friederike Habermanns Metapher der "Halbinseln gegen den Strom" aufgreifen. Hiermit verdeutlicht sich zum einen die kontr�re Ausrichtung der Commons "gegen den Strom". Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerst�ndigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: k�nstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben. Zum anderen bietet die Karte auch die M�glichkeit interne Konflikte und Widerspr�che zu thematisieren und visualisieren, mit denen im Kontext der Commons umgegangen werden muss, da es kein widerspruchsfreies, "richtiges Leben im Falschen" gibt. Somit soll diese Karte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen, bestehende Projekte aufzeigen und dazu einladen sich an diesen Experimentierlaboren einer Organisierung jenseits von Markt und Staat zu beteiligen. Die Karte ist im Rahmen der Wienwoche 2012 von einer Gruppe aus dem Kontext der Kampagne platz.da!? (www.platzda.net <http://www.platzda.net>) erarbeitet worden. Sie ist das Ergebnis intensiver Diskussionsprozesse, einen Anspruch auf Vollst�ndigkeit erhebt sie allerdings nicht, vielmehr ist sie Momentaufnahme einer Spurensuche. Ihr habt vielleicht noch andere Commons, Kategorien und (Zu)ordnungen im Sinn und das ist auch gut. Denn dies zeigt, dass die Schaffung von Commons lebendig, ihre Nutzung, indem sie vormals fragmentierte Lebensbereiche verkn�pfen,vielf�ltig ist und verschiedene Perspektiven sich nicht ausschlie�en, sondern Antriebsfedern f�r Neues sind.
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
-- DI(FH) Anton Pirker --------------------------------------------- IGNAZ Softwaremanufaktur web development . scrum . mobile web wurlitzergasse 58/20 a-1160 wien tel: +43 699 1234 0 456 skype: antonpirker http://ignaz.at My latest project: http://creativesociety.com
Auf der Karte (hinterseite) selber der text ist glaub ich eh etwas knackiger :) Generell bin ich aber für lachen, weinen würde ja in letzter Konsequenz bedeuten, das Lasercutter und co einen neoliberalen Münzschlitz bekommen müssten :D lg mm 2012/10/4 Anton Pirker <anton@ignaz.at>
Hallo!
On 10/04/2012 10:05 AM, Martin M wrote:
platz.da?! hat im Rahmen der Wienwoche eine Karte der "Urban Commons" in Wien erstellt, wo natürlich auch das Metalab drauf ist.Ich finds recht beeindruckend, was es alles so gibt in der Stadt . http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/
Find ich super, das jemand das alles zusammengetragen hat und auf eine "Karte" geschrieben hat! So sieht man auf einem Blick, was alles in dieser Stadt möglich ist!
Aber ich finde den Begleittext ja schon sehr "gestelzt" geschrieben. Wenn man damit die große Masse an Leuten erreichen will (und das vermute ich mal) dann muss man an der Präsentation noch feilen. Sind wir uns ehrlich, so wie der Text unten geschrieben ist, spricht doch kein Mensch! Otto-Normal-Bürger weiß wahrscheinlich nicht mal was Commons ist. (außer er/sie hat vor 1-2 Monaten den echt guten Artikel über Commons im Augustin gelesen, was ich aber nicht voraussetzen würde) Commons mit einem Satz zu erklären ist glaube ich zu wenig.
Der Text ist auch recht kompliziert geschrieben. Sogar ich tu mir schwer beim lesen des Textes.
Wäre es nicht viel besser wenn es nur so eine Freude wäre den Text zur Karte zu lesen, damit man inspiriert und motiviert wird und sieht was es alles gibt! Optimalerweise sollte der Text so sein, dass der Leser sofort aufspringt und zB ins Metalab läuft um mitzumachen! (oder zumindest auf die Webseiten geht und sich weiter informiert :)
Beim Text gäbe es noch Verbesserungspotential aber im Großen und Ganzen finde ich die Kartenidee wunderbar!
Danke auf alle Fälle für den Link zur Karte! Es ist einiges drauf, was ich noch nicht kenne.
