Hi B (& all),

lustig, weiß nicht, ob Deine mail jetzt zufällig kommt - aber vielleicht hast Du mitgekriegt hast, dass mein
stichelnder Hinweis in einer der letzten mails, ob für Jungs andere Regeln gelten, bizarrely enough
gleich als nicht genügend gendersensitiv ggüber Männern eingestuft wurde. : )

Denke da geht's zT eher/auch um CoreGroups. Und da ich nur selten da bin, kann ich dir nur meine groben
Erfahrungen bieten:
Insecure fühlen braucht man sich sicher nicht. Fand die immer alle ziemlich hilfsbereit. Aber kann das Gefühl schon
noch nachvollziehen, hatte es vor Ewigkeiten auch, wenn ich in der Kogler-Klasse an der Akbild in den legendären
Computer-Käfig kam und alles von Männern besetzt war.

Die Abspaltung von Mz Balthazar find ich trotzdem schade. Entsprechend sind die im Metalab übrig
gebliebenen, von Frauen organisierten Sachen anscheinend leider sehr LowTech/analogig.
Bei Mz Balthazar werden zB Electro-Bastel-Kurse angeboten werden - was die Hemmschwelle für
Einstiegerinnen sicher positiv runtersetzt.

Allerdings: als ich neulich via Ms Balthazar eine Frau suchte, die mir (bezahlt!) bei Extras für meine Website hilft,
fand sich keine. (?!) Insofern frag ich mich, wieviel Tech auch bei denen überhaupt drin steckt... und ob das sich
Absondern unter Frauen nicht die Gefahr beinhaltet, auf dem Soft-Niveau zu bleiben. Ich persönlich mag auch keinen
Differenzfeminismus, der mich auf eine bestimmte Form von Frau-sein festnageln will.

Deswegen find ich's - auch wenn das Thema gut klingt - fast wieder ein bisschen sexistisch, lol, wenn Dir von Thomas,
nur weil Du ne Frau bist, gleich ein Hack-your-Sexuality-Kurs nahegelegt wird. Dass Du auf Hack-the-Pentagon(Hallo!)-
Niveau sein könntest, wird da gar nicht erst angenommen.

Anyway - Metalab od Mz B - hat glaub ich damit zu tun, wie man am liebsten arbeitet - straight zum Thema kommen
oder sich erstmal ne inspirierende Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Ich find ja letzteres mit Frauen eher schwierig. ;)

Aber vielleicht kann man ja mal nen Jour Fix einführen.
Oder ne mailingliste potenzieller Partnerinnen für weibliches, gemeinsames Dort-Abhängen B-)
Und wenn Du einfach explizit sagst, welche Themen Dich interessieren, kriegst Du sicher so oder so Unterstützung.

Weiß zwar, dass das Reinschnuppern dann schwieriger ist. Aber viell. kann man das - genderunabhängig -
ja nochmal durch regelmäßige Einführungen verbessern.

LgN
 

Gesendet: Donnerstag, 27. Juni 2013 um 02:35 Uhr
Von: "Thomas Steinbrenner" <thomas@thomas-steinbrenner.net>
An: metalab@lists.metalab.at
Betreff: Re: [Metalab] Frauen im Metalab

Ich glaub darauf gibt’s nur eine Antwort: Leider noch nicht genug!

 

<Eigenwerbung>
Ich organisiere das Hack Your Sexuality. Da geht es zwar grundsätzlich um Sexualität, aber es sind explizit alle Geschlechter (inkl. selbst erfundene) erwünscht. Insofern bin ich auch darum bemüht einen Safe-Space zu schaffen.

</Eigenwerbung>

 

Veranstaltungen, zumindestens von weiblichen Mitgliedern organisiert und die mir spontan einfallen, sind:

Die Leserunde README https://metalab.at/wiki/README.txt (Isis)

Die Bastelgruppe All Needles https://metalab.at/wiki/All_Needles (Gabi, Jasmin, Kay)

Die Fotolabor-Treffen https://metalab.at/wiki/Fotolab (Maria)

 

Ansonsten hat leider 4lex recht, dass es Mz Baltazar's Laboratory gab, was jetzt aber leider woanders stattfindet.

 

Falls du allerdings selbst etwas veranstalten willst: Zumindestens ich würde mich darüber freuen und meine Partnerin wahrscheinlich auch ^^

 

Liebe Grüße,

Thomas

 

From: Metalab [mailto:metalab-bounces@lists.metalab.at] On Behalf Of ???
Sent: Mittwoch, 26. Juni 2013 22:08
To: Metalab Gene
ral Discussion List
Subject: [Metalab] Frauen im Metalab

 

Gibt es reguläre Events/Meetings für weibliche Mitglieder bzw. Besucher des Metalabs?

lg, B

Anstoss vom http://blackse.wordpress.com/2013/06/16/if-i-can-do-it-so-can-you/

Feeling insecure…

Carrying out research for a PhD in computer science and going to academic conferences I was very much in a minority as a woman. The ratio was around 2:8 female to male, or lower, and sometimes this made things a bit uncomfortable. I remember going to one conference where, after being told by my supervisor that I needed to network at conferences, I approached a couple of guys during a break to discuss the previous session. I plucked up courage and said something friendly about the last speaker to start a conversation with them. They looked me up and down, and then started talking to each other as if I hadn’t said anything. I stood there feeling really silly, realized after about thirty seconds that they were going to continue to ignore me, and then walked away feeling absolutely mortified.

I had a few other encounters similar to this, and of course some good ones too, but I never felt completely at ease in that type of situation. That was until I went to a conference in Brussels for women in science. This time there were about one hundred women and two men. As I walked into the conference room and stood looking around wondering where to go and sit, a woman came over and started talking to me. We had a great chat and joined a conversation with some other women, probably about why we were at the conference and what we hoped to get out of it. What an amazing difference. I met some truly amazing, inspiring and supportive women. That conference changed my life.

I had thought that it was me, and my lack of social skills, that was preventing me from enjoying academic life to the full. Now I realized that wasn’t the case.