http://documentarystorm.com/chris-jordan-on-the-midway-project/
http://www.midwayfilm.com/ )
Das kommende System wird nur einem Bruchteil aller heute schon lebenden Menschen überhaupt Arbeit bieten können, die Hochtechnologie soll sogar bis in die Altenpflege etc vordringen, also auch der Dienstleistungssektor wird nichts auffangen können - das größte Massenwachstumssystem aller Zeiten wird auf das größte Reduktions- und Technologisierungsprogramm aller Zeiten stoßen und das innerhalb von 10-20 Jahren - das wird krachen ! Trotzdem sollten doch vor allem diejenigen, die danach noch den größten Teil ihres Arbeitslebens vor sich haben werden, darüber nachdenken, wie es weitergeht. Qualität statt Quantität, Reparieren und Verwerten statt Wegwerfen wär doch mal ein Anfang und die neuen Technologien kann man dafür gleich mal ausprobieren.
Es müssen ja nicht gleich Schuhe wie bei Adidas sein, drum meinte ich ja, daß die Kenntnisse der Metalabber genutzt werden könnten, um mal Neuland zu erproben. Mit einem Tag im Monat zB anfangen, an dem man dem breiten Publikum Reparaturen durch Ersatz von Bestandteilen mittels 3D-Drucker anbietet, vielleicht ergeben sich daraus die ersten kleinen Reparaturwerkstätten, so wie jetzt die Schnellschuster in den Einkaufszentren. Klar wirds Geschrei geben, von den Gewerkschaften, von den Herstellern wegen der Patente für die Bauteile, aber Geschrei gehört zu Geburtswehen, da muß man durch.
Unterstützend wäre, daß eben gerade diese Woche der Gründer von Murks-Nein-Danke in Wien ist, um hier auch einen Verein zu gründen. Hier gehts um die geplante Obsoleszenz und in Deutschland haben die schon eine Menge bewirkt. Mit dem Aufzeigen solcher geplanter Verschleißteile kann man das Geschrei um die billige 3D-Nachproduktion erheblich verringern, weil die Konzerne nun mal auch keine schlechte PR gebrauchen können .. ich bin technisch nicht besonders begabt, sonst hätte ich selber mal das erste angefangen, aber vielleicht findet sich doch jemand, der Zeit hat, der ohnehin einen Job sucht etc., der das erste kleine Versuchsunternehmen - 3D-Teil-statt-Wegwerfen-bei-geplanter-Obsoleszenz - startet. Medienwirksam könnte man einen Euro aufschlagen und dem Projekt Midway spenden ... Konsumentenandrang garantiert (ich übernehme gerne die PR-Arbeit dafür , DAS hab ich gelernt ;-)
Wir müssen ja nicht immer warten, bis die Amis oder irgendwelche Konzerne mit etwas anfangen, das wir mindestens genauso gut können. Das ist halt der Jammer mit Österrech - so viele gute Ideen und Erfindungen und keiner geht und setzt es um, da wird immer gewartet, bis etwas zweimal um die Welt und wieder bei uns zurück ist - aber den anderen gehört.
Vielleicht kommt bei eurem Jour-fix-Geplauder ja doch was raus in diesem Sinne ;-)
Gruß B.
Am 6/10/13 21:42 , schrieb Thomas Kolar:Schon ein saublödes System, in dem es irgendwie schlecht ist, wenn
weniger menschliche Arbeit für die Produktion von Gütern gebraucht
wird... Auf jeden Fall was zum Nachdenken, wie ich finde.
eines meiner lieblingsthemen.
kann man soo schoen drueber philosophieren..
als wir ende des 19. jahrhunderts mit der industrialisierung begonnen haben versprachen sich die menschen dass sie in der zukunft irgendwann weniger arbeiten muessen.
weil maschinen die arbeit erledigen.
roboter.
ur cool.
heute haben wir roboter die fuer uns die scheisshacken machen.
und weisst du was die leute fordern: " MEHR ARBEIT!"
sie fordern "ARBEIT FUER ALLE"
statt "FREIEHEIT FUER ALLE, GRUNDEINKOMMEN, MENSCHLICHKEIT UND FREIZEIT!" fordern sie ARBEIT.
schon krass oder?
und das beste ist das die leute meistens die arbeit auch TATSAECHLICH BRAUCHEN.
unabhaengig von der materiellen entlohnung..
wir koennten am donnerstag nach dem jour fixe ein bisserl plaudern, ich find das voll spannend.
:*
-flo
_______________________________________________
Metalab mailing list
Metalab@lists.metalab.at
https://lists.metalab.at/mailman/listinfo/metalab