Anton
*Karte der Urban Commons in Wien Was soll die Karte?! – Urban Commons für alle!*
Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verstärkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet. Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegenüber. Während die Ursprünge dieser Gemeingüter in Form von gemeinschaftlich genutzten Wald- und Weidegründen (Allmende) im ländlichen Raum liegen, werden durch sogenannte Urban Commons auch zunehmend (wieder) Alternativen im städtischen Raum erschaffen. Hierbei handelt es sich um vielfältige Güter und Räume, wie Nahrungsmittel, Werkstätten oder KostNixLäden. Ziel der vorliegenden Kartierung ist es die konkreten solidarökonomischen Projekte und Strukturen in Wien aufzuzeigen, wobei wir hierzu Friederike Habermanns Metapher der „Halbinseln gegen den Strom“ aufgreifen. Hiermit verdeutlicht sich zum einen die konträre Ausrichtung der Commons „gegen den Strom“. Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerständigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: künstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben. Zum anderen bietet die Karte auch die Möglichkeit interne Konflikte und Widersprüche zu thematisieren und visualisieren, mit denen im Kontext der Commons umgegangen werden muss, da es kein widerspruchsfreies, „richtiges Leben im Falschen“ gibt. Somit soll diese Karte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen, bestehende Projekte aufzeigen und dazu einladen sich an diesen Experimentierlaboren einer Organisierung jenseits von Markt und Staat zu beteiligen. Die Karte ist im Rahmen der Wienwoche 2012 von einer Gruppe aus dem Kontext der Kampagne platz.da!? (www.platzda.net) erarbeitet worden. Sie ist das Ergebnis intensiver Diskussionsprozesse, einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie allerdings nicht, vielmehr ist sie Momentaufnahme einer Spurensuche. Ihr habt vielleicht noch andere Commons, Kategorien und (Zu)ordnungen im Sinn und das ist auch gut. Denn dies zeigt, dass die Schaffung von Commons lebendig, ihre Nutzung, indem sie vormals fragmentierte Lebensbereiche verknüpfen,vielfältig ist und verschiedene Perspektiven sich nicht ausschließen, sondern Antriebsfedern für Neues sind.
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Hi! On 10/04/2012 12:01 PM, Martin M wrote:
Auf der Karte (hinterseite) selber der text ist glaub ich eh etwas knackiger :) Stimmt!
Generell bin ich aber f�r lachen, weinen w�rde ja in letzter Konsequenz bedeuten, das Lasercutter und co einen neoliberalen M�nzschlitz bekommen m�ssten :D Der Lasercutter im Metalab hat aber eh einen M�nzschlitz. Lazzzorn kostet was.
Anton -- DI(FH) Anton Pirker --------------------------------------------- IGNAZ Softwaremanufaktur web development . scrum . mobile web wurlitzergasse 58/20 a-1160 wien tel: +43 699 1234 0 456 skype: antonpirker http://ignaz.at My latest project: http://creativesociety.com
wurde die karte schon gedruckt gedruckt? und fallls ja können wir einen kleinen stapel davon haben um sie im metalab auszulegen? ich hätt zumindest gern eine ^^ den text da find ich übrigens auch ganz gut, immerhin beanspruchen ja die meisten hacksen und hacker für sich kritische denker zu sein ... lg. On 04.10.2012 12:01, Martin M wrote:
Auf der Karte (hinterseite) selber der text ist glaub ich eh etwas knackiger :)
Generell bin ich aber für lachen, weinen würde ja in letzter Konsequenz bedeuten, das Lasercutter und co einen neoliberalen Münzschlitz bekommen müssten :D
lg mm
2012/10/4 Anton Pirker <anton@ignaz.at <mailto:anton@ignaz.at>>
Hallo!
On 10/04/2012 10:05 AM, Martin M wrote:
platz.da?! hat im Rahmen der Wienwoche eine Karte der "Urban Commons" in Wien erstellt, wo natürlich auch das Metalab drauf ist.Ich finds recht beeindruckend, was es alles so gibt in der Stadt . http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/
Find ich super, das jemand das alles zusammengetragen hat und auf eine "Karte" geschrieben hat! So sieht man auf einem Blick, was alles in dieser Stadt möglich ist!
