Leider ist das Rusz etwas völlig Anderes : Eine gemeinsame Unternehmung von AMS und VHS, zwangszugewiesene Arbeitskräfte (ist ein 6-Monats-Job und darf daher nicht abgelehnt werden, sonst Bezugssperre), holen sich die alten Trümmer von den Mülldeponien, reparieren oder putzen sie und verkaufen sie zu Preisen, für die man oft was Neues bekommt. Zusätzlich wird aufgrund schlechter Betriebsführung (auch das sind meist ehemalige AMS-Arbeitslose und eine Unmenge an Psychologinnen fürs Arbeitstraining, die ersten 6 Wochen arbeitet man dort "gratis", also nur Bezug vom AMS, danach wird erst entschieden, ob man überhaupt aufgenommen wird ...) noch jede Menge Hilfsgeld zugeschossen, der Betrieb muß obendrein eine Nachfolge-Vermittlungsquote erfüllen - d.h. so und so viele Prozent der dort 6 Monate lang Beschäftigten müssen direkt danach am 1. Arbeitsmarkt Arbeit finden ... von wegen Reparatur für Bedürftige ... natürlich kommen die auch ins Haus reparieren, nach entsprechender Wartezeit, aber schaut euch bitte mal die Preise an ! Auch die MA48 hat so ein "Reparaturlager" - da kommt aber nur ein Bruchteil dessen rein, was die Leute an den Sammelstellen dafür abgeben, weil die Mitarbeiter auf den Müllplätzen meist zu faul sind, das extra zu stapeln. Die werfen es, sobald der Geber weg ist, einfach zum anderen Müll dazu, ist einfacher und sie bekommen es ja nicht extra bezahlt. Außer man schmiert sie oder eben das Rusz - die bezahlen dafür, daß sie diese Dinge dann raussuchen und abholen dürfen. Sind beides leider nur Vorzeigeprojekte dafür, daß "eh was gemacht wird"!
 
Was das Stuttgarter Lab da macht, unterscheidet sich gewaltig: die bilden Normalbürger darin aus, wie sie ihr Zeugs selber reparieren können, wie man die Ursachen findet - ev. wie man sich gegen die Hersteller wegen geplanter Obsoleszenz vorgehen kann. Da gibts die sehr bemerkenswerte Website 
http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/
die mittlerweile schon recht gut gefüllt und bekannt ist, hat in Graz glaube ich sogar schon eine öst. Außenstelle, kommt sogar im deutschen Fernsehen immer öfter vor und mausert sich langsam zur Anlaufstelle betrogener und enttäuschter Verbraucher.
 
Der Unterschied zum Rusz wäre halt : Normalbürger könnten lernen, echten Verschleiß von geplantem zu unterscheiden, könnten kleine Reparaturen selbst ausführen, ev. im Web die Anleitungen dazu finden lernen und vlt auch durch die 3D-Drucker das eine oder andere Ersatzstück angefertigt erhalten. Die Kosten wären sicher günstiger als neue Original-Bestandteile oder gar neue Geräte zu kaufen, der Abfall würde sich verringern, der Reparatur-statt-Wegwerfen-Gedanke könnte wachsen und man könnte außerdem eine Statistik anlegen, was wann wo und warum kaputtgeht, was unvermeidlich ist, was geplant, was einfach schlecht konstruiert (das könnte ein Anreiz für künftige Entwicklungen sein) etc .
 
Zudem würde es mehr Bekanntheit fürs Lab bedeuten und vlt könnten nach und nach kleine  Reparaturgeschäfte mit 3D-Druck-Ersatzteilanfertigung entstehen ... ? 
Stuttgart ist da eher auf diesem Weg, das Rusz ist da gaaaanz was Anderes, leider .
 
Gruß B. 
Gesendet: Sonntag, 26. Mai 2013 um 13:55 Uhr
Von: "Paul Strohmeier" <paul.strohmeier@gmail.com>
An: "Metalab General Discussion List" <metalab@lists.metalab.at>
Betreff: Re: [Metalab] Vielleicht eine Idee fürs Lab
genau das hab ich gemeint. dass ist auch die einrichtung, ueber die der augustin geschrieben hat.
 
2013/5/26 Volker E. <volker.e@temporaer.net>
Auch: http://www.rusz.at/ Reparatur- und Service-Zentrum.
 