Aber ich finde den Begleittext ja schon sehr "gestelzt" geschrieben. Wenn man damit die große Masse an Leuten erreichen will (und das vermute ich mal) dann muss man an der Präsentation noch feilen. Sind wir uns ehrlich, so wie der Text unten geschrieben ist, spricht doch kein Mensch! Otto-Normal-Bürger weiß wahrscheinlich nicht mal was Commons ist. (außer er/sie hat vor 1-2 Monaten den echt guten Artikel über Commons im Augustin gelesen, was ich aber nicht voraussetzen würde) Commons mit einem Satz zu erklären ist glaube ich zu wenig.
Der Text ist auch recht kompliziert geschrieben. Sogar ich tu mir schwer beim lesen des Textes.
Wäre es nicht viel besser wenn es nur so eine Freude wäre den Text zur Karte zu lesen, damit man inspiriert und motiviert wird und sieht was es alles gibt! Optimalerweise sollte der Text so sein, dass der Leser sofort aufspringt und zB ins Metalab läuft um mitzumachen! (oder zumindest auf die Webseiten geht und sich weiter informiert :)
Beim Text gäbe es noch Verbesserungspotential aber im Großen und Ganzen finde ich die Kartenidee wunderbar!
Danke auf alle Fälle für den Link zur Karte! Es ist einiges drauf, was ich noch nicht kenne.
Anton
*Karte der Urban Commons in Wien Was soll die Karte?! – Urban Commons für alle!*
Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verstärkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet. Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegenüber. Während die Ursprünge dieser Gemeingüter in Form von gemeinschaftlich genutzten Wald- und Weidegründen (Allmende) im ländlichen Raum liegen, werden durch sogenannte Urban Commons auch zunehmend (wieder) Alternativen im städtischen Raum erschaffen. Hierbei handelt es sich um vielfältige Güter und Räume, wie Nahrungsmittel, Werkstätten oder KostNixLäden. Ziel der vorliegenden Kartierung ist es die konkreten solidarökonomischen Projekte und Strukturen in Wien aufzuzeigen, wobei wir hierzu Friederike Habermanns Metapher der „Halbinseln gegen den Strom“ aufgreifen. Hiermit verdeutlicht sich zum einen die konträre Ausrichtung der Commons „gegen den Strom“. Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerständigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: künstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben. Zum anderen bietet die Karte auch die Möglichkeit interne Konflikte und Widersprüche zu thematisieren und visualisieren, mit denen im Kontext der Commons umgegangen werden muss, da es kein widerspruchsfreies, „richtiges Leben im Falschen“ gibt. Somit soll diese Karte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen, bestehende Projekte aufzeigen und dazu einladen sich an diesen Experimentierlaboren einer Organisierung jenseits von Markt und Staat zu beteiligen. Die Karte ist im Rahmen der Wienwoche 2012 von einer Gruppe aus dem Kontext der Kampagne platz.da!? (www.platzda.net <http://www.platzda.net>) erarbeitet worden. Sie ist das Ergebnis intensiver Diskussionsprozesse, einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie allerdings nicht, vielmehr ist sie Momentaufnahme einer Spurensuche. Ihr habt vielleicht noch andere Commons, Kategorien und (Zu)ordnungen im Sinn und das ist auch gut. Denn dies zeigt, dass die Schaffung von Commons lebendig, ihre Nutzung, indem sie vormals fragmentierte Lebensbereiche verknüpfen,vielfältig ist und verschiedene Perspektiven sich nicht ausschließen, sondern Antriebsfedern für Neues sind.
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Die Karte ist schon gedruckt, ich glaub da wirds sicher einen stapel fürs Lab geben :) Ich werd mal Nachfragen. Stimmt Lasercutter ist ein schlechtes Beispiel! Mit Münzschlitz meine ich aber mehr so alla Telefonzelle wo dann die Sekunden Runterticken, keine Ahnung wie das beim Lasercutter funktioniert, ich Benütze im Lab ja nur die Bar und die funktioniert schon eher solidarisch kommt mir vor :D Sag ma halt Münzschlitz fürs WiFi, das ist dann eindeutiger ;) lg mm 2012/10/4 uniqx <uniqx@fused.at>
wurde die karte schon gedruckt gedruckt? und fallls ja können wir einen kleinen stapel davon haben um sie im metalab auszulegen? ich hätt zumindest gern eine ^^
den text da find ich übrigens auch ganz gut, immerhin beanspruchen ja die meisten hacksen und hacker für sich kritische denker zu sein ...
lg.
On 04.10.2012 12:01, Martin M wrote:
Auf der Karte (hinterseite) selber der text ist glaub ich eh etwas knackiger :)
Generell bin ich aber für lachen, weinen würde ja in letzter Konsequenz bedeuten, das Lasercutter und co einen neoliberalen Münzschlitz bekommen müssten :D
lg mm
2012/10/4 Anton Pirker <anton@ignaz.at <mailto:anton@ignaz.at>>
Hallo!
On 10/04/2012 10:05 AM, Martin M wrote:
platz.da?! hat im Rahmen der Wienwoche eine Karte der "Urban Commons" in Wien erstellt, wo natürlich auch das Metalab drauf ist.Ich finds recht beeindruckend, was es alles so gibt in der Stadt .
http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/ Find ich super, das jemand das alles zusammengetragen hat und auf eine "Karte" geschrieben hat! So sieht man auf einem Blick, was alles in dieser Stadt möglich ist!
Aber ich finde den Begleittext ja schon sehr "gestelzt" geschrieben. Wenn man damit die große Masse an Leuten erreichen will (und das vermute ich mal) dann muss man an der Präsentation noch feilen. Sind wir uns ehrlich, so wie der Text unten geschrieben ist, spricht doch kein Mensch! Otto-Normal-Bürger weiß wahrscheinlich nicht mal was Commons ist. (außer er/sie hat vor 1-2 Monaten den echt guten Artikel über Commons im Augustin gelesen, was ich aber nicht voraussetzen würde) Commons mit einem Satz zu erklären ist glaube ich zu wenig.
Der Text ist auch recht kompliziert geschrieben. Sogar ich tu mir schwer beim lesen des Textes.
Wäre es nicht viel besser wenn es nur so eine Freude wäre den Text zur Karte zu lesen, damit man inspiriert und motiviert wird und sieht was es alles gibt! Optimalerweise sollte der Text so sein, dass der Leser sofort aufspringt und zB ins Metalab läuft um mitzumachen! (oder zumindest auf die Webseiten geht und sich weiter informiert :)
Beim Text gäbe es noch Verbesserungspotential aber im Großen und Ganzen finde ich die Kartenidee wunderbar!
Danke auf alle Fälle für den Link zur Karte! Es ist einiges drauf, was ich noch nicht kenne.
Anton
*Karte der Urban Commons in Wien Was soll die Karte?! – Urban Commons für alle!*
Durch die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft werden verstärkt Lebensbereiche in Wert gesetzt und nach kapitalistischen Logiken ausgerichtet. Diesen Prozessen stehen jedoch emanzipatorische Projekte kollektiver Selbstverwaltung und Nutzungsformen gegenüber. Während die Ursprünge dieser Gemeingüter in Form von gemeinschaftlich genutzten Wald- und Weidegründen (Allmende) im ländlichen Raum liegen, werden durch sogenannte Urban Commons auch zunehmend (wieder) Alternativen im städtischen Raum erschaffen. Hierbei handelt es sich um vielfältige Güter und Räume, wie Nahrungsmittel, Werkstätten oder KostNixLäden. Ziel der vorliegenden Kartierung ist es die konkreten solidarökonomischen Projekte und Strukturen in Wien aufzuzeigen, wobei wir hierzu Friederike Habermanns Metapher der „Halbinseln gegen den Strom“ aufgreifen. Hiermit verdeutlicht sich zum einen die konträre Ausrichtung der Commons „gegen den Strom“. Commons sind nicht einfach da, sondern entspringen einer widerständigen (Alltags-)Praxis, die (idealtypisch) mit grundlegenden Pfeilern kapitalistischer Gesellschaft bricht: künstliche Verknappung, Lohnarbeit, Wettbewerb, Markt und hierarchische (staatliche) Steuerung von oben. Zum anderen bietet die Karte auch die Möglichkeit interne Konflikte und Widersprüche zu thematisieren und visualisieren, mit denen im Kontext der Commons umgegangen werden muss, da es kein widerspruchsfreies, „richtiges Leben im Falschen“ gibt. Somit soll diese Karte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen, bestehende Projekte aufzeigen und dazu