Am 25.05.2013 20:51, schrieb Andreas Faerber - Altertuemliches.at:
Habe vor ein paar Jahren einen Artikel im Augustin gelesen über eine Verein der technische Geräte wieder instandsetzt für bedürftige Menschen.

Ich finde es aber trotzdem Super wenn sich einige von euch das Thema annehmen um ihr Wissen weiter zugeben.

Gruß Andreas


Am 25.05.2013 20:20, schrieb Paul Strohmeier:
Ich bild mir ein, so etwas gibt es in wien schon - weis aber nicht mehr wie die geheissen haben.
 
*

kennt ihr repair cafe? http://repaircafe.org/
 
2013/5/25 <BDuN@gmx.net>
 
Gruß B.

IMG_20130302_034831__

Technischer Defekt: Einfach wegwerfen?!

Diesem Trend stellt sich das Stuttgarter Reparatur-Cafe entgegen.
Inspiriert vom “Repair-Cafe” findet im Stuttgarter Hackerspace am Sonntag, den 26. Mai 2013 von 11 Uhr bis 18 Uhr (open end) eine Mitmach-Veranstaltung zur Instandsetzung technischer Gegenstände für Jedermann statt.

Freiwillige Helfer aus dem Umfeld des Stuttgarter Hackerspace bieten kostenfrei Unterstützung in allen technischen Fragen zu Defekten und Problemen, für die es oft anderenorts keine Lösungen mehr gibt. Um die bloße kostenfreie Reparatur geht es dabei nicht – vielmehr sollen Interessierte zur Selbsthilfe animiert und befähigt werden, wo es ansonsten heisst: wirf weg!

Mit der Aktion wird aktiv gegen geplante Obsoleszenz vorgegangen, also gegen das bewusste Konstruieren von Geräten, die gerade bis zum Ende der Garantie halten. Die anwesenden Hacker helfen bei den Reparaturversuchen und geben wertvolle Tipps; den Gästen soll unter anderem die Angst vor der Technik genommen und Mut zur Reparatur gegeben werden.

Am Beispiel von (vorhandenen oder gerne mitgebrachten) defekten TFT-Monitoren können Interessenten einen Einstieg in geplante Obsoleszenz durch minderwertige Elektrolytkondensatoren bekommen und deren Reparatur üben. Besucher unterschreiben lediglich eine Vereinbarung zum Versicherungsschutz und los gehts mit der Analyse und dem gemeinsamen Hacking. Damit der Spass nicht zu kurz kommt, wird u.a. auch Kaffee angeboten :-)

Der shackspace ist der ideale Ort für die Aktion, denn dort sind viele der Werkzeuge und Ersatzteile vorhanden, die Reparaturen möglich bzw. einfacher machen. Ebenso stellt das geballte Know-How der Mitglieder eine wertvolle Ressource dar, sollte man einmal allein nicht weiterkommen. Spenden an den Verein sind gern gesehen.

Bei Fragen einfach eine kurze Mail an: repcafe (at) winningindustries (dot) de

Zum Event:
Eintritt frei! (Spenden an shack e.V. sind gerne gesehen) Jeder ist willkommen! Um formlose Anmeldung (Doodle) wird gebeten.
Datum: Sonntag, 26. Mai 2013, ab 11:00 Uhr
Anfahrt: U4/U9 Haltestelle “Im Degen”, Ulmer Straße 255, Stuttgart Wangen (gegenüber Kulturhaus Arena)

 
 


 
 
 

_______________________________________________
Metalab mailing list
Metalab@lists.metalab.at
https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
 
 
 
--
paul strohmeier
 
check out my kickstarter campaign! --> http://tinyurl.com/mediated-touch 

           [web] paulstrohmeier.info
 
 
 
_______________________________________________Metalab mailing listMetalab@lists.metalab.athttps://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
 
-- Andreas FaerberRosenheim 65, A- 9805 Baldramsdorf (Kärnten)und Wien 15, Storchengasse 23/16 Tel: +43 (0) 676 5227712Email: info@altertuemliches.atWeb: www.AltertuemLiches.at 
 
 
 
_______________________________________________Metalab mailing listMetalab@lists.metalab.athttps://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab

_______________________________________________
Metalab mailing list
Metalab@lists.metalab.at
https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab
 
 
 
--
paul strohmeier
 
check out my kickstarter campaign! --> http://tinyurl.com/mediated-touch 

           [web] paulstrohmeier.info