einladen sich an diesen Experimentierlaboren einer Organisierung jenseits von Markt und Staat zu beteiligen. Die Karte ist im Rahmen der Wienwoche 2012 von einer Gruppe aus dem Kontext der Kampagne platz.da!? (www.platzda.net <http://www.platzda.net>) erarbeitet worden. Sie ist das Ergebnis intensiver Diskussionsprozesse, einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie allerdings nicht, vielmehr ist sie Momentaufnahme einer Spurensuche. Ihr habt vielleicht noch andere Commons, Kategorien und (Zu)ordnungen im Sinn und das ist auch gut. Denn dies zeigt, dass die Schaffung von Commons lebendig, ihre Nutzung, indem sie vormals fragmentierte Lebensbereiche verknüpfen,vielfältig ist und verschiedene Perspektiven sich nicht ausschließen, sondern Antriebsfedern für Neues sind.
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at <mailto:Metalab@lists.metalab.at> https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
-- DI(FH) Anton Pirker
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wurlitzergasse 58/20 a-1160 wien tel: +43 699 1234 0 456 <tel:%2B43%20699%201234%200%20456> skype: antonpirker
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Excerpts from Martin M's message of 2012-10-04 12:46:34 +0200:
ich Benütze im Lab ja nur die Bar und die funktioniert schon eher solidarisch kommt mir vor :D
Hier im Lab herrscht grad etwas Unklarheit ueber was du damit meinst. Wir haben schon _Mindestpreise_ (€2 fuer 0.5l, €1.5 fuer <0.5l ausser fuer Mineralwasser das kostet €0.5) - mehr als Spende ans Lab darf man aber immer geben ;) Und da ein nicht unkleiner Teil unserer Kosten wird ueber die Bar gedeckt werden hoffen wir mal du hast das gemeint :) Liebe Gruesse, Michael -- http://niij.org/
LOL! Es gibt aber nur in den seltensten Fällen einen Bar-Sheriff der das auch kontrolliert ;) Ihr müsst den Leuten also vertrauen. Lg mm ------- Original message -------
From: Michael Zeltner <m@niij.org> To: metalab@lists.metalab.at Sent: 4.10.'12, 18:05
Excerpts from Martin M's message of 2012-10-04 12:46:34 +0200:
ich Benütze im Lab ja nur die Bar und die funktioniert schon eher solidarisch kommt mir vor :D
Hier im Lab herrscht grad etwas Unklarheit ueber was du damit meinst. Wir haben schon _Mindestpreise_ (€2 fuer 0.5l, €1.5 fuer <0.5l ausser fuer Mineralwasser das kostet €0.5) - mehr als Spende ans Lab darf man aber immer geben ;)
Und da ein nicht unkleiner Teil unserer Kosten wird ueber die Bar gedeckt werden hoffen wir mal du hast das gemeint :)
Liebe Gruesse, Michael
On 10/04/2012 09:11 PM, Martin M wrote:
LOL! Es gibt aber nur in den seltensten Fällen einen Bar-Sheriff der das auch kontrolliert ;) Ihr müsst den Leuten also vertrauen.
ja eh. drum gibts auch eine offene kasse. leute die nicht zahlen werden darauf aufmerksam gemacht wie assozial und beschissen es ist das metalab zu bescheissen. und leute die klauen fliegen sowieso raus und werden eventuell angezeigt. :* -flo
Passiert das eigentlich, dass Leute an der Bar nicht zahlen? Da wärs dann natürlich spannend, warum nicht bezahlt wird. Zudem sind die Preise an sich eh schon sehr solidarisch-niedrig angesetzt :) Lg mm ------- Original message -------
From: overflo <flo@tekstix.com> To: metalab@lists.metalab.at Sent: 4.10.'12, 21:17
On 10/04/2012 09:11 PM, Martin M wrote:
LOL! Es gibt aber nur in den seltensten Fällen einen Bar-Sheriff der das auch kontrolliert ;) Ihr müsst den Leuten also vertrauen.
ja eh. drum gibts auch eine offene kasse.
leute die nicht zahlen werden darauf aufmerksam gemacht wie assozial und beschissen es ist das metalab zu bescheissen.
und leute die klauen fliegen sowieso raus und werden eventuell angezeigt.
:* -flo
_______________________________________________ Metalab mailing list Metalab@lists.metalab.at https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
ich hoffe nicht das sowas passiert... ich kenn zwar genug fälle von "he kann wer einen 50er wechseln?" und dann gewartet wird bis die kassa genug wechselgeld hergibt (oder man genug mate getrunken hat bis sich das auf einen wechselbaren betrag ausgeht) aber gezahlt wird dann eigentlich schon. lg On Thu, 04 Oct 2012 23:39:05 +0200, "Martin M" <neocaridina.heteropoda@yahoo.it> wrote:
Passiert das eigentlich, dass Leute an der Bar nicht zahlen? Da wärs dann natürlich spannend, warum nicht bezahlt wird.
Zudem sind die Preise an sich eh schon sehr solidarisch-niedrig angesetzt :)
Lg mm
------- Original message -------
From: overflo <flo@tekstix.com> To: metalab@lists.metalab.at Sent: 4.10.'12, 21:17
On 10/04/2012 09:11 PM, Martin M wrote:
LOL! Es gibt aber nur in den seltensten Fällen einen Bar-Sheriff der das auch kontrolliert ;) Ihr müsst den Leuten also vertrauen.
ja eh. drum gibts auch eine offene kasse.
leute die nicht zahlen werden darauf aufmerksam gemacht wie assozial und beschissen es ist das metalab zu bescheissen.
und leute die klauen fliegen sowieso raus und werden eventuell angezeigt.
:* -flo
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On Thu, 4 Oct 2012 12:46:34 +0200 Martin M wrote:
Die Karte ist schon gedruckt, ich glaub da wirds sicher einen stapel fürs Lab geben :) Ich werd mal Nachfragen. ...
2012/10/4 uniqx <uniqx@fused.at>
wurde die karte schon gedruckt gedruckt? und fallls ja können wir einen kleinen stapel davon haben um sie im metalab auszulegen? ich hätt zumindest gern eine ^^
die Karte hängt schon eine ganze Weile am Whiteboard im Hauptraum. Ich habs mit 2012-09-23 22.08.49.jpg fotografiert. Zu diesem Zeitpunkt gabs auch mehr von den Karten am Rundtisch im Eingangsbereich. Vor ein paar Tagen liefs auch durch die Metalab Suppe: http://log.metalab.at/post/282030110/Karte-der-Urban-Commons-in-Wien
2012/10/4 Anton Pirker <anton@ignaz.at <mailto:anton@ignaz.at>> ...
Aber ich finde den Begleittext ja schon sehr "gestelzt" geschrieben. Wenn man damit die große Masse an Leuten erreichen will (und das vermute ich mal) dann muss man an der Präsentation noch feilen. Sind wir uns ehrlich, so wie der Text unten geschrieben ist, spricht doch kein Mensch! Otto-Normal-Bürger weiß wahrscheinlich nicht mal was Commons ist. (außer er/sie hat vor 1-2 Monaten den echt guten Artikel über Commons im Augustin gelesen, was ich aber nicht voraussetzen würde) Commons mit einem Satz zu erklären ist glaube ich zu wenig.
Übrigens vor 'nem Jahr beim -> https://metalab.at/wiki/Metaday_44 | Commons. Was die Welt von Freier Software lernen kann (und was nicht). | Vortragender: Felix Stalder cu, Peter
Teilnehmer (9)
-
Andreas Monitzer -
Anton Pirker -
Martin M -
Martin Schürrer -
Michael Zeltner -
overflo -
Peter Kuhm -
Sebastian Bachmann -
uniqx